Wo die wilden Menschen jagen

MÄNNER ALLEIN IM WALD

6,5/10

 

wodiewildenmenschenjagen© Sony Pictures 2016

 

LAND: NEUSEELAND 2016

REGIE: TAIKA WAITITI

CAST: JULIAN DENNISON, SAM NEILL, RIMA DE WIATA, RACHEL HOUSE, TAIKA WAITITI U. A.

 

Was macht eigentlich eine WG voller Vampire die liebe lange Nacht? Wer wäscht das Geschirr, wer bringt den Müll raus? Und überhaupt – was passiert, wenn so ein Untoter statt Blut ganz andere Nahrung zu sich nimmt? Über diese Pseudo-Fakten hat uns der Neuseeländer Taika Waititi vor 5 Jahren relativ augenzwinkernd aufgeklärt – obwohl 5 Zimmer Küche Sarg jetzt nicht durchwegs ein geglückter Film ist. Aber zumindest macht er neugierig. Und neugierig hat mich auch das dritte Abenteuer von Thor gemacht. Der Tag der Entscheidung hat dann noch dazu meine Erwartungen erfüllt – denn so ein Genre und so ein Thema verlangen Künstler, die sich selbst, die Kunstrichtung Film und ihre zu erzählenden Geschichten von Grund auf nicht ganz ernst nehmen. Sie lachen gern darüber, schöpfen bei so einem Budget, wie Marvel es hat, aus dem Vollen und modellieren wie mit Fingerfarben und FIMO zum Beispiel ein reueloses Spektakel zwischen Mythen, Märchen und knallbunten Comic-Panels. Ein großer Wurf, dieses Thor-Abenteuer. Man sollte Waititi für ein weiteres Abenteuer aus dem Avengers-Kosmos verpflichten, aber mal sehen, was da kommt. Irgendwo zwischen dem Vampir-Klamauk und dem Blockbuster-Kino verirrte sich noch ein weiterer Film ins letztjährige sommerliche Outdoorkino, der im regulären Programm keinen Platz finden konnte: die skurrile Tragikomödie Wo die wilden Menschen jagen.

Das erinnert mich an das Kinderbuch von Maurice Sendak – Wo die wilden Kerle wohnen – 2009 verfilmt von Spike Jonze. Aber damit hat Waititi´s Film nichts zu tun. Die wilden Menschen sind in diesem Fall ein alter Grantler und ein kugelrunder Teenie. Letzterer ist das widerborstige Waisenkind Ricky Baker, der bei Pflegeeltern auf dem Land unterkommt. Pflegemama Bella weiß, wie dieser zynische Kleinbürger zu nehmen ist. Ihr Ehemann Hec weiß das nicht, denn der ist ein mürrischer Misanthrop, der sich in der Wildnis Neuseelands zwar auskennt, sozial aber überhaupt nichts am Kasten hat. Wie es das Schicksal leider will, segnet die fürsorgliche Ziehmutter unerwartet das Zeitliche – und der längst eingelebte Knabe Ricky Baker soll wieder zurück ins Heim geholt werden. Das geht natürlich gar nicht, dann also lieber in die Wildnis – und Ricky reißt aus. Dessen Flucht zieht einen ganzen Rattenschwanz an Verfolgern nach sich – von Polizei über Medien bis Fürsorge. Allen voran aber den alten Knurrhahn Hec, der sich, wie kann es wohl anders sein, mit seinem Schützling zwischen Farn, Fluss und Lagerfeuer so richtig väterlich anfreundet.

Eine schöne Geschichte – eine eigenwillige Umsetzung. Aber das ist typisch Waititi´s Handschrift. Wer die Vampir-Kommune und Thor´s Gladiatorenkampf mit Hulk kennt, wird auch bei Wo die wilden Menschen jagen bemerken, dass der Neuseeländer einen deutlichen Hang zur ausgelassenen Spielerei hat. Teilweise wirkt seine Waldkomödie wie ein Beitrag aus dem Kinderfernsehen, von Kindern inszeniert. Dann verbindet Waititi stille Momente der Schönheit mit schwarzem Humor. Seine Figuren sind stets positiv motiviert. Sie sind, auch wenn sie trauern – auch wenn sie wütend oder emotional gebeutelt sind – erfrischend mutig, unbeugsam und rotzfrech optimistisch. Am Ende könnte doch alles gut werden, zumindest ahnt Waititi das. Und es ist ihm auch hier ein Anliegen, das zu vermitteln, auch wenn das Versteckspiel in der Botanik immer knapp am Unglück vorbeischrammt. Was der großartig waldschratige Sam Neill und der trotzige Julian Dennison, den wir als Firefist aus Deadpool 2 kennen, verqueren Situationen alles abgewinnen können, bis gar nichts mehr geht, ist von kindlich-naivem Charme. Wie ein Cartoon für Nerds wie Ricky Baker – leicht zu konsumieren, scherzhaft fabulierend und in der Wahl inszenatorischer Extras abwechslungsreich und originell. Zwischendurch fällt es zwar etwas schwer, sich dauerhaft empathisch an die Fersen der beiden impulsiven Eigenbrötler zu heften, doch den beiden eine glückliche Zukunft zu wünschen wird zu einem echten Anliegen. Und dann freut man sich – wie Taika Waititi, der sichtlich Spaß am Filmemachen hat. Und sein Publikum diesen Umstand auch spüren lässt.

