Freakier Friday (2025)

SICH SELBST MIT ANDEREN AUGEN SEHEN

6/10


© 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.


LAND / JAHR: USA 2025

REGIE: NISHA GANATRA

DREHBUCH: JORDAN WEISS

KAMERA: AMIE DOHERTY

CAST: JAMIE LEE CURTIS, LINDSAY LOHAN, JULIA BUTTERS, SOPHIE HAMMONS, MANNY JACINTO, MAITREYI RAMAKRISHNAN, ROSALIND CHAO, CHAD MICHAEL MURRAY, MARK HARMON, VANESSA BAYER, CHRISTINA VIDAL MITCHELL, HALEY HUDSON U. A.

LÄNGE: 1 STD 51 MIN


„Ich bin alt!“ Eine kleine Sternstunde der Situationskomik war das damals, als Jamie Lee Curtis vor dem Spiegel es nicht fassen konnte, wie sie aussah. Dazu muss man wissen, dass in ihrem Körper die siebzehnjährige Lindsay Lohan steckte, zumindest im Drehbuch war das so vorgemerkt, dass beide – Mama und Tochter – über Nacht ihrer eigenen physischen Hülle verlustig wurden und stattdessen die der jeweils anderen bekamen. Jetzt, mehr als zwei Dekaden später, ist Mark Waters launiger Erfolg von 2003 eine Prachtkuh, die man, wenn es nach dem Disney-Konzern geht, der stellvertretend für Hollywood steht, immer noch melken kann. Der Trend der Aufgüsse, Remakes und Sequels reißt nicht ab. Viele Projekte tauchen an den 2000ern vorbei bis tief in die Achtziger – zuletzt fand man dort Die nackte Kanone, demnächst Running Man oder gar Spaceballs. Rick Moranis soll wieder vor die Kamera. Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Hier allerdings, in Freakier Friday, genießt die wunderbare Jamie Lee Curtis nach ihrem Oscar für Everything Everywhere All at Once ihren zweiten Karrierefrühling und macht das Beste daraus.

Meiner Meinung nach verhält es sich dabei so: Wenn Curtis draufsteht, ist Curtis drin, und wir wissen, sie ist eine Vollblutkomödiantin, da gibt es aus meiner Sicht kein Wenn und Aber. In ihr steckt diesmal nicht die Tochter, sondern die zwangsbeglückende Patchwork-Schwester von Lohans leiblicher Tochter. 22 Jahre kann viel Veränderung bringen – und ja, die gute Lindsay ist nun kein kindlicher Teenie mehr, sondern eine erwachsene Karrierefrau, die die Dosierung ihres Lip-Fillers besser einschätzen kann als Nicole Kidman. Sie verliebt sich in Manny Jacinto (u. a. in The Acolyte als Antagonist zu sehen), der ebenfalls eine Tochter hat. Beide gehen an die selbe Schule, und beide können sich nicht ausstehen. Wenn dieser Patchwork dann auch noch mit einem Bodyswitch doppelt vernäht wird, ist das Chaos perfekt. Schließlich steckt die Tochter wieder in der Mutter und umgekehrt. Turbulenzen, Missverständnisse und jede Menge cringe Situationskomik, die entsteht, wenn das Mindset der Älteren mit der agilen Physis der Jüngeren gesegnet wird, lassen sich in einem maßgeschneiderten Drehbuch finden, das nichts dem Zufall überlässt. Im Film ist das eine sichere Bank für ein Publikum, das bekommen will, was es sich erwartet und keinerlei Überraschungen duldet. Freakier Friday ist Familiencomedy, Teenie-Turbulenz und Generationen-Clinch, dazu ein Hauch Mystery und die übliche Mechanik, die leise Sitcom-Melancholie mit gehetztem Wohlstands-Klamauk verbindet. Angenehm vertraut kommt einem das Ganze vor, tatsächlich so wie damals, als Curtis und Lohan die einzigen waren, die ihre Diskrepanzen miteinander hatten.

Da Nisha Ganatra (Late Night mit Emma Thompson und Mindy Kaling) den Plot von damals mehr oder weniger dupliziert, muss vieles in dieser Komödie auch parallel laufen. Ab und an verliert man dabei den Überblick und hetzt von der einen Notlage zur anderen. Irgendwie schafft es Ganatra aber doch, die Verwirrung im Zaum zu halten. Wenn man sich darauf konzentriert, wer nun wer ist, macht das Guilty Pleasure doppelt Spaß, und es lässt sich dabei auch gut erkennen, wie gut oder weniger gut manche Besetzung ihren Bodyswitch auch umsetzen kann.

