Silent Friend (2025)

VIELEN DANK FÜR DIE BLUMEN

8/10


© 2025 Lenke Szilágyi / Polyfilm


LAND / JAHR: DEUTSCHLAND, FRANKREICH, UNGARN 2025

REGIE / DREHBUCH: ILDIKÓ ENYEDI

KAMERA: GERGELY PÁLOS

CAST: TONY LEUNG CHIU-WAI, LUNA WEDLER, ENZO BRUMM, LÉA SEYDOUX, SYLVESTER GROTH, MARTIN WUTTKE, JOHANNES HEGEMANN, RAINER BOCK, MARLENE BUROW, YUN HUANG, LUCA VALENTINI, FELIX BUROSE U. A.

LÄNGE: 2 STD 25 MIN



Mein Sitznachbar im Kino verrät mir, dass der Film schon viel zu lange dauert. Alle zehn Minuten wandert sein Blick aufs Handgelenk, nur mit viel Disziplin schafft er es, die Überlänge abzusitzen. Das in Film empfohlene Zeitempfinden scheint bei ihm nicht angekommen zu sein. Liegt es daran, dass Pflanzen die Geduld strapazieren? Wenn ja, dann wäre der Film von vornherein schon nicht sein Thema gewesen, und es würde mich wundern, ihn hier vorzufinden. Allerdings gibt es aber auch Leute, die gar nicht wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie ins Kino gehen. Sich überraschen zu lassen, ist in dem Fall alles. Auch eine Methode, warum denn nicht. Von Methoden weiß Ildikó Enyedi schließlich auch so einiges zu berichten.

Die Relavitität der Langsamkeit

Während also mein Sitznachbar immer wieder das temporäre Voranschreiten kontrolliert, verliere ich komplett das Zeitgefühl. Zweieinhalb Stunden dauert Silent Friend, ein technisch-philosophisches Triptychon zu manch elementarem Rätseln unserer Existenz, das ein eigenes Empfinden von Geschwindigkeit auslöst. Anders gesagt: Man kann einen Film so entschleunigen, dass eine gewisse Relativität entsteht – damit meine ich eine gewisse verblüffende Kurzweiligkeit, das Ergebnis eines erzählerischen Sogs, der, wenn man alle Sinne öffnet, diese auf sich zieht. Das passiert gerade dann, wenn nichts passiert. Oder nur sehr wenig. Diese Langsamkeit, die sich einer gewissen permanenten Beobachtung entzieht, ist wohl die Charaktereigenschaft der Pflanze.

Drei Zeitebenen, drei Studien

Bis auf die Mimose, die Enyedi auch thematisiert, bleiben Reaktionen der Botanik auf äußere Einflüsse in ihrer Unmittelbarkeit eher endenwollend. Weder hören wir Menschen, noch sehen wir Menschen, wie diese Lebensformen kommunizieren – und wir wissen gar nicht mal oder denken darüber auch nicht nach, ob sie es tun. Auch wenn wir täglich diesen Wesen begegnen, empfinden wir weniger Leben in ihnen als im Tierischen, was sich als Trugschluss herausstellt – spätestens dann, wenn Student Hannes (Enzo Brumm) Anfang der Siebziger Jahre auf die Geranie seiner Kommilitonin achtet, während diese sich auf Forschungsreise begibt. Die Geranie ist aber nicht nur zum Bewässern da – sie ist Teil einer Studie, um herauszufinden, wie Pflanzen wann und worauf reagieren. Hannes sieht das als Herausforderung, das kleine pinke Gewächs aus der Reserve zu locken. Viele Dekaden früher sehen wir Luna Wedler als einzige weibliche Biologiestudentin an der Universität Marburg, in dessen Garten ein stattlicher Ginko-Baum steht. Sie entdeckt ihre Vorliebe für Fotografie, unüblich damals für Frauen, wie so ziemlich alles, was nicht Herd bedeutet, ganz so wie Karl Blossfeldt, und erkennt dabei aus physiologischer Sicht verblüffende Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Pflanze. Um das Triptychon komplett zu machen, reist Enyedi ins Jahr 2020, zur Hochzeit der Covid-Lockdowns. Ebenfalls in Marburg, und immer noch mit Blick auf den stattlichen Ginkgo, ist Tony (Tony Leung Chiu-wai, In the Mood for Love) ein Neurowissenschaftler aus Hongkong, zum Nichtstun verdammt. Dieser Müßiggang bringt ihn aber auf neue Ideen. Warum denn nicht die Impulse dieses Baumriesen aufzeichnen, der schon vieles gesehen haben muss in seiner Existenz. Ob er sich an diese Dinge erinnern kann? Ob Mensch und Baum in Verbindung treten können, so, als würden sie ein Gespräch führen?

