Alita: Battle Angel

SCHAU MIR IN DIE AUGEN, KLEINER

8/10

 

alita© 2019 20th Century Fox Deutschland GmbH

 

LAND: USA, ARGENTINIEN, KANADA 2019

REGIE: ROBERT RODRIGUEZ

CAST: ROSA SALAZAR, CHRISTOPH WALTZ, JENNIFER CONNELLY, MAHERSHALA ALI, ED SKREIN, KEEAN JOHNSON, JACKIE EARL HALEY U. A.

 

Was haben Tim Burton und Robert Rodriguez gemeinsam? Augenscheinlich erstmals nichts, doch eigentlich machen beide große Augen. Burton hat die True Story von Margaret Keane erzählt, die Portraits trauriger Kinder mit exorbitant gepimptem Sehsinn aufs Papier gebracht hat. Die Künstlerin, die ewig im Schatten ihres Mannes gestanden hat, hätte mit Sicherheit an der Manga-Ikone Alita ihre Freude gehabt. Wüssten wir nicht, dass Alita ganz anderen Quellen zuzuordnen ist, hätte Margaret Keane – wäre sie dem Gestalten von Graphic Novels zugetan gewesen – einen Charakter wie Alita ohne weiteres entwerfen können. Die Blicke, die das Cyborgmädchen austeilt, sind mitunter genauso sehnsüchtig, unsicher und traurig wie jene Gesichter, die in den 60ern auf allen möglichen Printmedien in hohen Auflagen gedruckt wurden. Was Burton und Rodriguez noch gemeinsam haben – und das betrifft sogar noch die gleichen beiden Filme: Das ist Christoph Waltz. Große Augen, und nebstbei einer, der es gut meinen will. Gut, in Big Eyes wohl weniger, in Alita: Battle Angel sehr wohl. Waltz ist diesmal so was wie eine Art Geppetto, ein Prothesenschuster für biomechanische Roboter, für Cyborgs eben, deren einziger wesentlicher Unterschied zu seelenlosen Robotern darin besteht, dass sie eben Seele haben, ein menschliches Gehirn – und ein Gesicht. So gesehen unterscheidet sie von einer rein organischen Person eigentlich gar nichts, geht es doch in erster Linie um die Persönlichkeit eines Wesens, um dessen Fähigkeit, abstrakt zu denken, vor allem zu fühlen – und diese Gefühle zu zeigen.

Alita – das ist der Pinocchio des neuen Jahrtausends. Der Fuchs und der Kater – das sind Kopfgeldjäger und grimmige Schlächter, die auf wehrlose Menschen losgehen und menschliche Organe beschaffen sollen – für einen kafkaesken Überherren, der sich Nova nennt, der in der einzig noch übrigen schwebenden Stadt namens Salem seine verschwörerische Herrschaft ausübt – und den wüsten Moloch darunter, nämlich Iron City, als millionenschweres Ersatzteillager sieht. In diesem urbanen Machts- und Ohnmachtsgefüge entdeckt unser Geppetto in den Untiefen eines Schrottplatzes indischer Größenordnung den Torso eines künstlichen Mädchens, nimmt diesen mit und schenkt der Kleinen einen neuen Körper – nicht ganz uneigennützig, wie sich später herausstellen wird. Alita kann sich an nichts mehr erinnern, ist wie ein kleines Kind, entdeckt, was es kann und wozu es fähig ist – und begreift, dass ein „Hardbody“ wie sie etwas verspürt, was doch eigentlich nur rein organische Menschen können: Liebe.

Und genau darin liegt die Qualität dieses beeindruckenden Cyberpunk-Märchens, das schon jetzt zu einer der größten Überraschungen des Kinojahres 2019 gehören könnte. Alita: Battle Angel strotzt nur so vor kybernetischen Kreationen – diese Freakshow an mechanischen Mutationen, Missgeburten und Verwandten des Terminator lässt das eher sterile Ghost in the Shell oder die Dystopie von Mad Max ziemlich blass aussehen. Wer hier durch die eiserne Stadt des 26. Jahrhunderts streift, darf wirklich nicht schreckhaft sein. Da wäre mir spontan gesagt lieber, all die künstlichen Menschen gar nicht mal als solche unterscheiden zu können. Doch wäre das besser? Dann hätten wir einen Ist-Zustand ganz so wie in Blade Runner, wo das Gespenst sozialer Hackordnung wie ein schwermütiger, bedrohlicher Feinstaub über all den Straßen und Neonlichtern liegt. Oder Battlestar Galactica, wo die Zylonen nicht mal selbst wissen, ob sie künstlich sind oder nicht. In Alita legt die Gesellschaft einer fernen Zukunft gleich alle Karten auf den Tisch. Man weiß, woran man ist. Man sieht mit Schrecken, wer hier seine Damaszenerklinge schwingt. Vielleicht macht das ein gesellschaftliches Zusammenleben einfacher und Hexenjagden unmöglich. Ein weiterer interessanter Aspekt ist, das die Cyborgs aus dem Alita-Universum im Grunde zwar nach humanoiden Mustern konstruiert sind, das Menschsein in dieser fernen Zukunft aber von wenigen, aber bestimmten Faktoren abhängt. Ein Cyborg zu sein ist in so einer Welt womöglich bereits von Vorteil. Dennoch bewahren sich diese Individuen etwas, wofür es keine künstliche Alternative gibt: Nämlich ihr Gesicht. Da können die Maschinen noch so monströs sein, wie im Falle von Grewishka – doch selbst dieses Ungetüm trägt den Spiegel seiner wütenden Emotionen als menschliches Antlitz zwischen all seiner Hydraulik. Zu sehen, wie der andere lacht, weint, wie er wütend wird oder glücklich ist – die Mimik eines Menschen ist durch nichts zu ersetzen, sie ist das Buch der Emotionen und des Empfindens. Womöglich hätte C-3PO selbst gern so ein Gesicht – aber der ist ja ein Roboter.