Frei nach dem Motto „Versetz dich mal in meine Lage“ setzt Freakier Friday den Blickwechsel zum besseren Miteinander als emotionale Ebene ein, auf welcher der durchaus herzliche Spaß seine Ausdauer probt. Unterm Strich weiß man mit einer erfrischend engagierten Lohan und natürlich der prächtigen Curtis so einiges auf der Habenseite. Ob da noch ein Teil in Aussicht steht, liegt wiedermal am Einspiel. Kino ist schließlich ein Geschäft ohne Risiko. Vielleicht aber sollten sich die Studios mal in die Rolle des Publikums versetzen, denn das Klingeln der Münzen ist nicht alles. Neuer Input wäre umso mehr.

Freakier Friday (2025)

Barbarian (2022)

DAS KLEINGEDRUCKTE BEI AIRBNB
7/10


© 2022 Vertigo Entertainment / Disney+


LAND / JAHR: USA 2022

REGIE / DREHBUCH: ZACH CREGGER

KAMERA: ZACH KUPERSTEIN

CAST: GEORGINA CAMPBELL, BILL SKARSGÅRD, JUSTIN LONG, MATTHEW PATRICK DAVIS, RICHARD BRAKE, JAYMES BUTLER, KATE BOSWORTH, SARA PAXTON, KATE NICHOLS U. A.

LÄNGE: 1 STD 42 MIN


Mitunter oberste Regel, die man wissen muss, wenn das Seepferdchen-Abzeichen auf dem Schwimmsuit eben erlernte H2O-Skills bestätigen soll: Spring niemals in unbekannte Gewässer! Mitunter oberste Regel, wenn das AirBnB-Schmuckkästchen temporär gemietet wird: Gehe niemals in den Keller, vorallem nicht, wenn Gänge hinter Geheimtüren im Dunkel liegen und von dort, aus dem Nichts, seltsame Geräusche zu hören sind. In der Realität wäre das Anwesen, verortet in einem berüchtigten Viertel von Detroit, wo nicht mal mehr der Fuchs dem Hasen Gute Nacht sagt, ohne ihn vorher auszuweiden, längst von seinem Fluch befreit worden, denn in der Realität würde Georgina Campbell nicht ohne begleitender Exekutive tiefer in das unheimliche Gewölbe vorgedrungen sein.

Das Genre des Horrorfilms interessiert sich aber nicht für vernünftige Vorgehensweisen. Dort sind die Protagonisten gemäß des Spruches „Neugier killt die Katze“ immer jene, die auch zu Weihnachten Santa Claus auf die Finger schauen oder das Christkind inflagranti ertappen wollen. Es sind jene, die gerne in die Dunkelheit vordringen, ohne sich vorher überlegt zu haben, was sie denn dem Unbekannten entgegenzusetzen hätten, sollte es ungemütlich werden. In Barbarian wird es schließlich sehr, sehr ungemütlich. Und eigentlich will man gar nicht wissen, was so manche Leute in ihren Kellern treiben oder gar getrieben haben. Da muss man nur an die jüngere österreichische Kriminalgeschichte denken, um sich mit Schauder und Ekel abzuwenden. Das Undenkbare ist vor allem in beschaulichen Siedlungen durchaus möglich, wenngleich das, was in Barbarian passiert, als üppige Geisterbahn-Version manches davon potenziert.

Das Grausame ist bei Zach Cregger das unter den Teppich Gekehrte, das hinter der Fassade Dahinmodernde. Viel plakativer als bei David Lynch, in dessen Vorgärten man gelegentlich ein Ohr finden kann. Viel weniger subversiv und entlarvend als bei Ulrich Seidl zum Beispiel, dem österreichischen Enfant Terrible, der mit seiner Episoden-Doku Im Keller gar manchen Abgeordneten in die Bredouille brachte und genau das zeigen musste, was man eigentlich gar nicht sehen will, dann doch aber wieder muss, weil schließlich nicht nur die Katze daran glauben soll, sondern auch wir, die wir nicht ohne finaler Erkenntnis der Dinge abnippeln wollen.