Wo die wilden Menschen jagen

Die Wüstensöhne

LACHEN ÜBER KAPUTTE TELLER

7/10

 

wuestensoehne© 1933 Hal Roach Studios / später MGM

 

LAND: USA 1933

REGIE: WILLIAM A. SEITER

CAST: STAN LAUREL, OLIVER HARDY, CHARLEY CHASE, MAE BUSCH, DOROTHY CHRISTY U. A.

 

Zwischen all den aktuellen und gerade mal noch aktuellen Filmerscheinungen versuche ich zumindest gelegentlich, die Geschichte des Kinos an sich nicht zu vernachlässigen. In Anbetracht meiner Watchlist eigentlich kaum erfüllbar – aber es geht dann doch, und so manches themenspezifische TV-Sonderprogramm erinnert an kinematographische Bildungslücken, die zu schließen eigentlich fast schon Pflicht wären. Wie zum Beispiel Filme aus den 30er Jahren, aus der Ära der Urväter des Buddy-Kinos. Und zwar aus der Erfolgsstory von niemand Geringerem als Stan Laurel & Oliver Hardy.

Jetzt ehrlich – schon mal wirklich zur Gänze einen abendfüllenden Spielfilm der beiden Spaßmacher gesehen? Ein guter Freund von mir und ausgesprochener Fan der beiden Knallerbsen würde sagen: Ja. Ehrlich gesagt habe ich im Gegensatz dazu diese Chance noch nicht ergriffen, obwohl die über hundert Jahre alten Breitenseer Lichtspiele relativ regelmäßig Filme von Stan und Ollie im Programm haben. Aber egal, es ist nun mal so, dass ich die beiden, die gefühlt andauernd irgendein Klavier von A nach B schleppen müssen oder Torten ins Gesicht bekommen, maximal in Herbert Prikopa´s Kinder-Anthologie Auch Spaß muss sein (ORF-Nachmittagskonsumierer aus den 80ern werden sich erinnern) schadenfroh bemitleiden konnte. Die andauernden Missgeschicke in verwaschenem Schwarzweiß waren für mich damals sogar etwas spooky. Zeitgemäß war anders. Und lustig auch. Eine gewisse Faszination konnte ich dem andauernden Stolpern und Scheitern aber schon damals nicht ganz absprechen.

Also gut, die Lücke muss gefüllt werden. Womit am besten? Die beiden Komiker können ja posthum auf ein unglaubliches Oeuvre zurückblicken. Einer Fernsehzeitschrift und diversen Kritikern nach zu urteilen wäre die Komödie Die Wüstensöhne wohl einer ihrer besten Werke. Na dann: her damit, das Wohnzimmerlicht gedimmt und die Kiste angeworfen. Mal sehen, wie Laurel & Hardy in über 60 Minuten am Stück auf mich wirken. Und verfehlt diese Art von Humor in Zeiten wie diesen, wo das Publikum schon alles hundertfach gesehen hat, nicht ohnehin schon seine Wirkung? Wie sehr kann zerbrochenes Porzellan auf den Köpfen anderer, wie sehr kann das Abrutschen in wassergefüllte Bottiche oder Schläge mit den Balken auf Hinterteile überhaupt noch das Zwerchfell erschüttern?

Nun, da muss ich mal festhalten – diese Art Slapstick-Komik, die gibt es schon lange nicht mehr. Der Klamauk der letzten Dekaden bezog sich eher auf Fäkalhumor und Sex, hysterischem Gelaber und debilen Zoten. Das ist aber nicht die Art des Unterhaltens, die der Dicke und der Doofe wohl als vergnüglich empfanden. Die Darbietungen der beiden entsprechen clowneskem, erfrischend analogem Zirkus-Entertainment aus einer Zeit, in der sich Medien jenseits von Live-Auftritten auf Bücher, Schellacks und knatterndem Kino beschränkten. Zu dieser Zeit  war Charlie Chaplin längst Teil von United Artists und hatte seine Klassiker wie Moderne Zeiten und Der große Diktator noch gar nicht abgedreht. Die Marx Brothers mit ihren gelenkigen Eskapaden befanden sich gerade im Krieg (Duck Soup) und Buster Keaton war als deren Drehbuchschreiber unterwegs. Eine Epoche also der expressiven Komik, in der Understatement wenig gefragt war und der plakative Witz Zerstreuung suchende Gemüter kurze Auszeiten gönnte.