Gegenwärtig lassen die sozialen Medien dieses Buch der Emotionen außen vor, und die Posting-Plattformen verkommen zur Selbstironie. Da helfen nicht mal mehr Emoticons, diese genormten Abziehbilder ohne Persönlichkeit. Da sind die Maschinenmenschen in ferner Zukunft schon wieder etwas klüger. In ihren Gesichtern steckt die Würde ihres Selbst. Und im Gehirn sitzt die Seele. Der Mensch – auf das Wesentliche reduziert. Und das Unwesentliche ist austauschbar. So wechselt auch Alita irgendwann ihren Körper, bleibt aber immer sie selbst. Und was die wichtigste Erkenntnis dabei ist: Ob Androiden von elektronischen Schafen träumen, sei dahingestellt – Cyborgs tun das auf jeden Fall.

Robert Rodriguez, mit El Mariachi zu Kult gewordener Filmpionier und Sin City-Co-Regisseur, hat den Einstand der Manga-Legende auf richtige Bahnen gelenkt. Alita: Battle Angel fasziniert längst nicht nur mit freilich atemberaubenden Kamerafahrten, verblüffender CGI und epischen Kulissen – sondern allen Mätzchen und hochschraubenden Action-Extras voran mit einer klar umrissenen, liebevoll modellierten und berührend responsiven Protagonistin, die, obwohl selbst noch ein Teenie, alle um sie herum ganz klein werden lässt. Aber nicht, weil Alita einschüchternd wäre. Das ist sie nicht. Sie ist kein Vamp und keine Amazone. Keine integre Wonder Woman oder schnoddrige Buffy. Sondern ein Wesen mit der einnehmenden Aura eines grundunschuldigen Schützlings mitsamt Kindchenschema, das seine Wirkung nicht verfehlt. Alita ist eine selbstlose Kriegerin, eine Johanna von Orleans, bereit, sich selbst zu opfern. Ob die Inquisition auf sie wartet, bleibt ungewiss. Das hängt ganz davon ab, ob das straff und elegant erzählte Coming of Age-Abenteuer zwischen Rollerball, Elysium und Judge Dredd mit all seiner visionären Opulenz, die aber niemals plump Vorbilder zitiert, genug Publikum ins Kino lockt. Und ich hoffe inständigst, das wird er, würde ich doch allzu gerne wissen, was das Schicksal für die kindliche Nemesis bereithält. James Cameron womöglich auch. Der muss selbst große Augen gemacht haben, in Anbetracht dessen, was Rodriguez hier kreiert hat. Besser hätte es der Avatar-Visionär wohl selbst nicht hinbekommen. Die großen Augen mache auch ich, und trotz all des blanken, kalten Stahls, der da funkensprühend aufeinander trifft, lädt Alita: Battle Angel auf eine ganz eigene, bezaubernde Art zum Schwärmen ein.

Alita: Battle Angel

Spacewalker

SCHRITT INS LEERE

7/10

 

spacewalker© 2017 capelight pictures

 

LAND: RUSSLAND 2017

REGIE: DIMITRI KISSELJOW

CAST: JEWGENI MIRONOW, KONSTANTIN CHABENSKI, WLADIMIR ILJIN, JELENA PANOWA U. A.