Der Keller im Keller

Das Haus in Barbarian offenbart ganz geschmeidig und fast schon subversiv seine wahre Identität, es scheint fast so, als wäre man amfangs in einer leicht mysteriösen Romanze gelandet, wenn Bill Skarsgård und Georgina Campbell miteinander einen netten Abend verbringen, nachdem letztere enttäuschend hat feststellen müssen, dass ihr gemietetes Airbnb-Etablissement gleich doppelt gebucht wurde. Skarsgård, dem diesmal seine Pennywise-Diabolik überhaupt nicht in den Sinn kommt, gibt sich jovial und hilfsbereit und holt die im Regen stehen Gelassene ins Haus. Mangelndes Klopapier und eine offene Kellertür führen tags darauf dazu, dass Georgina Campbells Charakter namens Tess an Orte gelangt, die niemand wirklich sehen will. Als Bill Skarsgård – im Film der nette Keith – die durchaus verstörte und aufgeregte Tess beruhigen und sich die Sache selbst ansehen will, verschwindet er. So, als wäre er von einem noch tieferen Keller verschluckt worden. Und ja, den gibt es.

Stimmungskiller als Stilmittel

Je tiefer, desto dunkler. Desto perverser und verstörender. Wer den Höhlenhorror The Descent gut durchgestanden hat, ohne um jeden Gully einen Bogen zu machen, kann auch mit Georgina Campbells Handytaschenlampe eine Gegend erkunden, die keinen erquickenden Mehrwert bietet. Der Horror kommt bald ans Licht, schön subversiv, erschreckend, pointiert, während Cregger sich ganz plötzlich etwas einfallen lässt, was herkömmlichen Filmen dieser Art nie in den Sinn kommen würde, da es die mühsam etablierte Stimmung killt. Denn plötzlich scheint es, als wäre man im falschen Film. Auftritt Justin Long, im roten Cabrio unterwegs, die Sonne scheint, die Hintergrundmusik dudelt, alles ist eitel Wonne. Das Kontrastieren des Erzählstils, das Einbinden völlig neuer Tonalitäten, darf man durchaus als Geniestreich bezeichnen. Cregger, mit frischen Ideen im Handgepäck, sampelt seinen scheinbar vorhersehbaren Suspense-Horror mit völlig anderer Melodik. Das ranzige Dunkel weicht dem Licht, schale, schmutzige Farben weichen buntem Pseudo-Perfektionismus, der einhergeht mit veränderter Optik. Der Bruch erfrischt den Horror ungemein, macht ihn augenzwinkernd und lässt ihn frech werden. Doch ganz klar: Wenn sich am Ende das Innere nach außen kehrt, fährt Cregger nur mehr Vollgas eine Spur. Nichts anderes hätte man sich letztlich wünschen wollen. Selbst die Katze will dann nur noch weg.

Barbarian (2022)

Together – Unzertrennlich (2025)

SCHMELZPUNKT LIEBE
6/10


© 2025 Leonine Studios


LAND / JAHR: AUSTRALIEN, USA 2025

REGIE / DREHBUCH: MICHAEL SHANKS

KAMERA: GERMAIN MCMICKING

CAST: ALISON BRIE, DAVE FRANCO, DAMON HERRIMAN, JACK KENNY, SUNNY S. WALIA, KARL RICHMOND, TOM CONSIDINE U. A.

LÄNGE: 1 STD 42 MIN


In Liebe vereint kann so romantisch klingen. Zwei Herzen im Gleichklang, oder gar: Ein Herz und eine Seele. Was aber, wenn man diese melodischen Phrasen wörtlich nimmt? Wenn diese willentliche Vereinigung zum physischen Phänomen wird, zum kreatürlichen Mysterium einer Abhängigkeit? Der semiromantische Beziehungs-Horror Together – Unzertrennlich will das austesten. Und hebelt dabei körperliche Grenzen aus.

Die Beziehung wird zum gemeinschaftlichen Schengenraum der Liebe, die zur Selbstaufgabe strebt. Das aber, so Regisseur und Autor Michael Shanks, nur widerwillig. Denn Dave Franco und Alison Brie (GLOW, Mad Men) sind immer noch Personen ihrer eigenen Biografie, und nur bedingt Bestandteil der jeweils anderen. Millie scheint mit sich selbst im Reinen und ihre Profession als Grundschulpädagogin wirklich zu lieben. Tim hingegen schleppt so allerhand familiäre Traumata mit sich herum, die, so erfahren wir im Laufe der Geschichte, bei weitem nicht ohne sind. Das hat letztlich dazu geführt, dass der von Dave Franco (u. a. The Disaster Artist) verkörperte Möchtegern-Musiker so gut wie nichts auf die Reihe bekommt und mit seinen Minderwertigkeitskomplexen, die mit egozentrischem Selbstmitleid den Dreivierteltakt üben, Alisons Bries Toleranzgrenze kitzelt. So richtig gesund wirkt die Beziehung nicht – ein Tapetenwechsel und Umzug aufs Land könnte da Abhilfe schaffen. Von Horrorfilmen aber wissen wir: Umzüge aufs Land haben oftmals einen Haken, siehe unter anderem: The Conjuring. Hier aber ist es eine mysteriöse Höhle unweit der neuen eigenen vier Wände, in die die beiden während eines abenteuerlichen Spaziergangs hineinstürzen. Franco trinkt, geplagt vom Durst, aus einer Quelle und verwandelt sich dabei zwar nicht in ein Reh so wie bei Brüderchen und Schwesterchen aus Grimm’schem Märchenschatz, sondern entwickelt einen Beziehungsmagnetismus, der unschöne Symptome zeigt.

