The Sisters Brothers

WILDER WESTEN, UND KEINER GEHT HIN

6,5/10

 

The Sisters Brothers© 2018 The Wild Bunch

 

LAND: FRANKREICH, BELGIEN, RUMÄNIEN, SPANIEN 2018

REGIE: JACQUES AUDIARD

CAST: JOAQUIN PHOENIX, JOHN C. REILLY, JAKE GYLLENHAL, RIZ AHMED, RUTGER HAUER U. A.

 

Eine Überschlagsrechnung im Western-Genre ergibt, dass wohl die meisten Vertreter ihrer Gattung vorwiegend gut und gerne an einer Hand abzählbare bewährte Topics als dramaturgischen Unterbau heranziehen: Das sei mal allen voran die Motivation der Rache. Schillerndes und zeitloses Beispiel natürlich: Spiel mir das Lied vom Tod. Gier spielt auch noch eine tragende Rolle (The Good, the Bad and the Ugly), und zuletzt natürlich die Diskrepanz zwischen Weißen und Indianern, so wie erst letztes Jahr in dem elegischen Gewalt- und Versöhnungsdrama Hostiles mit Christian Bale. Zwischendurch gibt es aber auch Filme, die das Genre des amerikanischen Heimatfilms, wenn man so will, konterkarieren und ihm Seiten abgewinnen, die bislang selten in Betracht gezogen wurden. Die Coen-Brüder hatten mit ihrem makaber-melancholischen Episodenfilm The Ballad of Buster Scruggs (Oscarnominierung 2019 für das beste Drehbuch) die ausgetretenen Stereotypen der einsamen Cowboys verwildern lassen, und stattdessen ganz andere Schneisen geschlagen. Das Ergebnis war bemerkenswert. Der Franzose Jacques Audiard hat das verschwitze Halstuch eines John Wayne oder den speckigen Hut eines Clint Eastwood auf eine ähnliche Art von innen nach außen gekehrt. Obwohl es anfangs nicht den Anschein hat, dass da etwas ganz anderes auf uns zukommt.

The Sisters Brothers sind zwei Erfüllungsgehilfen, deren Begegnungen mit ihrer Zielperson relativ endgültig sind. Auftragskiller, wenn man so will, getarnt hinter dem bequemen Charme Durchreisender, die ihren Killerinstinkt im Griff haben und drohnengleich nur dort zuschlagen, wo die Koordinaten ihres Auftrages hinweisen. Die beiden wirken recht kauzig, leicht unterschätzbar. Beauftragt von einem mysteriösen Commodore (in einer seiner kleinsten Rollen: Rutger Hauer), reisen sie von Oregon in den Süden, um einem jungen Goldsucher namens Warm habhaft zu werden, der angeblich eine Formel für eine chemische Substanz besitzt, die Flussgold sichtbar werden lässt. Der Detektiv John Morris (hinter dichtem Bartwuchs versteckt: Jake Gyllenhal) ist bereits längst unterwegs – und soll den Jungspund finden.

Das unvermeidliche Gipfeltreffen aller vier Protagonisten findet natürlich statt, und nach klassischer Adam-Riese-Rechnung im Western-Genre führt wahrscheinlich ein astreiner Shootout zu geordneten Verhältnissen – wäre da nicht dieses Umdenken, das zumindest einige der Figuren ziemlich nachhaltig beschäftigt. John C. Reilly als Bruder Eli hat schon mal alle Gedanken voll zu tun, sich eine Zukunft jenseits von Mord und Totschlag vorzustellen. Da winkt schon das eine oder andere Mal der materielle Gegenentwurf eines gepflegten Lebens in Form einer Zahnbürste oder einer Klosettspülung, die den introvertierten Revolverhelden zu Begeisterungsstürmen hinreißen lässt. Diese Zahnbürste ist es auch, die das Räderwerk entgegengesetzter möglicher Lebensentwürfe überhaupt erst zum Laufen bringt. Das es im Westen auch anders gehen kann, ist nur noch eine Frage der Entscheidung. Des Willens. Und dem Einfluß auf andere, die das vielleicht nicht so wollen. Dieses Umdenken berauscht auch den Goldjungen Riz Ahmed. Seine Chemie ist zwar tödlich giftig, aber effizient – darüber hinaus aber steht mit all dem leicht gewonnene Reichtum die Idee einer pazifistischen Gesellschaft im Raum, die den Altruismus und das Miteinander als tägliches Soll erfüllt sehen will. Das sind natürlich Ideale, die haben in einer Welt aus Raubeinen und faustrechtlerischen Glücksrittern eigentlich nichts verloren. Doch – warum eigentlich nicht? Wie wäre das, ein achtsames Miteinander?