Einlassen auf ein lebendiges Gegenüber

Aktion und Reaktion, die verblüffende Vielfalt der Formen, die Suche nach Verbindung, die das Zeug hat, in andere Dimensionen vorzustoßen: Silent Friend lässt die vertraut unvertraute Welt aus Rinde, Blatt und Wurzel als reflektierenden Erkenntnisspiegel uns selbst betrachten. Unsere Wissbegier, unsere Sehnsucht nach Mysterien, und vor allem das Geborgenheit schaffende Gefühl, ein Teil des großen Ganzen zu sein. Der Ginkgobaum im Garten, er scheint alles zu wissen, jedes Geheimnis dieser Existenz. Wir selbst sind ahnungslos, und dadurch unerbittlich im Erlangen von einem Stückchen Wahrheit nach dem anderen.

Selten zuvor war ein filmisches Werk gerade durch seine jedem Drängen erhabene Erzählweise so erquickend. Die Sekunden sind lang, doch keine davon zu viel. Minuten werden zu Augenblicken, die Stunde zur halbstündigen Episode, beim Betrachten von Silent Friend geraten Wahrnehmungen durcheinander – ich als Zuseher (nicht mein Sitznachbar) nehme diesen Rhythmus an. Silent Friend verlangt Bereitschaft, Unvoreingenommenheit, und ganz wichtig: Geduld. Es ist aber nicht die Geduld des Wartens und Nichtstuns und Harrens, bis eintritt, was wir schon am liebsten gestern gewollt hätten, dass es passiert. Es ist die Geduld, die man erfordern muss, wenn man sich auf etwas einlässt. Auf eine Studie, ein Tier im Dickicht des Waldes und man möchte es beobachten. Auf die Geburt eines Kindes oder die Hoffnung, dass der Gingkosamen keimt. Ausdauer und Beharrlichkeit – in Zeiten wie diesen schwindende Werte. Ildikó Enyedi gibt sie uns zurück, mit noch einem Quäntchen Emanzipation, Feminismus und der mühsam erlernten Voraussetzung, das vor allem erst mal der Mensch unter seinesgleichen bereit sein sollte, sein Gegenüber wahrzunehmen, bevor er eintaucht in etwas ganz anderes. Silent Friend ist so etwas. Etwas ganz anderes.

Silent Friend (2025)

A House of Dynamite (2025)

19 MINUTEN BIS ZUM ENDE DER HOFFNUNG

8/10


© 2025 Netflix Inc.


LAND / JAHR: USA 2025

REGIE: KATHRYN BIGELOW

DREHBUCH: NOAH OPPENHEIM

KAMERA: BARRY ACKROYD

CAST: REBECCA FERGUSON, IDRIS ELBA, GABRIEL BASSO, JARED HARRIS, TRACY LETTS, ANTHONY RAMOS, MOSES INGRAM, JONAH HAUER-KING, GRETA LEE, JASON CLARKE, BRIAN TEE, GBENGA AKINNAGBE, WILLA FITZGERALD, KAITLYN DEVER U. A.