Das ist aber erst der Anfang. Alison Bries Körper wird zum Gravitationszentrum für Franco, alles scheint er von seiner besseren Hälfte absorbieren zu wollen, und zwar so lange, bis die bessere Hälfte zur der seinen wird. Bald ist es auch umgekehrt, und man kann getrost sagen, dass sich hier die Gegensätze anziehen, nämlich Mann und Frau, zwei unterschiedliche Komponenten, der Plus- und der Minuspol. Michael Shanks bringt die störrische Liebesbeziehung zu ihrem neuen Schmelzpunkt, und es wäre vielleicht nur akkurater Body-Horror im Spiel, der kurios erscheint, würde Shanks nicht auch das eine oder andere mal Momente beängstigenden Grusels heraufbeschwören, die aber nur peripher mit der eigentlichen Parabel über Einheit, Abhängigkeit und Individualismus zu tun haben. Ganz besonders die nur aus dem Augenwinkel betrachtete Kindheit von Francos Figur, die in schauderhaften Jumpscare-Träumen verarbeitet wird, verläuft im Sand, ganz ohne nennenswerte Relevanz. Hätte Shanks dieses Element noch mehr in seine Story verwoben, wäre der Schocker perfekt – so aber führt uns Together bald auf erwartbare Pfade ohne Richtungswechsel. Das Unvermeidliche ist in dieser mehr oder weniger als Drei-Personen-Stück definierten Romantik-Groteske bald absehbar, das Gewebe-Crossover manchmal recht plump, das nächtliche Ziepen an den Haaren von Alison Brie hingegen wieder ein Gänsehautmoment, der gelingt.

Man kann Beziehungen eben auch anders analysieren – und den Optimal-Zustand einer Paar-Existenz in plakativen Monstrositäten hinterfragen. Eine Challenge, die Together gerne annimmt, auch ordentlich Spaß daran hat und sich nicht davor scheut, die Spice Girls akustisch mit ins Boot zu holen, die auf nichtsahnend prophetische Weise die Mystery des Films längst vorweggenommen haben. Die Pointe sitzt am Ende dann doch, während auf dem Weg dorthin das eine oder andere Mal die Anziehungskraft auf das Publikum gelegentlich nachlässt.

Together – Unzertrennlich (2025)

Die nackte Kanone (2025)

HARDBOILED-UNSINN TO GO

6/10


© 2025 Paramount Pictures


ORIGINALTITEL: THE NAKED GUN

LAND / JAHR: USA 2025

REGIE: AKIVA SCHAFFER

DREHBUCH: DAN GREGOR, DOUG MAND, AKIVA SCHAFFER

KAMERA: BRANDON TROST

CAST: LIAM NEESON, PAMELA ANDERSON, PAUL WALTER HAUSER, KEVIN DURAND, DANNY HUSTON, CCH POUNDER, LIZA KOSHY, CODY RHODES U. A.

LÄNGE: 1 STD 25 MIN 


Nicht wegen seiner filmischen Brillanz hat Frank Drebins Ersteinsatz in einem abendfüllenden Spielfilm für mich den Stellenwert eines Meilensteins. Sondern weil dieser die erste VHS-Kassette war, die ich besessen habe. Geschenkt bekommen im Rahmen einer meiner selten geschmissenen Geburtstagsfeiern als gerade mal vor dem Teenageralter stehender Bursche, war mir die Art und Weise des Brachialhumors dank eines Filmes namens Top Secret nicht ganz fremd, andererseits aber entlockte mir die Nonsens-Revue mehr Verwunderung als gellende Lacher, vom Schenkelklopfer ganz zu schweigen. Was die Zucker-Brüder und Jim Abrahams da geschaffen hatten, war eine ganze Reihe an verbalen Missverständnissen, Zweideutigkeiten und surrealen Fehltritten, die nicht selten ganze Kettenreaktionen katastrophalen Slapsticks nach sich zogen. Wen kümmerte das gar nicht? Frank Drebin, Spezialeinheit. Mit Leslie Nielsen, der ja zuvor schon diesen Rechtsvertreter in der zumindest in den USA wenig erfolgreichen Serie Police Squad verkörpert hat, mauserte sich Die Nackte Kanone zum Guilty Pleasure unter jenen, denen nichts zu blöd sein konnte und die in der Gruppe so sehr dem Schwachsinn huldigten, dass sich noch Jahrzehnte später so mancher Gag als Dauerzitat im Alltag etabliert hat. Kein Auge trocken blieb auch bei den beiden Fortsetzungen, die in Sachen Humor die Klinge zwar nicht verfeinerten, aber noch viel wilder herumschwingen ließen.