 

Ich kann mich noch sehr gut an Ron Howard´s filmgewordenes Tatsachen-Abenteuer eines gescheiterten Mondfluges erinnern – Apollo 13 mit Tom Hanks und Bill Paxton, ein perfekt skizziertes Stück Zeitgeschichte, eine Hommage an all die Wagemutigen, die auf diesen verhängnisvollen Trip gegangen – und mit einer ganzen Meute an Schutzengeln wieder zurückgekehrt sind. Viel früher noch, im Jahr 1983, inszenierte der Filmemacher Philip Kaufman ein dichtes, über drei Stunden langes Epos zur amerikanischen Geschichte der Raumfahrt – Der Stoff aus dem die Helden sind mit Ed Harris und Sam Shepard. Ein epischer und höchst aufschlussreicher Film. Und in Kürze wird Ryan Gosling in die Rolle von Neil Armstrong schlüpfen, um endlich auch fürs Kino den Mond zu betreten, und zwar ohne Aliens, Klone und sonstiger Bedrohungen. Gosling wird einfach nur der Mann sein, der als erster den kleinen Schritt für sich und den großen für die Menschheit gewagt hat. Ein Werk, welches ganz oben auf meiner Watchlist steht.

In Anbetracht dieses kleinen kinematographischen Rück- und Ausblicks könnte man ja fast meinen, dass die Erkundung des Weltalls bislang ein rein amerikanisches Unterfangen war. Natürlich stimmt das nicht, das wissen wir. Natürlich war der Russe Juri Gagarin der erste Mensch im Weltraum. Vor ihm als erstes Lebewesen sogar noch Schäferhündin Laika. Von Aleksej Leonow und Pawel Beljajew haben bislang womöglich nur die wenigsten gehört. Da nehme ich mich nicht aus, da muss mir der Mikromann gar nicht erst auf den Schlips treten, das hätte ich auch nach reiflicher Überlegung nicht gewusst, zumindest nicht vor Sichtung des russischen Tatsachendramas Spacewalker.

Für alle, die sich für die Eroberung des Weltalls und überhaupt für den technischen Wettlauf zwischen den USA und der UDSSR im Fahrtwind des kalten Krieges interessieren, sei Spacewalker oder Die Zeit der Ersten, wie sich das perfekt ausgestattete Epos im Original nennt, fast schon als Pflichtprogramm ans Herz gelegt, vor allem auch, wenn eingangs genannte Filme Gefallen gefunden haben. Das, was der großzügig budgetierte Film erzählt, ist die Mission des im März 1965 ins All beförderten Raumschiffs Woschod 2. Die metallische Kugel mit ausfahrbarer Luftschleuse war das Sprungbrett für den ersten Allspaziergang des Homo sapiens. Dabei war der Spacewalk mehr ein Schweben im Nichts, angeleint an die schützende Hülle russischer Technik. Wie es so weit kam, und mit welchen Schwierigkeiten diese Mission zu kämpfen hatte, das beschreibt Regisseur Dimitri Kisseljow in handwerklicher Perfektion und steht alten Hasen wie Ron Howard dabei um nichts nach. Die True Story der beiden wagemutigen Piloten  hätte natürlich auch semidokumentarischer, schlüssig recherchierter Purismus werden können, doch das wäre für diese gleichsam unaufgeregte wie mitreißende Heldenverehrung wohl zu wenig großes Kino gewesen.

Spacewalker setzt Astronaut Leonow gezielt in den Fokus, blickt zurück in irrlichternde Fragmente kindlicher Erfahrungen, verklärt die Sehnsucht des kleinen Aleksej in teilweise surrealer Poesie. Dazwischen das zugeknöpfte, äußerlich stoische Weltraumkommando im russischen Ground Control, fiebernd, bangend und um Lösungen ringend. Den größten Impact aber erwirken die Szenen im Weltall, die an Gravity erinnern, und sogar das abschließende Kapitel nach dem Wiedereintritt in die Atmosphäre ist von verblüffender, unberechenbarer Dramatik, die sich in der eiskalten Wildnis Sachalins abspielt.

Spacewalker ist eine akkurate Geschichtsstunde der Kosmonautik in klassisch-chronologischem Aufbau, klug getimt, spannend und nachvollziehbar. Die Mission: Impossible dieser Ausnahmepioniere macht in seiner Detailtreue und narrativen Klarheit der geschilderten Ereignisse Lust auf die unmittelbare Terra incognita jenseits unserer Stratosphäre, mit all seinen Anstrengungen, den Moonboot in der Tür zu lassen. Science-Fiction auf der Habenseite, ganz so, wie sie früher einmal war – und längst schon sich selbst überholende Realität ist.

Spacewalker

Predator – Upgrade

HEIMKEHR DES JÄGERS

6/10

 

predatorupgrade© 2018 Twentieth Century Fox

 

ORIGINALTITEL: THE PREDATOR

LAND: USA 2018

REGIE: SHANE BLACK

CAST: BOYD HOLBROOK, JACOB TREMBLAY, TREVANTE RHODES, OLIVIA MUNN, THOMAS JANE U. A.