Tatsächlich wohnt in der straff inszenierten Boulevardkomödie von Produzent Hal Roach – zur damaligen Zeit quasi „die“ Institution der leichten Unterhaltung – eine Situationskomik inne, die damals oft zitierte und aufs Korn genommene Beziehungs- und Gesellschaftsmuster in burlesker Anarchie ausschlachtet. Die Ehe als duldsames oder unduldsames Matriarchat degradiert die beiden devoten Maulhelden, die Laurel & Hardy fernab ihrer Liebsten natürlich sind, zu Günstlingen eines weiblichen Selbstbewusstseins, welches zum Gebaren eines Hausdrachens verzerrt wird, der zwar schimpft und tadelt, bei Schwäche des Ehegatten allerdings aufopferungsvolle Mutterinstinkte freilegt. Das ist schon eine reichlich obsolete und natürlich völlig polemische Karikatur von Mann und Frau, bietet aber eine Fülle an komödiantischen Fettnäpfchen, in welche die beiden Kindsköpfe schlittern, sich dabei verplaudern, vieles verspielen und am Versuch, den Verboten der Liebsten zu trotzen, grandios scheitern.

Das ist einerseits völlig verstaubt, seltsam bizarr und aus der Zeit – andererseits aber aufgrund dieser langen Stil-Abstinenz ein Kuriosum aus vergangenen Tagen, ein filmisches Museumsstück, das unbedingt und empfehlenswerter Weise aus diesem Blickwinkel betrachtet werden sollte. Die Wüstensöhne als Stichprobe aus einer ganzen Werkschau, das ist bühnenhafter, mal brachialer, mal detailverliebter Retro-Spaß, auf den man sich gut einlassen kann – und Oliver Hardy´s verzweifelt-resignative Mimik sowie Stan Laurel´s Köpfchenkratzen dann umso mehr genießt. Das ist Kult, der schon so alt ist, dass er fasst schon wieder innovativ wirkt.

Die Wüstensöhne

Game Night

DIE WOLLEN NUR SPIELEN

5/10

 

GAME NIGHT© 2017 Warner Bros. Ent. Inc.

 

LAND: USA 2018

REGIE: JOHN FRANCIS DALEY, JONATHAN GOLDSTEIN

MIT JASON BATEMAN, RACHEL MCADAMS, JESSE PLEMONS, KYLE CHANDLER U. A.

 

Spieleabende – ja, die kenn ich. Eine erlesene Auswahl an sozial kompetenten Freunden, jeder bringt etwas mit, ob Bier oder Naschkram, und dann dauert das Ganze bis spät in die Nacht. Wie die Wohnung hinterher aussieht, das wage ich nicht zu beschreiben. Jedenfalls ist das Chaos danach meist nicht ganz so nachhaltig wie bei diesem Live-Act-Agentenspiel von Schnöselbruder Brooks aka Kyle Chandler, der die Spieleabende von „Max“ Jason Bateman nur zu gut kennt und unbedingt noch eins draufsetzen will, was Exklusivität betrifft. Blöd nur, dass genau zur selben Zeit nicht nur Fake-Kriminelle, sondern auch tatsächliche böse Buben unterwegs sind, und die alle gemeinsam das selbe Ziel haben – den Spieleabend zu crashen. Das Verwirrspiel ist alsbald perfekt, die Regeln des Spiels kennt sowieso niemand mehr und so gut wie alle, die man nicht beim Namen kennt, sind Teil der Spielidee.

Regie-Jungspund John Francis Daley, der den unsäglichen Neuaufguss des Griswolds-Klamauk zu verantworten hat, gibt sich in Game Night zum Glück etwas weniger derb, obwohl auch hier vulgäre Kalauer ihre Sendezeit bekommen. Die Idee, ein Detektivspiel aus dem Ruder laufen zu lassen, gabs schon in Robert Moore´s Eine Leiche zum Dessert. Die Gäste waren damals allesamt ikonische Schnüfflerpromis, die tatsächlich einen Mord aufzuklären hatten. In Game Night wird der Gastgeber entführt – und keiner der Anwesenden hat das Zeug zum Hobby-Sherlock Holmes. Dabei ahnt noch keiner, dass die Hopsnahme des überheblichen Bruders längst nicht mehr Teil der gebuchten Show ist. Entsprechend gelangweilt kommen die Freunde in die Gänge, entsprechend konfus gestaltet sich die Lösung des Falls. Und entsprechend den Erwartungen passieren Dinge, die einfach passieren müssen, ohne zu überraschen. Die Krimikomödie verschenkt ihr Mehr-Schein-als-Sein-Potenzial, hält den hakenschlagenden Hasen an den Hinterläufen und bemüht sich nicht mal, die Vorhersehbarkeit des scheinbar Unvorhersehbaren zu unterlaufen.