Siebenunddreißig Jahre später, bis auf Priscilla Presley hat der Main-Cast bereits seinen Platz im jenseitigen Olymp des Unterhaltungsfilms eingenommen, schieben die Verantwortlichen nun einen wie Liam Neeson ins Sperrfeuer schlüpfriger und trivialer Gags, die manchmal aber, um mit der Zeit zu gehen, ein bisschen mehr Understatement besitzen als früher. Ich wiederhole: Nur manchmal. Und auch wenn der Trailer mich wohl kaum ohne der Intervention meines Sohnes dazu bewogen hätte, mir mit diesem Unsinn meine Zeit zu verschwenden: Das Gesamtergebnis unterm Strich fällt deutlich weniger fragwürdig aus als gedacht. Natürlich liegt das nicht unwesentlich an einem wie Neeson, der wohl weniger als Humorgranate bekannt ist und mit Filmen wie Excalibur (dort gab er den Tafelritter Gawain) und erst recht mit einem der größten Filme aller Zeiten, nämlich Schindlers Liste, Ruhm erlangte. Der Weg von einem wie Oskar Schindler, der mehr als tausend Juden vor der Vernichtung bewahrte, bis hin zu Frank Drebin, die Neuauflage, ist ein weiter. Und ja, es ist genug Wasser die Donau hinuntergeflossen, um so manche Charakterrolle hinter sich lassen zu können. Neeson hat zuletzt wiederholt in Schema F-Kriminaldramen den alternden Moralisten und manchmal auch den alternden Killer mit weichem Kern gegeben, der im Alleingang die wirklich Bösen aufzumischen hatte. Manchmal etwas zu antriebslos, manchmal völlig lustlos, manchmal motiviert durch manchen Co-Star. Jetzt macht er sich über sich selbst lustig, und über all diese Hardboiled-Krimis und Cop-Thriller und den ganzen Klischees und stereotypischen Formeln, die dieses Genre in seiner Innovation hemmen.

Dabei kommt der Humor aus der Konserve. Saturday Night Live-Macher Akiva Schaffer dürfte Leslie Nielsens Vermächtnis eingehend studiert haben – entsprechend zielsicher schmückt sich Drebin Jr. mit dem Erbe seines chaotischen Vaters. Neu erfunden wird hierbei nichts, lediglich variiert. Diese Variation alleine trifft mitunter die Pointe, und ja, auch bei dieser Menge an Sex-Witzen muss man sich, wenn man das eigene Niveau zumindest temporär runterschraubt, gar nicht so sehr fremdschämen. Was der Kalauer-Cop letztlich mit Buffy, der Vampirjägerin zu tun hat oder warum er sich um alles in der Welt der Rache eines Schneemanns aussetzen muss – dafür gibt es nicht die geringste Erklärung.

Vielleicht aber ist gerade dieses völlig Absurde die wahre Stärke dieses straffen 80-Minüters, der die Kuh nicht melkt, bis sie sauer wird. Obendrein tritt nicht nur Liam Neeson, sondern auch Pamela Anderson souverän in die Fußstapfen von Priscilla Presley, die hier einen klitzekleinen Cameo hat. Letztlich sollen sich beide ja ineinander verknallt haben. Doch das wundert mich nicht. Die Harmonie stimmt. Und wenn jazzige Saxophonklänge das schwülstige Raunen des schrägen Detectives aus dem Off begleiten, sind die meisten Schäfchen im Trockenen.