Patrick deWitt hat diesen Roman aus dem wilden Westen als ein Hinterfragen widerstandslos platzierter Figurenklischees konzipiert. Jacques Audiard hat dafür den richtigen Cast vereint. Obwohl das lustvolle Brechen von Erwartungshaltungen die narrativen Lassoschlingen zu zaghaft auswirft. Da scheint es, dass dem Franzosen manchmal die Zügel aus der Hand gleiten, da bekommt The Sisters Brothers eine gedankenverlorene, orientierungslose Eigendynamik. Da weiß keiner mehr, wohin man eigentlich will, was man eigentlich will. Und überhaupt: wer genau? Das Leben zu überdenken, das mag natürlich ähnliche Leerläufe nach sich ziehen, bis das Quergedachte wieder sattelfest obenauf sitzt. Das liest sich vielleicht besser, als es sich ansehen lässt. Trotz Joaquin Phoenix, der wie die weniger infantile Macho-Version eines Terence Hill einen Bud Spencer an seiner Seite hat, der will, dass Frau schöne Worte zu ihm sagt. Und ihm etwas schenkt, dass aus Liebe den Besitzer wechselt. In diesen stillen Szenen der Sehnsucht nach einem Ort der Ruhe und Geborgenheit gelingen dem eigenwilligen Western die besten Momente.

The Sisters Brothers

Ferdinand – Geht stierisch ab!

WIE (K)EIN WILDER STIER

6/10

 

ferdinand© 2017 Twentieth Century Fox

 

LAND: USA 2017

REGIE: CARLOS SALDANHA

MIT DEN STIMMEN VON JOHN CENA, KATE MCKINNON, JERROD CARMICHAEL U. A.

 

Nie im Leben würde ich mir einen Stierkampf ansehen. Tierquälerei auf Showebene – Die Tribute von Panem für Wiederkäuer ohne Zukunft. Ein verwerfliches Kulturgut und ein Überbleibsel antiker Dekadenz, wenn ich an die um Leben und Tod geführten Schaukämpfe in römischen Theatern denke. Die Stierkämpfe in all ihrer Pracht sind paradoxerweise auch heute noch en vogue. Und da wünscht man sich, alle Stiere wären so wie Ferdinand.

Dieser Koloss von Rindvieh hatte seinen ersten Auftritt in dem kleinen Kinderbuch von Munro Leaf – als blumenliebender Pazifist unter den Haustieren hat Ferdinand als gehörnter Gandhi den Matadoren das Leben schwer gemacht. Stoff genug, um von Disney in einem wahrlich bezaubernden und künstlerisch hochwertigen Kurzfilm in Bewegtbilder umgesetzt zu werden. Die riesige Nase Ferdinands, die einem Staubsauger gleich auch das widerstandsfähigste Wiesenblümchen aufschnauft, ist ohnehin längst Kult. Disney-Kult.