Viel mehr lässt sich über Game Night nicht berichten. Boulevardkomödien im Kellertheater sind kurioser, lassen den Spaß an der Verwechslung auch so richtig von der Leine. Das kann die nächtliche Eskapade mit Schauspielern in gewohnt routinierter Panik nur ansatzweise für sich nutzen. Dass da mehr drin gewesen wäre, liegt vielleicht wirklich am Ensemble, oder an der Selbstzufriedenheit des Regisseurs – oder überhaupt in der Wahl des Spiels. Aber so sind die Regeln. Und man geht nicht zu einem Spieleabend, um sie zu brechen. Man inszeniert auch keine Komödie, um neue Regeln aufzustellen. Da haben die Filmemacher wohl etwas verwechselt – oder nicht? Wie auch immer – ist mal ein Film vonnöten, der angenehm unterfordert und nicht so perfide hinters Licht führt wie David Fincher´s The Game, dann ist Game Night genau die richtige Wahl. Zündende Ideen für das eigene spielerische Freundeskreis-Revival sucht man allerdings vergebens.

Game Night

Der Junge muss an die frische Luft

HUMOR IST, WENN MAN TROTZDEM LACHT

6,5/10

 

frischeluft© 2018 Warner Bros. Deutschland

 

LAND: DEUTSCHLAND 2018

REGIE: CAROLINE LINK

CAST: JULIUS WECKAUF, LUISE HEYER, SÖNKE MÖHRING, HEDI KRIEGESKOTTE, JOACHIM KROL, URSULA WERNER U. A. 

 

Was wurde eigentlich aus Hape Kerkeling? 2014 hat er sich doch anlässlich seines 50ers weitestgehend aus dem Showgeschäft zurückgezogen. Untätig ist er aber dennoch nicht geblieben. Nach dem so vergnüglichen wie besinnlichen Bestseller Ich bin dann mal weg, der 2006 erschien und Hape´s Erfahrungen und Betrachtungen auf dem Jakobsweg zum Thema hatte, könnte die Verarbeitung der eigenen Kindheit in autobiografischer Buchform womöglich auch eine gewisse Bandbreite an Lesern erreichen, bekannt genug ist der Komödiant nicht nur als Horst Schlämmer, und da er seit gut 4 Jahren ohnehin nur noch als Synchronstimme präsent gewesen war (u. a. Die Eiskönigin und Kung Fu Panda), nimmt die interessierte Fangemeinde, was sie kriegen kann. Wenn das noch die eigenen Erinnerungen aus einem Westdeutschland Anfang der Siebziger Jahre sind, und wo es ganz viel um Familie und Schicksal geht, ist ein zweiter Bestseller garantiert. Doch eines sollte man vorweg wissen: das Werk mit dem so treffenden wie augenzwinkernden Titel Der Junge muss an die frische Luft ist weder eine Art Greg´s Tagebuch auf recklinghauserisch, noch ein Michel von Lönneberga – sondern etwas ganz zerbrechlich Zartes, eine wehmütige Erzählung aus einem schicksalhaften Damals, in der eigentlich nichts so lustig war, wie es später in Kerkelings Oeuvre gang und gäbe sein wird. Caroline Link, die mit Nirgendwo in Afrika 2003 den Oscar gewinnen konnte, hat den großen deutschen Entertainer dazu eingeladen, in enger Zusammenarbeit und im steten Dialog das berührende Buch über eine Kindheit voller Lachen und Weinen behutsam zu verfilmen.

Daraus geworden ist zwar nicht etwas ganz anderes, als ich erwartet hätte, aber zumindest ein unerwartet schwermütiger Film, der weitab einer unbekümmerten Kindheit längst nicht so erbaulich ist, wie der Trailer vorab vermuten ließ, obwohl man auch da schon mitbekommt, dass sich das Erzählte um das Schicksal von Hape´s Mutter drehen wird. Der ganze große Film allerdings verspricht, noch tiefer in die Finsternis ohnmächtiger Kindersorgen vorzudringen, wobei szenenweise Erinnerungen an Adrian Goiginger´s eigener autobiografischer Aufarbeitung Die Beste aller Welten wach werden. Auch dort geht es um ein Kind, das versucht, die Unpässlichkeiten der Eltern auszugleichen und sich anzupassen. Drogen und sozialer Missstand sind dort das Thema, während bei Der Junge muss an die frische Luft Mutter Kerkeling aufgrund einer Nebenhöhlenoperation Geruchs- und Geschmackssinn verliert. Damit einhergehend stürzt die junge Frau in eine tiefe Depression. So ein psychisches Leiden ist, wie ich finde, für ein Kind ohnehin noch schwerer nachzuvollziehen als für einen Erwachsenen. Doch der kleine Hans Peter, gesegnet mit einer ordentlichen Portion Sinn für Humor und einem publikumswirksamen Hang zur Parodie diverser Charaktere aus dem eigenen Alltag, weiß seine Mama stets zum Lachen zu bringen. Der spontane Witz in Momenten, die alles andere als eine launige Präsentationsfläche für skurrile Scherze bieten, scheint die Schwermütigkeit des geliebten Menschen zumindest für Minuten zu vertreiben. Humor als die Möglichkeit, der Widrigkeit des Lebens zu trotzen – bis gar nichts mehr geht. Und auch der kleine Hans Peter das größte seiner Talente zu verlieren scheint.