Die nackte Kanone (2025)

The Life of Chuck (2024)

VOM WERT DER BLOSSEN EXISTENZ

9/10


© 2025 Tobis Film


LAND / JAHR: USA 2024

REGIE: MIKE FLANAGAN

DREHBUCH: MIKE FLANAGAN, NACH EINER KURZGESCHICHTE VON STEPHEN KING

KAMERA: EBEN BOLTER

CAST: TOM HIDDLESTON, CHIWETEL EJIOFOR, KAREN GILLAN, ANNALISE BASSO, MARK HAMILL, MIA SARA, BENJAMIN PAJAK, JACOB TREMBLAY, CARL LUMBLY, Q’ORIANKA KILCHER, CODY FLANAGAN, DAVID DASTMALCHIAN U. A.

LÄNGE: 1 STD 51 MIN


Dieser Film erzählt von einem Leben. Einem wichtigen Leben. Er erzählt jedoch nicht von einem Diktator, einem Präsidenten. Nicht von einem Feldherren, einem Heiligen, einem Popstar. Es ist jemand, den wir alle nicht kennen. Den selbst jene im Film nicht kennen, während sie sich fragen: Wer um alles in der Welt ist Chuck Krantz? Richtig. Um Alles in der Welt. Darum geht es. Denn dieser schlichte, ganz normale, unauffällige Mensch, der noch dazu den wohl wenig spektakulären Beruf eines Buchhalters ausübt: für ihn ist sein Leben tatsächlich alles in der Welt. Und die Welt, die sich ihm offenbart, genau das: Eine, die nur existiert, weil Chuck Krantz eben alles ist.

Die Welt, die ich wahrnehme, ist meine ganz eigene. Manchmal fühlt sie sich an wie ein Film mit spektakulären Schicksalsschlägen, dann wieder wie eine Serie, bestehend aus mehreren Staffeln, in denen der Cast ständig wechselt und nur manche als dauerhafte Charaktere in den Hauptrollen verweilen. Andere treten ab, neue kommen hinzu, und einige, die mir flüchtig begegnen, verschwinden wieder. Eine ganze Welt ist das, ein einziges, individuelles, persönliches Universum. Das Universum meiner Existenz ist nur eines von mehreren Milliarden, und jedes ist mit jedem anderen nicht zu vergleichen. So ist auch das von Chuck Krantz einzigartig, und der Mensch selbst, der dieses beherrscht, etwas ganz Besonderes.

Ein Leben, auf jede Weise gut

Wie sich Stephen King anhand einer mysteriösen Kurzgeschichte darauf einlässt, zu vermitteln, was ein Mensch für sich selbst (und andere) bedeutet, bietet abermals genug Stoff für einen Film, der allerdings sehr leicht in sentimentale Schieflage geraten hätte können, wäre nicht einer wie Mike Flanagan (u. a. Spuk in Hill House, Doctor Sleeps Erwachen) so versiert genug, dieses Leben eines völlig Unbekannten nicht als tränendrüsiges Kalenderspruch-Melodrama in fettreicher Zubereitung seinem Publikum zuzumuten. Stattdessen ist der Wert der Bescheidenheit neben dem der Akzeptanz und der Menschenwürde ein nobles Gut vor allem im Film. Und gerade in einem wie diesen.

Denn das Leben des Chuck Krantz ist kurz, leidgeprüft, karg, in der Dämmerung seines Daseins von Krankheit gezeichnet. Schließlich wird er gerade mal 39 Jahre alt. Doch das wissen wir anfangs noch alles gar nicht. Der Anfang ist in The Life of Chuck das Ende – gekonnt und souverän montiert Flanagan Kings Geschichte chronologisch verkehrt, was rückwirkend viel mehr Sinn macht – und dank dieser Anordnung geht die Rechnung mitsamt ihrer Botschaft letztlich auch auf. Am Anfang, da schickt sich die ganze Welt an, unterzugehen. Schrittweise versagt die Infrastruktur, das System bricht zusammen. Jene, die sich lieben, kommen zueinander. In diesem Fall Chiwetel Ejiofor und Karen Gillan. Und wie bei King dennoch zu erwarten, ist die Welt hier ähnlich die eines rätselhaften Traumes. Surreal, gespenstisch, voll der letzten Worte und Gedanken. Später sehen wir Tom Hiddleston, der im Erwachsenenalter als ganz normaler Buchhalter den musikalischen Moment genießt, die Essenz des Lebens inhaliert, diesem einen Sinn verleiht. Am Ende ist Chuck ein Waisenjunge, der bei seinen Großeltern lebt, in einem viktorianischen Gemäuer, dessen Turmzimmer nicht betreten werden darf. In diesem schlummert ein Geheimnis, das Opa Mark Hamill vehement bewacht.