20th Century Fox hat sich einer Neubelebung des literarischen Vorlage angenommen und die sanftmütige, zu Herzen gehende Geschichte auf Abendfülle gestreckt und – passend für Kinder des 21. Jahrhunderts – mit allerlei kindgerechten Versatzstücken angereichert. Das angenehm reduzierte, unaufdringliche Märchen um Gewaltlosigkeit, Nächstenliebe und die kleinen, wertvollen dinge des Lebens gerät unter der Regie von Carlos Saldhana zu einer kurzweiligen und sympathischen, allerdings aber auch etwas schablonenhaften Komödie. Der schöngeistige, sanftmütige Stier sieht sich nicht nur mehr umringt von Blümchen aller Art – diesmal sind es auch Stiere und Möchtegern-Stiere unterschiedlichen Kalibers, von gefühlskalt bis neurotisch. Der unterschiedliche Haufen passt von den Hörnern bis zum Schweif überhaupt nicht zusammen, doch ihr Abenteuer bestehen müssen sie gemeinsam. So sehr es anfangs auch als unmöglich erscheint. Und spätestens bei der Beruhigungsziege – gibt’s so was wirklich? – Elvira kommen einem einige Charaktere ungemein bekannt vor. Die nervige Ziege mit dem enormen Vorbiss erinnert frappant an Dory aus Findet Nemo. Die drei Igel sind auch schon mal in diversen anderen Animationsfilmen zu sehen gewesen – als Wiesel oder Opossum, wie auch immer. Und der spaßbefreite Konkurrenzstier Valiente erinnert an eine Mischung aus dem Säbelzahntiger Diego und König der Löwen. Alles in allem fehlt es Ferdinand mit Ausnahme des titelgebenden Hauptcharakters an ausreichend einprägsamen Figurenzeichnungen.

Ganz klar sind die meisten Animationsfilme mit Tieren im Cast auf einige wenige Charaktere herunterzubrechen. Das Kleingetier ist wuselig überdreht mit punktgenauen Onelinern auf den Lippen, bei den Großen pendelt das Verhalten zwischen ungutem Raubein und wortkargem Sonderling. Man weiß im Vorhinein, wo die kalkulierten Lachnummern liegen. Das dürfte ich in anderen Genrefilmen wohl nicht wirklich wahrgenommen haben, in Ferdinand ist mir das Recycling an Figuren wohl am Stärksten aufgefallen. Doch wahrscheinlich lässt sich ein Abenteuer unter sprechenden Nutztieren gar nicht anders zeichnen. Und beim nächsten Film sind die frechen Scherzbolde wieder irgendwelche Nager. Den Kinder gefällt´s, und selbst mir entlockte Ferdinand einige Lacher. Die Szene mit dem Stier im Porzellanladen hätte selbst Disney nicht besser machen können. Keine Frage, der Film ist grundsympathisch und mit dem Herz am richtigen Fleck. Und er vermittelt Werte, die man – ob alt oder jung – verinnerlichen und mitnehmen kann. Dennoch ist Ferdinand keine innovative Überraschung, sondern begnügt sich mit bewährter Tricktechnik auf hohem Niveau. Und auch wenn anfangs sonnenklar ist, wie das ganze ausgeht – für die Kleinen kann das manchmal sehr beruhigend sein – und schmälert auch nicht den Kinospaß.

Ferdinand – Geht stierisch ab!

Forsaken

DIE WOHLTAT DER VERGELTUNG

5,5/10

 

forsaken@ 2017 Universal Pictures / „Forsaken“ auf Blu-ray & DVD erschienen

 

LAND: USA 2016

REGIE: JON CASSAR

MIT DONALD SUTHERLAND, KIEFER SUTHERLAND, DEMI MOORE U. A. 