LÄNGE: 1 STD 52 MIN



Wenn dem Piloten in einem Flugzeug angesichts heftiger Turbulenzen die beschwichtigenden Worte ausgehen, und das Flugpersonal die spaßbefreite Miene aufsetzt, wird auch dem geeichtesten Vielflieger langsam anders. Wenn bei jenen, die an den Hebeln der Welt sitzen, die Kinnlade gen Erdmittelpunkt drängt, und sie alle gemeinsam nicht glauben können, was sich ereignen wird, dann wird der Mensch ungeachtet seiner Karriere und seiner Machtkompetenz, seines Standes, seines Erfolges oder seiner Wichtigkeit zu einem Häufchen fluchtinstinktivem Etwas, das mit Christian Morgensterns Zitat „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“ die Übersprungshandlung zelebriert. Schließlich bahnt sich in A House of Dynamite eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes an, die, sollte man sie nicht verhindern können, wohl die gesamten Vereinigten Staaten und überhaupt die ganze Welt um den Verstand bringen wird.

Nicht danach, sondern davor

Filme, die ein Schreckensszenario sezieren und mit der allgegenwärtigen Bedrohung eines Atomkriegs den Horror tief ins Gemüt der Zusehenden versenken, gibt es nicht erst seit The Day After – Der Tag danach. Das Endzeitdrama von Nicholas Meyer schildert die Nachwirkungen eines verheerenden Atomschlags. Auch der an die Nieren gehende Trickfilm Wenn der Wind weht schildert wie kaum ein anderes Werk die Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht gegenüber einer irreversiblen Zerstörung, welche ein Atomschlag an sich und dessen Folgen auslösen kann. Kathryn Bigelow dreht nun in ihrem neuesten Werk den Spieß um und will dabei nicht auswalzen, was man ohnehin schon kennt. Ihr geht es darum, die Zeit davor zu schildern, nämlich nur 19 Minuten, bevor die Bombe einschlagen wird. Ihr Ziel: Chicago, eine Millionenmetropole. Keine Zeit, um irgendwen zu evakuieren. Kein Grund, Panik zu verbreiten, indem man die Bevölkerung davon unterrichtet, dass diese ausgelöscht werden wird. 19 Minuten – entschieden zu wenig Zeit, damit der Mensch als kognitiv denkendes Wesen das Drama in seiner Gesamtheit fassen kann.

Drehbuchautor Noah Oppenheim macht aus diesem furchtverbreitenden Notstand kurz vor dem Unmöglichen einen Episodenfilm und teilt diesen in drei Akte. So gesehen wäre A House of Dynamite, konzipiert als Dialogfilm an drei Orten, auch dafür geeignet, auf Bühnen zu reüssieren. Akt Eins findet im White House Situation Room statt – hier ringt Rebecca Ferguson um Fassung und versucht, das Richtige zu tun, während sie ihren Ehemann nochmal ans Telefon holen will und zeitgleich mit allen hohen Tieren der Regierung eine Videokonferenz abhält. Akt Zwei findet an einer Air Force Basis in Nebraska statt. Dort versucht man, die Langstreckenrakete unbekannter Herkunft abzufangen, bevor sie einschlägt. Der letzte Akt zeigt den Präsidenten, in diesem Fall, wie schon zuvor in der klamaukigen Actionkomödie Heads of State, Idris Elba, der herausfinden will, welche von den Staaten dieser Welt das Zeug, den Hass und den Willen dazu hat, die Welt aus ihren Angeln zu heben.