Im Kopf ein Universum

All diese Mysterien, all diese Leidenschaften und Entbehrungen, all das Glück und die Traurigkeit formieren sich zu einem unprätentiösen Kanon einer Existenzbetrachtung, die in hingebungsvoller Bedachtsamkeit und mit viel Respekt das Hier und Jetzt als einzige Dimension versteht, in der wir uns allem bewusst sind. Womöglich ist Stephen King einer, der über den Tod hinaus an nichts mehr glaubt. Umso mehr erinnert The Life of Chuck an den unverhandelbaren Wert des Selbst; an die Erkenntnis, dass das ganze Universum, solange wie leben, eigentlich nur in uns selbst schlummert, weil wir selbst nichts anderes sein können als der Mittelpunkt dessen.

In Zeiten wie diesen müssen wir genügen, leisten und mithalten, wir sind voller Selbstzweifel und Ängste. Und dann kommt ein sich selbst reflektierender Film daher, der mit diesem Chuck Krantz auf geradezu fürsorgliche Weise all die Agenden seines Charakters und im Zuge dessen vielleicht auch ein bisschen unsere eigenen ins Reine bringt. Zwischen Nachruf und beschwingtem Jubiläum feiert Flanagan das Menschsein als humanistisches Triptychon. Nach Die Verurteilten, ebenfalls auf einer Kurzgeschichte Kings beruhend und das Prinzip Hoffnung sezierend, setzt The Life of Chuck nun auf den Lebenssinn alleine durch die Existenz – das ist kathartisch, sich selbst genügend und erfrischend. Besser lässt sich King kaum ins Kino bringen.

The Life of Chuck (2024)

The Fantastic Four: First Steps (2025)

SCIENCE-FICTION VON GESTERN

6/10


© 2025 20th Century Studios / MARVEL


LAND / JAHR: USA 2025

REGIE: MATT SHAKMAN

DREHBUCH: JOSH FRIEDMAN, ERIC PEARSON, JEFF KAPLAN, IAN SPRINGER, KAT WOOD

KAMERA: JESS HALL

CAST: PEDRO PASCAL, VANESSA KIRBY, EBON MOSS-BACHRACH, JOSEPH QUINN, JULIA GARNER, RALPH INESON, PAUL WALTER HAUSER, MARK GATISS, SARAH NILES, NATASHA LYONNE, MATTHEW WOOD U. A.

LÄNGE: 1 STD 54 MIN


Im Rahmen der so gut wie alle Aspekte abdeckenden Ausstellung auf der niederösterreichischen Schallaburg zum Thema Träume gibt es ein bibliophiles Exponat, ein sogenanntes Sticker-Album, wie es Kinder gerne haben, stammend aus den Sechzigern, in welchem Visionen der Zukunft dargestellt werden. Genau so stellte sich damals die zivilisierte Welt die nächsten Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte vor. Wie niedlich. Wie naiv. Und wie formschön!

Diese Art und Weise des Vorausdenkens nennt man Retro-Futurismus. Perry Rhodan-Leser der ersten Stunde schätzen die Cover-Artworks der Romanhefte, die nach wie vor das Auge erfreuen und jeden Roman-Shop schmücken: Stromlinienförmige Vehikel in der Luft; Roboter, deren Mechanik infantil erscheint. Urbane Stadtbilder mit tropfen- und zapfenartigen Türmen, Brücken und schwebende Boliden, alles aus einem Guss. Jetzt ist dieser liebreizende Stil auch im Marvel-Universum angekommen. Mitgeliefert im narrativen Rahmen des Multiversums, das seinerzeit Dr. Strange, aber auch Loki, der schabernacktreibende nordische Halbbruder Thors, erst möglich gemacht haben. Was wir in The Fantastic Four: First Steps zu sehen bekommen, ist die Erde 828, also nicht jene Erde, auf welchem sich der eigentliche Erzählfaden des MCU abspielt (die wäre 616). Hier ist alles ganz anders, gibt es keine Avengers und keine sonstigen Superhelden. Auch kein Wakanda, auch keine Secret Invasion, kein Daredevil und kein Punisher: Hier haben sich drei Astronauten und eine Astronautin zu einer dritten Macht vereint, die nach einem Weltraumausflug und einigen Turbulenzen nun sagenhafte Kräfte besitzt, die den vier Elementen entsprechen. Eine schöne Idee, die Stan Lee und Jack Kirby hier hatten. Diese vier leben in einer Welt, die man in einem Reisekatalog für Science-Fiction-Fans der früheren Generationen erfolgreich anpreisen könnte. Und zugegeben: Der Look des Films schlägt die Story, er schlägt so gut wie alles, was in Matt Shakmans neuem Anlauf zu den Fantastic Four zu erleben sein wird.