 

Es gibt Ikonen der Popkultur, die hatten in den 80er Jahren das Glück, ihren Einstand zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu feiern. Auf blankem Parkett, nahezu frei von störenden Mitbewerbern. Es war die Zeit eines unberechenbaren Pioniergeistes, in welcher sich aus frei von der Leber weg zusammengeschusterten Ideen Figuren und Welten zu Selbstläufern entwickelt hatten, zu Granaten an den Kinokassen, die Fortsetzungen nach sich zogen, die aber gar nicht notwendig gewesen wären, denn der Kult war geboren. Das war so mit Star Wars, mit Terminator, mit Predator. Es war eine Zeit, da waren wir, die wir jetzt aufgewärmt wirkenden Reboots mehr als skeptisch gegenüberstehen, drauf und dran, unser Kinderzimmer in ein Jugendzimmer umzuevaluieren. Da durften wir Filme sehen, deren FSK-Gebot unser viel zu geringes Alter schändlich ignorierte. Kollateralschäden waren da entweder vorprogrammiert oder ließen unseren Adrenalinspiegel nachhaltig steigen. Das Videothekenzeitalter war da eine allzu verlockende Büchse der Pandora, und als uns erstmals der Todesstern um die Ohren flog, Arnold Schwarzenegger in stoischer Androiden-Mimik Menschen mordete und das unsichtbare Etwas im Dschungel Mittelamerikas zur ständigen Bedrohung wurde, blieben uns die Münder offen stehen. Das erste Mal ist zumindest in der Welt des Kinos ein unvergessenes, einschneidendes Erlebnis.

Ein Sakrileg, wenn so ein Kult angetastet wird. Viel anders als das Original darf das Weiterspinnen eines One-Hit-Wonders aus der eigenen Kindheit eigentlich nicht sein. Ein Grund, warum die nagelneuen Star Wars-Filme das Publikum so spaltet. Und warum der nagelneue Predator bei manchen sauer aufstößt. Dabei hat Shane Black, seines Zeichens Teil der Originalbesetzung aus 1987, bei seiner Hommage an den Erstling durchaus daran gedacht, Sodbrennen zu verursachen, wie nach einem ungesunden, aber leckeren Essen. In diesem Sinne: Predator – Upgrade ist filmisches Junk-Food. Aber eines, das schmeckt.

Diese Figur des extraterrestrischen Hobby-Jägers, die war schon in den mittlerweile verklärten 80ern die wohl stattlichste Gallionsfigur einer Art phantastischen Trashs, dagegen wirkt der Xenomorph aus Alien ja geradezu belesen, und der T1000 wie ein autistisches Mathematikgenie. Die derbe, hemdsärmelige Gestalt des Yautja, wie die Alien-Rasse tatsächlich genannt wird, ist wie ein Redneck des Universums, ein protziger Hinterwäldler, der in galaktischen Hornbachs die Geräteregale leerräumt. Der als Handwerker und Praktiker wohl die flächendeckendste Erfahrung hat, wenn es heißt, selbst anzupacken und sich die klauenbewährten Pratzen schmutzig zu machen. Der Predator, der macht keine Umwege, der fällt mit der Tür ins Haus, auch wenn ihn kleine High-Tech-Kugeln manchmal verblassen lassen. So sind auch die Filme, die rund um dieses Wesen gemacht wurden und noch werden (sofern das Einspielergebnis stimmt), allesamt keine nennenswerten Preisanwärter bei Filmfestspielen. Sie sind so tiefsinnig und geschmackvoll wie ein Oktoberfest zu später Stunde, wo Bier in rauen Mengen fließt und das leicht verkohlte Grillhuhn zumindest mehr Röstaromen freilegt. Ist der Zuseher dazu auch noch ein Geek, der mit all diesen Berserkern aus dem Kino großgeworden ist, dann könnte er Predator – Upgrade im Bewusstsein seiner Preisklasse uneingeschränkt genießen.