Wer es fassen kann, der fasse es

A House of Dynamite mag als weiteres toughes Meisterwerk einer akkuraten und stark auf militärische Themen fokussierten Filmemacherin gelten. Gesellschaft, Krieg, die Grenzen exekutierter Politik und selbige an sich sind Themen, die sie seit 2008, nach ihrem Erfolg mit The Hurt Locker über einen Us-Minenentschärfer im Irak, nicht mehr loslassen, schließlich gibt es aus diesem Dunstkreis eine Menge zu erzählen, und zwar nicht nur über beängstigende Szenarien, sondern vorwiegend über die Psyche jener Menschen, die in solchen Extremsituationen die Kontrolle behalten wollen: Jeremy Renners Figur ebendort, Jessica Chastain in Zero Dark Thirty oder John Boyega in Detroit. Nun aber ist A House of Dynamite ganz deutlich ein Ensemblestück mit vielen verschiedenen Charakteren, die alle Verantwortung tragen und in einem Umstand wie diesen bis zur völligen Überforderung an ihre Grenzen stoßen. Die Bildschirme alleine, die den Raketenflug zeigen; die Uhr, die tickt; der Nervenkrieg, der entsteht, wenn die Abfangraketen versuchen, ihr Ziel zu treffen: Statt reißerischer Action und einem ausladenden Katastrophensetting, das wohl Roland Emmerich gerne gesehen und umgesetzt hätte, ist A House of Dynamite reinste Reduktion, dafür aber so sehr Schauspielkino, dass das unvermeidliche Chaos bereits schon vorab in den Köpfen der Menschen ausbricht.

Bigelows Film ist ein seltener Hybrid zwischen Polit- und Psychothriller, ein beklemmendes Psychogramm der Ausweglosigkeit, der unterdrückten Panik und der Verdrängung des Unvermeidlichen. Ein Film, der mit allen expliziten Bildern der Welt niemals so nahe an die eigene Empfindung herandringen hätte können, als er es tut, indem er nichts zeigt, nur die völlige Fassungslosigkeit aller.

A House of Dynamite (2025)

The Voice of Hind Rajab (2025)

DAS KIND BEIM NAMEN NENNEN

7,5/10


© 2025 Polyfilm


ORIGINALTITEL: SAWT HIND RAJAB

LAND / JAHR: TUNESIEN, FRANKREICH 2025

REGIE / DREHBUCH: KAOUTHER BEN HANIA

KAMERA: JUAN SARMIENTO G.

CAST: HIND RAJAB, SAJA KILANI, MOTAZ MALHEES, CLARA KHOURY, AMER HLEHEL U. A.

LÄNGE: 1 STD 29 MIN  


Wir kennen all diese Menschen nicht, die im kriegsversehrten Gaza-Streifen von Norden nach Süden und durch die Hölle getrieben werden und wieder zurück. Für uns hier im weit entfernten Europa haben sie keine Identität, sind sie doch nur Teil einer Masse von Menschen. Ab und an sieht man in den Nachrichten ihre Gesichter, weinend, flehend, verzweifelt, oft auch resignierend. Immer noch kennen wir ihre Namen nicht, immer noch sind diese Leute nur irgendwer. Anders auf der anderen Seite. Dort weiß man genau, wer am 7. Oktober 2023 von der Hamas entführt wurde. Man weiß, wer es nicht überlebt hat und wer vor wenigen Wochen tatsächlich wieder freikam. Sie haben ein Gesicht, gedruckt auf Tafeln und auf T-Shirts, getragen von den Angehörigen. Hier sind Mittel und Wege vorhanden, den Wert des Einzelnen aus dem gesichtslosen Bulk der Leidenden zu heben.

Wer ein Leben rettet…

Die im Gazastreifen haben das nicht. Da gibt es keine Mittel und Wege, keine T-Shirt-Druckereien oder das große Fernsehen, dass da vorrückt, um zu tun, was getan werden muss, um dem Individuum seinen Wert zu geben. Ich weiß noch, wie Steven Spielberg in seinem Holocaust-Meisterwerk Schindlers Liste einem jüdischen Mädchen den Mantel rot koloriert hat. Es bleibt namenlos, gesichtslos, jedoch sticht sie aus der Menge an Menschen hervor, um bewusst zu machen, dass es immer noch um den oder die Einzelne geht, um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass, wenn andere nur ein Leben retten, retten sie die ganze Welt. Oskar Schindler, der am Ende des Films verzweifelt, weil er viel mehr hätte tun können, wird der Satz aus dem Talmud kaum trösten. Wäre es doch nur ein Leben mehr gewesen. Ein einziges.