Mit Julius Weckauf hat Caroline Link treffsicheres Gespür bewiesen – so wie mit all dem übrigen Ensemble auch. Der elfjährige Junge ist so wie Jeremy Miliker aus Goiginger´s erwähntem Film ein Naturtalent, wenn es darum geht, die unterschiedlichsten Situationen emotional aufzugreifen. Kann gut sein, dass Kerkeling selber bei Betrachtung von Weckauf´s Schauspiel tatsächlich sich selbst sehen konnte. Umso schmerzlicher womöglich, die schwere Zeit von damals noch dazu in bewegten Bildern zu betrachten, die womöglich sehr genau der eigenen Wahrnehmung von damals entsprechen. Und ja, der Humor macht sogar für das Publikum einiges leichter, denn ohne ihn wäre das teils herzzerreißende Drama schwer zu ertragen. Die Szene, in welcher der trauernde Junge um den leeren Küchenstuhl seiner Mutter tanzt, im Pyjama mitten in der Nacht, und mit dem Licht der Wärmelampe, mit der sich Mama stets zu therapieren versucht hat, ist von bittersüßer Wehmut und spiegelt den Seelenzustand Kerkelings als Gänsehautmoment wieder.

Wenngleich Der Junge muss an die frische Luft es nicht wagt, aus der konventionellen Chronik einer Biographie auszubrechen, und die Szenen einer Kindheit Stück für Stück aneinandergereiht sind, ohne ineinander zu fließen, ist das mit 70er Schlagern unterlegte, tragikomische Drama einer Kindheit voll aufrichtiger Wehmut und blickt mit erhobenem Blick nach vorne. Traurig ist der Film dennoch, aber niemals rührselig. Das Durchatmen mag am Ende des Filmes immer schwerer werden, der Kloß im Hals garantiert, spätestens dann, wenn Hape Kerkeling selbst aus dem Off abschließende Worte sagt. Kurzum: Humor ist also, wenn man trotzdem lacht. Und dabei nicht vergisst, wer man ist. Das hat Deutschlands großer Spaßmacher schon damals verstanden.

Der Junge muss an die frische Luft

25 km/h

RAUS AUS DER KOMFORTZONE

6/10

 

25kmh© 2018 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

 

LAND: DEUTSCHLAND 2018

REGIE: MARKUS GOLLER

CAST: LARS EIDINGER, BJARNE MÄDEL, SANDRA HÜLLER, FRANKE POTENTE, ALEXANDRA MARIA LARA, JELLA HAASE, WOTAN WILKE MÖHRING U. A.

 

Wie sagen wir bei uns hier in Österreich? „A schene Leich“. Das ist leider allzu oft der Anlass schlechthin, zu welchem sich lange nicht gesehene und verschollene Verwandte wieder ans Tageslicht räkeln. Da tauchen sie plötzlich auf, die Angehörigen zweiten, dritten und was weiß ich wie vielen Grades, um den Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Manchmal kann es sein, und die eigenen Kinder marschieren vor dem geöffneten Grab auf, auch wenn sie vielleicht mehrere Dekaden lang fast schon selbst für tot erklärt wurden. Bei einem Begräbnis, da hört sich der Groll dann doch auf. Wenn es um den Tod geht, wollen alle wieder ganz nah beisammen sein. Auch der vielbeschäftigte Businessman Christian, gespielt von Lars Eidinger, der zwar endlich mal wieder die Heimat seiner Kindheit wieder aufsucht, aber selbst bei der Einsegnung viel zu spät antanzt. Das kann Bruder Georg kann nicht gut vertragen. Also gibt’s Anfangs mal Stunk, bis das Eis zwischen den ehemals Unzertrennlichen – man sieht es anfangs anhand nachgestellter Super 8-Filme, wie sehr Christian und Georg einander mochten – langsam schmilzt. Ein Besuch auf dem Dachboden bringt dann auch wieder ein altes Vorhaben in Erinnerung: nämlich eine Tour vom Schwarzwald bis an die Ostsee, und zwar mit zwei ziemlich ramponierten Mofas. Zwischendurch ist dann alles Verbotene Pflicht, so die Idee in den Köpfen der damals 15jährigen. Mit genug Alkohol im Blut und einer momentanen Wurstigkeit dem Leben gegenüber werden die fahrbaren Untersätze aus der Scheune gekramt und los geht´s. Was dann kommen soll, ist entweder Bestimmung oder die Lösung von Problemen, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht artikuliert sind.