Wir sehen im dritten Sequel der Predator-Reihe, die mit einem klassisch-aufdringlichen, wenn auch nervigen 80er-Jahre-Score unterlegt ist, den flugfähigen Untersatz des Alien von außen und innen, erfahren mehr von den Beweggründen des ständigen Nomadentums einzelner Individuen und können endlich mal ungeniert eingestehen, dass dieser ganze Thrill rund um diese bilaterale Jagdgesellschaft eigentlich gar nicht so ernstgenommen werden muss. Da hat Shane Black, der sich bereits schon mit Iron Man 3 im Marvel-Universum austoben konnte, seinen ganz eigenen Creature-Sampler zusammengemixt. Angesichts des Ergebnisses könnte Robert Rodriguez vielleicht sogar auf die Idee kommen, selbst mal seinen Senf zur Schlachtplatte dazuzugeben, die Predator – Upgrade in stilsicherer Kunstblutsuppe als neuen ersten Gang hier serviert. Szenenweise könnte das fetzige Halali mit seinen dezenten Gore-Anleihen durchaus ein Machwerk fürs Grindhouse-Kino sein, auch wenn zum Doppelpack ein zweiter Film fehlt. Derbe Zoten wechseln mit kerniger Videotheken-Action im unendlich projektilversorgten Gaudium eines Einsatzes Marke Expendables. Kann durchaus sein, dass Black auch mit Sylvester Stallones Kartonagen-Club (© Rita Falk) geliebäugelt hat. In diesem Fall allerdings rauft sich eine psychisch labile Gruppe ausrangierter Söldner zusammen, allesamt reif für die Therapie. Das Ensemble aber funktioniert gut, Predator – Upgrade findet mit seinen B-Movie- und Serien-Visagen, die launige Spielfreude an den Tag legen, relativ unverbrauchtes Kanonenfutter für den schuppigen Muskelprotz, mittendrin Jungstar Jacob Tremblay als autistisches Bindeglied zwischen Freund und Feind. Diese komödiantische Screwball-Attitüde und das Stakkato einer völlig chaotischen Hasenjagd gibt dem lässigen Actionfilm die nötige Spannkraft, um nicht, wie so manches Filmopfer, dramaturgisch gevierteilt zu werden. Das geht natürlich auf Kosten so mancher Logik, die in abgrundtiefen Plot Holes verschwindet. Den Anspruch auf Plausibilität hat das Predator-Universum aber längst nicht mehr, diese Welt funktioniert anders, und hätten die Autoren am Skript so weit herumgedoktert, um der Physik des tatsächlich Machbaren Platz einzuräumen, hätten sie die Zugkraft des Films gelockert. Dann lieber mehrere blutende Wunden leidlich erstversorgt, als gar nicht erst in die Schlacht gezogen.

Insofern ist Predator – Upgrade natürlich längst nicht perfekt, aber ein rundes Stück Pulp-Science-Fiction ohne viel Reue und mit augenzwinkerndem Schulterzucken, dass dem martialischen Dreadlock-Berserker aber gibt, was er verdient, und ihn als Trash-Ikone letztendlich upgradet.

Predator – Upgrade

Pacific Rim: Uprising

KAPUTT MACHEN WAS KAPUTT MACHT

4/10

 

pacificrim2© 2017 Universal Pictures International Germany GmbH

 

LAND: USA 2018

REGIE: STEVEN S. DEKNIGHT

MIT JOHN BOYEGA, SCOTT EASTWOOD, RINKO KIKUCHI, CAILEE SPAENY, CHARLIE DAY U. A.

 

Warum nur? Warum hat Guillermo del Toro das gemacht? Warum hat der wohl geschickteste Monsterdompteur des modernen Kinozeitalters sein Spielzeug verborgt? Was heißt verborgt – er hat es weggegeben. Das hätte er nicht tun sollen. Wären wir bei Toy Story, würde das Spielzeug in tiefe Depressionen fallen. Also ich hätte es nicht verborgt. Bei mir hätten schon im Vorfeld die Alarmglocken geläutet. Womöglich schon, als der Vertrag der Produktionsfirma Legendary Pictures mit Warner Bros ausgelaufen war. Del Toro hatte so viel Freude mit seinem ersonnenen Konzept des Giganten-Wrestlings, dass ihn die unter den Erwartungen liegenden Einspielergebnisse nicht im mindesten verstört haben. Genaueres ist hier in der cinema-Ausgabe von März 2018 nachzulesen. Dort ist auch nachzulesen, dass Legendary Pictures ein Sequel von Pacific Rim ja eigentlich gar nicht mehr hätte stemmen können, wäre es nicht an einen chinesischen Konzern verkauft worden. Die Alarmglocken schrillen plötzlich noch lauter. Del Toro hört sie immer noch nicht. Jongliert jetzt plötzlich mit zwei Projekten. Auf der einen Seite The Shape of Water, auf der anderen seine Fortsetzung von Pacific Rim. Wem den Vorzug geben? Richtig, The Shape of Water. War auch eine gute Entscheidung, wie wir wissen. Allerdings kennen wir del Toro´s Version der zweiten Runde seines Ringkampfes nicht wirklich. Besser wäre, er hätte Pacific Rim zeitlich nach hinten verschoben. Aber vielleicht wollte er die Sache einfach abschließen, nach 3 Drehbuchversionen und dem Hin und Her der Studios. Manche Dinge muss man einfach ad acta legen, selbst wenn sie noch nicht dafür bereit sind. Aber filmische Herzensangelegenheiten sind wie persönliches Spielzeug. Man schenkt es nicht weiter. Aber wie das Sielzeug da so herrenlos am Kinderzimmerteppich liegt, zur freien Entnahme, macht Gelegenheit Diebe. Und Regisseur Steven S. DeKnight, der gerade in der Nähe war, konnte sich das potenzielle Franchise unbehelligt krallen. Das dann die Sachen kaputt gehen, war eigentlich nicht geplant. Del Toro kann aber sagen, dass er seine Hände in Unschuld wäscht. Er hat damit nur mehr wenig zu tun. Ich wünschte, dem wäre nicht so gewesen. Denn die nun vorliegende Fortsetzung eines Fantasyspektakels dieser Größenordnung kippt so rückhaltlos in den weichgespülten Gigantismus eines Michael Bay, dass man sich als Zuschauer für dumm verkauft vorkommt.