Das Kind beim Namen nennen

Dieses eine trägt keinen roten Mantel. Wir wissen nicht, was sie anhat. Wir wissen nur: Sie ist sechs Jahre alt, und wir hören ihre Stimme. Ihre letzten Worte. Ihr verzweifeltes Flehen um Rettung, ihre Angst, ihr Weinen, das Aufblitzen von Hoffnung. Dabei sind es nur acht Minuten. Acht Minuten Fahrt mit dem Rettungswagen durch umkämpftes Gebiet, um an das Auto zu gelangen, in dem Hind Rajab feststeckt. Alle anderen, fast die gesamte Familie, ist tot, zersiebt von den Waffen der israelischen Armee. Auch das sehen wir nicht. Doch wir können es uns vorstellen, wenn die Stimme des Mädchens an die Ohren der Telefonistinnen und Telefonisten in der Notdienstzentrale des Palästinensischen Roten Halbmonds dringt.

Hier, in der Westbank, wo der Krieg weitestgehend außen vor bleibt, werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Zivilisten in Bedrängnis aus dem Kriegsgebiet zu bringen. Das läuft über einige Umwege, bis die israelische Armee davon erfährt, um dann den Schutz zu gewährleisten, wenn sich ein Rettungsfahrzeug in Bewegung setzt. Auch das sehen wir nicht, nur die Gesichter der Telefonierenden, auch sie sind verzweifelt, emotional verstört, aufgebracht, die Nerven liegen blank. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit, mit dem Tag, mit dem Krieg, mit dem Tod. Und das Extreme dabei: Es ist im Film nicht nur irgendein Mädchen zu hören, das vorgibt, Hind Rajab zu sein. Es ist sie tatsächlich selbst. Regisseurin Kaouther Ben Hania (Der Mann, der seine Haut verkaufte) bettet das im Januar 2024 aufgezeichnete Soundfile des Gesprächs in ihren semidokumentarischen Spielfilm, was den Horror nur um so schlimmer macht. Die Mitarbeiter des Roten Halbmond sind zwar von Schauspielern besetzt, doch selbst da hat Ben Hania Ideen, wie sie die realen Personen vor die Kamera bekommt. Faktenmaterial trifft so auf die akribische Nachstellung nervenzerrender Abendstunden, das Kammerspiel wird zu einem Kino des Zuhörens und der Vorstellungskraft, der man aber nicht unbedingt nachgeben will, denn die Realität drängt alles Gespielte an den Rand.

Ein Schicksal für alle

Kriegsberichte aus den Nachrichten lassen einen irgendwann abstumpfen und resignieren, The Voice of Hind Rajab gelingt es aber dadurch, dass sie einem der unzähligen Opfer eine Stimme, ein Gesicht, und ein Leben gibt, dem Verheerenden einer zerstörten Zukunft Relevanz zu verleihen. Auf eine Weise erinnert dieses Schicksal an Anne Frank, durch dessen aufgeschriebenes Einzelschicksal der unschätzbare Wert eines Menschenlebens nicht mehr nur so dahingesagt bleibt.

Mit dieser echten Stimme gelingt es Ben Hania, nicht nur einen weiteren Film gemacht zu haben, der durch die Darstellung eines Übels betroffen machen soll. Diese echte Stimme hebt den Schleier zwischen Narrativem und der eigenen Convenience-Blase, in der man sich befindet. Das ist keine Erzählung. Das ist wahrer Schmerz.

The Voice of Hind Rajab (2025)