So fahren sie dahin, in Markus Goller´s Roadmovie unter der 30er Zone. Mit Roadmovies kennt sich Goller ja schließlich ganz gut aus. Dieses Genre des Reisefilms birgt wie kaum ein anderes wirklich gute Chancen auf ungetrübte Selbstfindung. Darüber hinaus ist das Gefühl von Freiheit nicht weniger zum Greifen nah. Raus aus dem Trott der Trübseligkeit, Goodbye Tristesse! Auch mit seinen Filmen Frau Ella und Simpel war Goller bevorzugt auf den Straßen unterwegs, also ist 25 km/h eine ähnlich angelegte Tragikomödie, die noch dazu zwei hinreißende Schauspieler vor der Kamera agieren lassen darf. Wovon der eine, Bjarne Mädel, eine lakonisch-depressive Grummeligkeit an den Tag legt, die gut und gerne in einem Film von Aki Kaurismäki auftauchen könnte. Lars Eidinger ist im Gegensatz dazu der so fahrige wie extrovertierte der Beiden. Laufend treffen sie also auf Gestalten am Rande der Straße. Auf nicht weniger sehnsüchtige Individuen, die entweder Gewesenem nachweinen, die Wurzel des Daseins suchen oder glauben, sie sind die Größten. Goller gewann dafür jede Menge namhafte deutsche Stars, unter anderem lässt sich wieder mal Franka Potente blicken, die ich zuletzt in der von Ridleys Scott produzierten History-Serie Taboo an der Seite von Tom Hardy entdecken konnte. Wie auch immer, sie alle haben Freude am Spiel. Und dennoch springt die Zündung manchmal nicht so ganz auf das kauzig-melancholische und teils schräge Easy Rider-Filmchen über.

Das Ziel ist wie so meist das Meer, und auch in 25 km/h fordert die Schwarzwälder „Bucket-List“ als letzten Punkt das Wasserlassen in die Ostsee. Bis dahin aber sind es doch eher leere Kilometer, wenn es darum geht, dem Unerwarteten zu begegnen. Goller hält sich trotz aller teils skurrilen Momente relativ streng an bewährte Muster für eine Tragikomödie über Land. Es wird gelacht, geweint und natürlich erkannt, was das Wichtigste im Leben ist. So richtig witzig wird 25 km/h nie, es ist ein Film zum Schmunzeln. Einer, der gute Laune macht, seine Meilensteine mit vielen bekannten Gesichtern spickt und grundsätzlich wirklich gut meint mit seinen beiden gescheitert scheinenden Single-Männern, die da im Begräbnis-Anzug fast schon den Blues Brothers gleich durch beeindruckende, sonnendurchflutete Landschaften eines deutschen Sommers tingeln. So ansprechend hat man die scheinbar endlosen Waldgebiete im Südwesten unseres Nachbarlandes selten gesehen. Und auch gen Norden lässt sich die eine oder andere Gegend als besuchenswert klassifizieren. Wobei an Berlin sowieso kein weg vorbeiführt. Das ist erquickend und irgendwie beruhigend. So aufgeregt unaufgeregt, weil vorhersehbar führt Goller seinen kleinen Film durch die gefälligen Höhen und Tiefen einer Streckentherapie, die eigentlich nicht weh tut und nur in manchen Fällen ein bisschen Überwindung kostet. Und dieses bisschen Überwindung, die kann ein Leben verändern. Meist zum Guten.

25 km/h

Smallfoot

ZEIGT HER EURE FÜSSE

7/10

 

smallfoot© 2000-2018 Warner Bros.

 

LAND: USA 2018

REGIE: KAREY KIRKPATRICK, JASON REISIG

MIT DEN STIMMEN VON: CHANNING TATUM (KOSTJA ULLMANN), GINA RODRIGUEZ, ZENDAYA, JAMES CORDEN U. A.

 

Reinhold Messner hat als Vortragender und High Society-Abenteurer wohl genug um die Ohren, um ins Kino zu gehen, aber diesen Film sollte er sich wirklich nicht entgehen lassen. Wie wir wissen, hat der Südtiroler Extrembergsteiger vor langer Zeit ja tatsächlich Stein und Bein geschworen, einem gigantischen weißen Fellknäuel, der im Volksmund Yeti genannt wird, begegnet zu sein – bis er irgendwann diese marktschreierische Lüge leider dementieren musste. Nach der Sichtung von Smallfoot könnte man ja dazu geneigt sein, Messner´s Dementi auch in einem anderen Licht zu betrachten. Und all diejenigen, die ein Faible für komödiantische Animationsfilme haben, können den vollbärtigen Brixener ruhig begleiten. Denn Smallfoot ist eine enorm liebevolle Bergtour bis jenseits der Wolken geworden. Und was Smallfoot vor allem anderen auszeichnet: die phantastische, aufwändig entworfene Schneeballschlacht von Drehbuchspezialist Karey Kirkpatrick und Jason Reisig ist zum Brüllen komisch.