 

Wir alle kennen unsere geliebten Vierbeiner. Ob Zimmerwolf oder Stubentiger, wenn wir unsere Lieblinge an den Pfoten nehmen, an ihrem Fell zupfen oder am Schwanz ziehen – dann beißen sie. Das kann auch die kleine Rennmaus sein, der Biss eines Nagers ist ziemlich schmerzhaft. Bis aufs Blut ärgern ist aber nicht nur bei Tieren ein Zeitvertreib mit unbequemen Folgen – auch bei Menschen, und vor allem im Wilden Westen, kann das mitunter tödliche Folgen haben. Vor allem, wenn man einen Revolverhelden ausgiebig triezt. Diesen Revolverhelden, den gibt im klassischen Western Forsaken Kiefer Sutherland. Als traumatisierter Scharfschütze – anfangs weiß keiner, warum – kehrt dieser an den Ort seiner Kindheit zurück. Nur der alte Vater ist noch da. Und mit dieser ersten Begegnung von Vater und Sohn kommen wir auch schon zu der einzigen Besonderheit dieses Filmes – nämlich dass Papa Donald und Sohn Kiefer gemeinsam vor der Kamera stehen. Und die Blutsverwandtschaft gar nicht erst spielen müssen. Um hier den familiären Subtext hervorzuholen, bedarf es keines Method Acting. Der ist einfach da. Fällt aber auch nicht deutlicher ins Gewicht als bei Schauspielern, die das innige Verhältnis einer Kernfamilie erst aus dem Hut zaubern müssen.

Dass Donald Sutherland irgendwann vor einigen Jahren damit aufgehört hat, zu altern, ist alleine schon verblüffend. Und wahrscheinlich seinem Rauschebart geschuldet. Hingegen hat Kiefer Sutherland einiges an Charisma verloren. Die vielen Ausflüge ins Fernsehfach haben den ehemaligen Lost Boys– und Flatliners-Star deutlich routinierter werden lassen. Ein Clint Eastwood ist der 51jährige demnach keiner, und auch relativ weit davon entfernt. Das lässt sich über Demi Moore als Kiefers weiblicher Sidekick ähnlich formulieren. Beide spielen in einem Film, von dem sie wissen, dass es dieser wohl niemals auf die große Leinwand schaffen wird. Dabei hat Forsaken auch nicht weniger zu bieten als rund 90 Prozent aller anderen Produktionen aus dem Cowboy-Genre. Überhaupt dürfen die Plots in Western sich meistens ungestraft einspuriger Handlungen bedienen, die so simpel gestrickt sind, dass man sich anderswo wahrscheinlich provoziert unterfordert fühlen würde. Beim Western ist das nicht so. Das liegt wohl daran, dass wir es mit dem Heimatfilm der Amis zu tun haben. In unseren Breiten, beim österreichischen Bergfilm, sind die Parameter für einen Heimatfilm auch nicht anders gesetzt. Liebe, Eifersucht und Vergeltung. Von mir aus noch Schuld und Sühne. Jedenfalls meist tragisch. Mit keinem oder nur knappem Happy End.

Forsaken nimmt sich hier nicht aus und ist schon so einfallslos traditionell, dass es fast schon wieder nostalgisch wird. Dabei skizziert das konventionelle Rache- und Befreiungsdrama zwischen all den gängigen Shootout- und Vergeltungsklischees das Psychogramm eines von Schuldgefühlen Beladenen, der nach Absolution sucht. So gesehen sollte der Film statt Forsaken – auf dt. Verlassen – viel eher Absolution – Tilgung der Schuld – betitelt werden. Der Fokus wäre von vornherein stärker auf die psychologischen Details gerichtet, was den Schema-F-Western nicht ganz so bieder hätte aussehen lassen.

Forsaken

Hacksaw Ridge

EINER GEHT NOCH!

7,5/10

 

hacksaw

REGIE: MEL GIBSON
MIT ANDREW GARFIELD, VINCE VAUGHN, SAM WORTHINGTON

 

Für all jene, die die letzten, allerdings vernachlässigbaren Ausflüge dieses Mannes ins Schauspielfach übersehen haben: Mel Gibson ist nun endgültig zurück. Spätestens jetzt kann man ihn nicht mehr übersehen. Zumindest, das, was er tut. Weniger sein Konterfei. Denn als Regisseur hat er eindeutig mehr zu sagen als in seinen pathetisch überzeichneten Filmrollen, die vorgeben, tiefgründiger zu sein als sie tatsächlich sind. Als Filmemacher hat Mel Gibson Visionen. Und meist Visionen von Schlachtfeldern und vor allem von Märtyrern, die bereit sind, sich selbst für eine bessere Sache zu opfern. Das war schon in Braveheart  und natürlich in Die Passion Christi so. Der Exil-Australier hat eine Schwäche für historische Persönlichkeiten, deren Tun über das Menschenmögliche hinausgeht. Vielleicht, weil Gibson selber diesem Anspruch nicht so gerecht werden kann. Und auch mal zu Aggressionen neigt, in Folge dieser das Kaputtmachen von Dingen seinen Höhepunkt findet.