Viele Meter hinunter zur 3D-Rendering Gurke Transformers fehlt nicht mehr. Gut, Pacific Rim: Uprising ist immer noch besser als der letzte Aufguss der Alien-Autos, aber das ist eigentlich keine Kunst mehr. Dass Pacific Rim: Uprising besser ist, liegt womöglich am letzten verbleibenden Rest von del Toro´s visionärem Creature Design, aber ganz sicher nicht am Plot, und ganz sicher nicht an den Schauspielern – mit Ausnahme von Rinko Kikuchi, die vehement versucht, dem ganzen Szenario ein gewisses Maß an Würde zu verleihen. Am schlimmsten aber ist Scott Eastwood. Womöglich denkt er, einfach nur so verkniffen dreinblicken zu müssen wie sein Papa und die Sache groovt. Nun, Schauspieltalent gehört auch dazu. Das zeigt Scott Eastwood zumindest in diesem Film wirklich nicht. Im Übrigen weiß ich gar nicht mehr, wann zuletzt ein Schauspieler so dermaßen uninspiriert agiert hat. Des weiteren rezitiert John Boyega in einer augenverdrehenden Redundanz immer wieder leicht abgewandelte Litaneien, wie toll nicht sein Vater (Idris Elba als Stacker Pentecost aus Teil 1) gewesen sein muss und wie anders er selbst nicht ist. Das militärische Gehabe sämtlicher Jungspunde in der Kadettenschule für Jäger-Einsätze erinnert stark an Ender´s Game oder an den absichtlich satirischen Heroismus der Starship Troopers, meint sich aber tatsächlich ernst. Und der von den Aliens angezapfte Superbösling, der die Welt vernichten will, rein aus einer Ego-Kränkung heraus, ist dann auch schon wieder ein bisschen zu viel des Guten. Und unglaubwürdig obendrein. Also wie man sieht ist hier einiges schief gegangen.

Wirklich nichts gegen Monsterfilme, ich liebe Monster. Wäre selbst gerne ein Creature Designer unter der Obhut manch eines Regie-Phantasten, aber was die Chinesen aus einer Fortsetzung mit Potenzial angestellt haben, ist infantiles Gekloppe und Betonzermalmen, dem noch dazu eine Story zugrunde liegt, die vielleicht im Zeitalter von Top Gun mitreißend gewesen wäre, in Pacific Rim: Uprising aber so dermaßen substanzlos hin geschnalzt wird, dass ich das Gefühl nicht los werde, Cast und Crew wären nichts anderes übrig geblieben, als vor dem Fast Food-Konzept der neuen Geldgeber zu buckeln. John Boyega´s Mitspracherecht möchte ich sehen – sollte er dieses Drehbuch wirklich für gut befunden haben, muss ich an dem guten Mann anfangen zu zweifeln. Schade eigentlich, und gleichzeitig erstaunlich, wie sehr man Kino fernab jeglichen Esprits produzieren kann. Del Toro´s Original war vergleichsweise wirklich etwas Beeindruckendes. Gigantisch, atmosphärisch, formschön in der Bildsprache und angereichert mit ordentlich Mystery. Die Darsteller waren auch alle um ein Eckhaus engagierter, und auch wenn die 200 Tonnen schweren Kamproboter ihre Ohrfeigen nicht ganz so pirouettengleich verteilt haben, hatte das aber immerhin noch mehr Charme als die unter physikalischen Parametern betrachtete unmögliche Beweglichkeit exorbitant schwerer CGI-Ritter.

Pacific Rim: Uprising lässt sogar hartgesottene Nerds jenseits der 30 gelangweilt auf die Uhr schauen. Die Kaijus selbst, auf die man zwischen Hurra-Militarismus und Glaub-an-dich-Worthülsen geschlagene eineinhalb Stunden warten muss, sind das einzige Highlight, wofür es sich lohnt, dann doch noch sitzenzubleiben, obwohl auch diese nur mehr ein schaler Nachklang eines vormals spektakulären Kinoerlebnisses sind.

Pacific Rim: Uprising

Self/less

AUS DER HAUT GEFAHREN

5/10

 

selfless@ 2015 Copyright Shedding Productions, LLC

 

LAND: USA 2015

REGIE: TARSEM SINGH

MIT BEN KINGSLEY, RYAN REYNOLDS, NATALIE MARTINEZ U. A.