Man kann den Spieß auch umdrehen und daran zweifeln, dass es den Smallfoot – in diesem Fall die Spezies Homo sapiens – in Wirklichkeit überhaupt gibt. Das lässt sich leicht machen, sofern man selbst ein Yeti ist, und als Yeti irgendwo am Berg in völliger Isolation seiner eigenen eiskalten, aber alles andere als unterkühlten Kultur frönt. Wer weiß, was Reinhold Messer alles gesehen hat – vielleicht so viel wie dieser unglückliche Bruchpilot, der vor den Toren der klirrend kalten Festung der Yetis niedergeht. Migo, der so blaulippige wie nasenlose wandelnde Bettvorleger, ist zur rechten Zeit am rechten Ort, um eines dieser mythischen Menschenwesen mit eigenen Augen zu sehen. Warum ihm danach keiner glaubt, und warum Migo verbannt wird und wieso das Oberhaupt des kleinen Reiches ein zentnerschweres Steingewand mit sich herumträgt, darüber verliere ich jetzt nicht allzu viele Worte, denn der Reiz des vorwiegend in geschmackvollen Blau-, Türkis und Lilatönen kolorierten, geistreichen Komödie liegt in den originellen inhaltlichen Details, die den Alltag der Schneemonster umreißen. Spätestens dann, wenn sich die fleischgewordenen kryptozoologischen Unikume talwärts bewegen, gibt es humoristisch gesehen kein Halten mehr.

Normalerweise sind die Drehbücher für Animationskomödien eine Aneinanderreihung schriller Slapstickszenen, die den eigentlichen Plot untergeordnet wissen. Bei Pixar ist es meist umgekehrt. Dass die Warner Animation Group Ähnliches zuwege bringen kann, erstaunt mich dann doch. Die großartigsten Momente sind nicht unbedingt die immer wiederkehrenden Gesangseinlagen, die an Frozen erinnern, die aber junges, weibliches Publikum nachhaltig an sich binden, sondern der Sichtwechsel zwischen Mensch und Yeti. Für letztere sprechen Menschen piepsendes Kauderwelsch, und für unsereins können Yetis nichts anderes als grölen und brüllen. Diese leidenschaftlich zelebrierte Differenz birgt eine Situationskomik, die ungefähr so unterhaltsam ist wie die Sicht der kalaharischen N´Xau auf die Zivilisation in Die Götter müssen verrückt sein. Das ist so charmanter wie augenzwinkernder Humor, und umrahmt sogar pädagogisch wertvolle Botschaften wie Respekt, Völkerverständigung, Toleranz und die Neugier, doch einfach mal hinter den Horizont zu blicken – wo vielleicht ein paar Antworten warten. Auf Fragen, die lange schon gestellt sind.

Ob es den Yeti gibt, ist rückblickend ganz einerlei. Es ist schon erfüllend genug, dass das augenscheinlich gutmütige Wesen in unserer Vorstellung Gestalt annimmt – und in so atemberaubend animierten Filmen wie Smallfoot seinen barfüßigen Auftritt erhält.

Smallfoot

Deadpool 2

BEKENNTNISSE EINES KAMIKAZE-COMIKERS

7/10

 

deadpool2© 2018 Twentieth Century Fox

 

LAND: USA 2018

REGIE: DAVID LEITCH

MIT RYAN REYNOLDS, JOSH BROLIN, T.J. MILLER, MORENA BACCARIN, JULIAN DENNISON, ZAZIE BEETZ, EDDIE MARSAN U. A.

 

Messianische Wiedererweckung ist für diesen Lazarus kein Thema. Waschbär Rocket würde mit ihm gut und gerne abhängen, ist der Guardian of the Galaxy doch der einzige aus dem Marvel-Universum, der ein ähnliches Großmaul hat wie der unkaputtbare Wade Wilson, seines Zeichens eine coole Socke, hauteng eingezwängt in eine ebensolche rot gefärbte, mit allerhand Equipment um die Lenden und nichts mehr zu verlieren. Zumindest nicht mehr sein Leben, denn der schlimme Finger mit dem Schandmaul und temporärer ADHS ist zwar unheilbar an Krebs erkrankt, hat sich aber aufgrund seiner Bereitschaft zum Versuchskaninchen eine Auszeit von Tod und Verderben gekrallt, Ablaufdatum unbefristet. Und man kann ihn hauen, ihn treten, oder seine Visage zerkneten, ihn halbieren oder in die Luft sprengen – der sarkastische Schwertmeister und Ex-Soldat ist das unverschämteste Stehaufmännchen unter der Sonne einer in Panels festgehaltenen Welt. Ähnlich einem Zombie, nur braucht Wilson kein Blut, sondern Input für seinen üblen Wortschatz und ein stetes Update, was die Popkultur betrifft, denn ohne Seitenhiebe auf hippe Klassiker aus Film, Musik und Fernsehen wäre Deadpool nur der halbe Rotzbub, der er ist. Zugegeben, da wird selbst Steven Spielberg mit seinem unlängst erschienenen Ready Player One etwas kleinlaut, denn es bleibt unsicher zu sagen, welcher von den beiden Filmen nicht mehr Bild- und Wortzitate vom Stapel lässt. Das jüngere Publikum wird auch hier zwar mitlachen, aber eher ratlos.