Zu dieser Aggression neigt der Protagonist seines neuesten Filmes nicht. Seine ins sakrale Scheinwerferlicht gerückte Figur ist eine Person, die tatsächlich gelebt hat. Und als pazifistischer Held in die Kriegsgeschichte eingegangen ist. Dieser amerikanische Rekrut Desmond Doss war kein Soldat wie jeder andere. Er war ein Pazifist aus religiösen Gründen, ein Verweigerer der Waffe. Und hat doch mehr für seine Einheit geleistet wie kaum ein anderer während des zweiten Weltkrieges im kriegsgebeutelten Japan. Sein Tun war Besessenheit, ohne Zweifel. Beseelt von seinem Glauben an Gott und unter Aufbringung einer unmenschlichen Zähigkeit und Kraft ist er zu einem Menschenfischer der ganz anderen Art geworden.

Mel Gibson macht aus der unglaublichen Glaubensgeschichte inmitten des tobenden Krieges keinen Reißer, der zu befürchten gewesen wäre. Kein Steiner – Das eiserne Kreuz, vielmehr ein Im Westen nichts Neues oder Stalingrad von Joseph Vilsmaier. Seine Szenen auf dem Hacksaw Ridge sind von erschütternder Brutalität und Grausamkeit, auch manche Slow-Motion-Einstellungen erinnern an die Machart eines Sam Peckinpah. Gibson beschönigt und erspart dem Zuseher nichts, die Hölle auf Erden ist nun mal die Hölle auf Erden. Doch diese Bilder plakatieren den Film nie auch nur einmal jenseits ihrer Notwendigkeit. Vielmehr erschließt sich das Grauen im Vorbeigehen, wenn die Kamera über die Toten und Verwundeten des Massakers gleitet. Stets ist das Auge bei Andrew Garfield, so, als würde der Zuseher ihn begleiten, einem Kriegsreporter gleich, verstört vom Geschehen. Garfield übrigens, der an der Rolle des zweiten Spiderman leider kläglich scheitern musste, leistet Überzeugendes. Das verdankt der schmächtige Bursche auch der Achtung und Aufmerksamkeit, die Mel Gibson seiner fast schon geheiligten Figur entgegenbringt. Und sich mit seiner Überzeugung auseinandersetzt. Die erste Stunde des Filmes ist allein dem Konflikt gewidmet, dem Desmond Doss ausgesetzt war – ohne Waffe in den Krieg zu ziehen. Das Für und Wider eines gewaltlosen Widerstands, dass Hacksaw Ridge vom Zaun bricht, vermischt das akribisch gelebte Ideal eines Neuzeitapostels mit biblischer Exegese und der Frage nach Verantwortung. Das mag Atheisten oder Agnostiker sauer aufstoßen – da die True Story aber nun mal davon lebt, legitimiert sich dieses augenscheinliche Pathos. 

Hacksaw Ridge ist sowohl wuchtiges, klassisches Hollywoodkino geworden als auch die raue, empathische Biografie eines prinzipientreuen Forrest Gump, der sich und seine Ideale nicht verrät. Ein üppig bebildertes, naturalistisches Loblied auf die Stärke des Willens und den Glauben an das Selbst. Nach David Ayers „Herz aus Stahl“ der zweite Kriegsfilm jüngeren Datums, der über Stacheldraht, Blut und Bomben weit hinausgeht. 

Hacksaw Ridge