 

Jetzt muss ich mal kurz nachdenken. Da gab es doch vor einigen Jahren so einen Film, wie hieß der noch gleich? So eine Independent-Produktion mit Charaktermime Hans-Michael Rehberg, ein deutscher Science-Fiction-Film. Jetzt weiß ich es wieder – der Titel des Films war Transfer, Regie führte ein kroatischer Regisseur namens Damir Lukacevic, Entstehungsjahr 2011. Diesen Geheimtipp werden wohl nicht viele Filmfreunde kennen, oder doch? Wie auch immer: der Film zahlt sich tatsächlich aus. Transfer klingt wie der Titel eines Romans von Stanislaw Lem, ist aber eine ganz andere Geschichte. Nämlich eine, die in Tarsem Singh´s jüngstem Film Self/less ähnlich erzählt wird. Nur ist Transfer besser, viel besser. Da spielt Michael Rehberg einen betagten Senior, der gemeinsam mit seiner an Krebs erkrankten Gattin das Verjüngungskonzept Marke Körpertausch in Anspruch nimmt – von nun an leben beide Ichs im Körper eines jungen afrikanischen Paares, die ihre Körper aus Geldnot und um die Existenz ihrer Familie zu sichern, verkauft haben. Unterdrückt werden die ursprünglichen Seelen mit Drogen – einzig in der Nacht, wenn das frisch einquartierte, ursprünglich alte Ehepaar schläft, treten die wahren Eigentümer der Körper in den Vordergrund – und haben auch wieder die Macht über selbige. 

Transfer ist die spannende, anspruchsvolle Vision einer Zukunft des ewigen Lebens. Self/less beginnt ungefähr genauso – hier hat Ben Kingsley die Rolle des unheilbar kranken Millionärs, der in den mutmaßlich „freien“ Körper eines jungen Toten schlüpft. Und wie Hans-Michael Rehberg muss auch der nunmehr von Ryan Reynolds agile Jungspund zur täglichen Tablette greifen, allerdings nicht wissend, dass ein zweites Ich im Versandhaus-Körper schlummert. Erzwungenermaßen, wohlgemerkt. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit physischen und geistigen ich-Zuständen sowie moderne Medizin und ewigem Leben hört ab diesem Zeitpunkt auch schon wieder auf. Was folgt, ist ein konventioneller Actionthriller mit nur dem Hauch einer technisch-utopischen Zukunfstvision. Und schauspielerisch sehr ums Mittelmaß kämpft. Vor allem Reynolds bemüht sich vergeblich, den Geist eines alten Mannes im Körper eines Mittdreißigers darzustellen. Und wenn man bedenkt, dass Self/less von niemand anderem als eben Tarsem Singh inszeniert wurde, ist die Verwunderung noch dazu relativ groß. Was ist nur aus der märchenhaften Bildsprache des indischen Filmemachers geworden? Soweit ich mich noch erinnern kann, waren der Psychothriller The Cell oder das Fantasy-Epos The Fall berauschende Bilderbücher für Erwachsene. Nicht zu vergessen Spieglein, Spieglein – eine exaltierte Schneewittchen-Interpretation voller extravaganter Kostüme und surrealer Bilder. Nun aber ist von dieser unverwechselbaren Handschrift nichts mehr geblieben.

Das könnte natürlich mehrere Gründe haben. Zum einen – die Produzenten wollten Singh als Regisseur und nicht als Künstler (dafür hätten sie auch jeden anderen x-beliebigen Fachmann engagieren können). Zum anderen – krasse Optik war bei Singh im Moment nicht angesagt. Soll es auch geben. Gab es sogar. Erinnert euch an The Straight Story von David Lynch. Ein gelungenes, wenn auch komplett unübliches Werk vom Meister der filmgewordenen Alpträume. Dennoch tippe ich eher auf die erste Möglichkeit. Aber egal, es ist in jeder Hinsicht schade, dass aus Self/less nicht mehr rauszuholen war.

Self/less

Ghost in the Shell

MEHR ALS DIE SUMME IHRER TEILE

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ghostshell

Bevor Unkenrufe aus der Leserschaft ertönen, eine Entschuldigung gleich vorweg: Nein, ich kenne nicht das ursprüngliche Manga von Masamune Shirow aus dem Jahre 1989, auch nicht dessen Fortsetzungen und schon gar nicht die Anime Fernseh- und Kinofilme. Sagen wir so: ich bin, was Manga betrifft, ziemlich grün hinter den Ohren. Daher kann ich Rupert Sander´s Verfilmung des Science Fiction-Klassikers als eigenständiges Werk so ziemlich unbeeinflusst beurteilen. Der Game of Thrones-Effekt (Buch versus filmische Vorlage und folglich die temporäre Verweigerung der letzteren), wie ich sagen würde, ist also nicht eingetreten. Stattdessen aber ein erfüllendes Gefühl der Zufriedenheit – Ghost in the Shell ist ein abenteuerlicher, bildgewaltiger Cyborg-Thriller geworden, der zielsicher in die Fußstapfen von Philip K. Dicks Werken Total Recall, Minority Report oder gar Blade Runner tritt, und damit meine ich in erster Linie die literarischen Vorlagen der gleichnamigen Filme.