David Leitch, der mit Atomic Blonde eine wirklich sensationell aparte Charlize Theron ins geheimdienstliche Berlin der 80er Jahre geschickt hat, wird in der Inszenierung von Deadpool 2 sicherlich großen Spaß gehabt haben. Und nicht nur er. Für Ryan Reynolds ist Deadpool ohnehin ein Herzensprojekt, der Lieblingskuschelheld, ein treues Alter Ego, verloren irgendwo im X-Men-Universum. Dass der Freddy Krüger unter den Superhelden bereits seinen Auftritt in X-Men Origins: Wolverine gehabt haben soll – daran kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Der irre Charaktermix aus dem eingangs bereits erwähnten Waschbären Rocket, Beverly Hills Cop, der Braut aus Kill Bill und Schimpfbär Ted ist gleich einem Schweizer Taschenmesser überall einsetz- und zweckentfremdbar. Diese Geschmeidigkeit, gepaart mit der Dauerbefeuerung deftiger Kalauer meist unterhalb der Gürtellinie weiß das wenig zartbesaitete Zielpublikum mittlerweile gut und gerne zu schätzen. Das haben wir beim bahnbrechenden Erfolg des ersten Teils schon gesehen. Und Teil 2 wird unter dieser Rezeptur nicht weniger die Kassen klingeln lassen. Dabei ist das Sequel ohnedies deutlich lässiger und witziger geworden. Klar lässt die Anspannung nach, wenn man weiß, dass das Einmaleins des roten Rächers aufgeht. Etwas mühsam wird es dann, wenn der neurotische Charakter jeden Gedanken verbalisiert. Deadpool schert sich um nichts, ist dadurch aber auch eine relativ anstrengende Figur, die man im echten Leben womöglich nur in sehr konzentrierten Dosen vertragen kann.

In seiner Hassliebe zu den X-Men gründet er die X-Force, um einem impulsiven brandgefährlichen Jungspund Herr zu werden, der, einst im Waisenhaus für Mutanten misshandelt, Rache üben will. Im Grunde ist damit die ganze Geschichte erzählt, die tatsächlich als relativ dünner roter Zwirn durch eine komödiantische Revue für Erwachsene führt, die zwischendurch mit furioser Action unterhält und da und dort mal in überzeichneter Brutalität Blut spritzen lässt. Moment, da wäre aber noch Workaholic Josh Brolin, der zurzeit in fast jedem Film mitzuwirken scheint, in Deadpool 2 aber seiner Figur des Zeitreisenden Cable die platten Attitüden eines Dolph Lundgren aus Universal Soldier verleiht. Mit seiner eigenen Performance des Thanos kann er da nicht mehr mithalten. Das können aber die meisten hier nicht, ausgenommen die aparte Newcomerin Zazie Beetz als Domino und  natürlich Bürohengst Peter, der sich dem Superhelden-Cast nur spaßhalber stellt. Der zusammengewürfelte Haufen fragwürdiger Einzelkämpfer erinnert an die Selbsthilfegruppe aus der charmanten Antihelden-Parodie Mystery Men mit Ben Stiller. Mit derart schrägen Einfällen trifft Deadpool 2 tatsächlich vermehrt ins Schwarze. Die Gagparade macht enormen Spaß, die noch dazu mit fetzigem Sound und alten Hadern untermalt als saucoole Performance durchgeht, die aber weder nachhaltig berührt noch lange in Erinnerung bleibt. Dafür auf der Habenseite: Mehrmals-Sichtung ohne Abnützungserscheinungen.

Deadpool 2 ist Comic-Kabarett fürs nerdige Bierzelt, die Stinkefinger-Antwort auf Wolverine und akkurat aufrichtige Gutmensch-Helden mit Stil. Der ist für Deadpool tatsächlich nur das Ende des Besens. Und für den Moment und für nichts anderes hat der Fan außerdem mal das Gefühl, sich selbst so ziemlich reuelos nichts scheissen zu müssen.

Deadpool 2