Ziemlich offensichtlich, dass Masamune Shirow ein Kenner des 1982 verstorbenen Kultautors gewesen sein muss. Seine phantastisch-kritischen Philosophien rund um Erinnerung, Identität und Technologie, die vorwiegend in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrtausends entstanden sind, liefern nach wie vor jede Menge Stoff für spannende Neuinterpretationen im Genre des futuristischen Films. Vom Manga-Comic Ghost in the Shell aber wiederum ließen sich sogar spätere Blockbuster wie Matrix inspirieren. Nichts ist also wirklich neu, nur anders aufbereitet. Manchmal mehr, manchmal weniger bemüht. Dieser dystopische, urbane Krimi allerdings weiß, wo seine Stärken liegen – und spielt sie aus. Wenn im von sphärisch-futuristischen Klängen unterlegten Intro ein synthetischer Körper aus der Taufe gehoben wird, kann man sich schon mal wohlwollend zurücklehnen. Die Bildsprache des Filmes orientiert sich stark an diverse andere Manga-Verfilmungen aus dem ostasiatischen Raum. Das wirre, aber beeindruckende Epos Casshern kommt mir da in den Sinn – ein Geheimtipp für Liebhaber ungewöhnlicher cineastischer Sichtweisen, aber auch für jene mit ausreichend Sitzfleisch und Spaß an zugedröhnten Phantastereien. Sanders weiß also, wie er Fans der Vorlage mitnehmen kann. Soweit bekannt, dürften selbst einige Stills und Settings den Panels aus dem Manga ziemlich genau nachempfunden sein. Die Illustration ist also geglückt – der multikulturelle Moloch einer düsteren Millionenstadt; der Expressionismus in Licht und Schatten, die Virtuosität der Kamera. Langweilig wird einem beim Zusehen mit Sicherheit nicht.

Die toughe Scarlett Johansson mit dunklem Kurzhaarschnitt legt ihre unter Erwartungsdruck leidende Rolle ganz anders an als ihre Black Widow aus den Marvel-Filmen. Ihre Motoko Kusanagi, auch genannt Major, ist eine ruhelose Zweiflerin ohne rechte Vergangenheit. Eine verwirrte, manipulierte Kämpferin von ungelenker Natur, weder tot noch richtig lebendig, rundum künstlich erschaffen, mit isolierter Seele und verschüttetem Ich – Essenzen, die das Menschsein erst ausmachen. Und um dieses Menschsein, um das Mehr als die Summe seiner Teile, um den göttlichen Funken und um den Wert von Erinnerungen – davon handelt Saunders hochtechnologisches Schreckgespenst, verfolgt von der Geissel einer totaler Vernetzung und der Sucht nach physischer Perfektion. Das alles tischt Ghost in the Shell zwar nur in Ansätzen auf, diese sind aber vielversprechend und auf einen Nenner gebracht. Johansson´s Zitat aus dem Off am Ende des Filmes vertritt klar eine philosophische Ansicht: dass das richtige Handeln die Vergangenheit entbehrlich macht, sei diese nun erfunden oder wahrhaftig. In diesem Punkt widerspricht sich der filmische Diskurs, oder, besser gesagt, belehrt sich sogar eines Besseren. Denn erst das Bewusstsein, wie, wo und wer man bislang gewesen ist, schafft die Basis, um überhaupt autark zu handeln. Ohne Erfahrung aus dem Vergangenen bleibt das Nichts. Eine leere Hülle, ein Mensch ohne Eigenschaften, auf jede Weise benutzbar. Diese Erkenntnis lernt Motoko zu verstehen, sonst wäre die Suche nach ihrem Woher nicht von Bedeutung. Oder sollte man besser fragen: Was war zuerst da? Die Gegenwart oder die Vergangenheit? Aus dieser Sicht würde Motokos Aussage wieder nachvollziehbar werden.

Ghost in the Shell hat jede Menge interessante Themen zu bieten, eingebettet in furiose Shootouts. Kultstar Takeshi Kitano als Boss der Spezialeinheit, welcher Motoko untersteht, darf mit exzentrischer Frisur, Originalsprache und cooler Killerattitüde wieder an seine ultrabrutalen Reißer aus den 90ern erinnern. Und Juliette Binoche verleiht dem Ensemble auch schauspielerisch eine zusätzliche europäische Note. Ghost in the Shell ist ein spannendes Suchspiel nach Identität, Moral und echtem Leben. Ein geschickt konstruierter Thriller, heruntergebrochen auf eine ausgewogene, kreative Mischung düsterer Gedanken an die Zukunft und stylisher Cyber-Stunts. Erwachsene Science- und Social Fiction mit Liebe zum Detail, bizarrer Figuren und enorm eleganter Optik – nah am Manga, und doch ganz anders. Fürs Kino eben.

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Ghost in the Shell