Shakman hat seine Liebe zu konsequenten Stilwelten nicht erst mit diesem Film hier entdeckt, schließlich war er verantwortlich für eine der originellsten Beiträge zum MCU, die es bisher gibt: WandaVision. In dieser neunteiligen Mini-Serie entdecken Hexe Wanda Maximoff und ihr Geliebter Vision, die längst eine Sitcom-Familie gegründet haben, dass nichts so ist, wie es scheint. Dabei unternimmt Shakman eine Zeitreise durch Jahrzehnte des Fernsehens, von antifeministischer Küchen-und Familienordnung der Fünfziger in Schwarzweiß bis zur farbintensiven Serienschwemme der Neunziger in grellen Outfits. Er weiß also, wie stilsicher man seine Settings errichten kann. So hat auch dieses Abenteuer tief in die Designer-Kiste gegriffen und eine akkurate Welt komponiert, die man so und in diesem Ausmaß noch nicht gesehen hat. Hinzu kommen Weltraumszenen in der Dynamik vergangener Science-Fiction aus dem Röhren-TV, die abermals an die gute alte Vorstellung grenzenloser Weiten erinnern. Schön ist das. Und gleichzeitig völlig überhastet.

Denn es ist nicht so, dass die Fantastic Four hier ihre First Steps auf dem Filmparkett klackern lassen: Die Helden haben, und das erfahren wir im Rahmen einer Fernsehshow, moderiert von Mark Gatiss, schon einiges erlebt, was wir nicht wissen. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit einem gewissen Mole Man, der unter der Erde das Volk der Subterraner anführt. Was haben wir verpasst? Naja, so einiges. Dafür hätte es in manchen Lichtspielhäusern großer Kinoketten ein Prequel-Comic gegeben, das mir aber niemand in die Hand gedrückt hat. Doch wie auch immer: Jetzt ist Sue Storm aka Richards (weil verheiratet mit Reed Richards, dem Gummi-Mann) schwanger und fliegt unter diesen Umständen ins Unbekannte, um eine Bedrohung abzuwenden, die sich Galaktus nennt. Auch dieser Hüne wurde von Lee und Kirby erschaffen und gilt als Weltenverschlinger. Der Silver Surfer (diesmal eine Frau), stets in dessen Diensten, hat diesmal die Erde als Appetithappen ausfindig gemacht. Und ja: Der von Ralph Ineson verkörperte Gigant lässt Thanos geradezu mickrig aussehen – Godzilla hingegen nicht. Der Riese, ehemals ein normales humanoides Wesen vom Planeten Taa, plagt ein astronomischer Hunger, und nicht ganz freiwillig muss Terra seinen Magen füllen. Da Shakman eigentlich nur zwei Stunden Zeit hat, um erstens die Vier neu vorzustellen und zweitens diese stattliche Bedrohung so abzuwenden, dass der Film auch sein Ende findet, hechelt das Abenteuer ruhelos durch eine sprunghafte Abfolge schnell durchdachter Initiativen, die in völlig unrealistischen Zeiträumen in die 828-Realität umgesetzt werden. Hier hapert es gewaltig mit inhärenter Plausibilität und Timing, hapert es mit dem Fehlen einer Vorgeschichte und einer Storyline, die einer grob zusammengezimmerten Inhaltsangabe gleichkommt, die man vielleicht auf Wikipedia liest.

Visuell ist The Fantastic Four: First Steps erste Sahne, nebenher jedoch will der Film zu viel erzählen und erreicht damit genau das Gegenteil. Im Endeffekt ist man zwar informiert, aber emotional kaum beteiligt.

The Fantastic Four: First Steps (2025)

M3GAN 2.0 (2025)

ROBO-LOLITA GIBT SICH DIE HANDKANTE

6,5/10


© 2025 Universal Pictures

LAND / JAHR: USA 2025

REGIE / DREHBUCH: GERARD JOHNSTONE

KAMERA: TOBY OLIVER

CAST: ALLISON WILLIAMS, VIOLET MCGRAW, AMIE DONALD, IVANNA SAKHNO, ARISTOTLE ATHARI, JEN VAN EPPS, BRIAN JORDAN ALVAREZ, TIMM SHARP, JEMAINE CLEMENT U. A. 

LÄNGE: 2 STD


Wenn die KI der Zukunft keine Terminatoren mehr hat, um sie in die Vergangenheit zu schicken, plündert sie womöglich den einen oder anderen Spielzeugladen, um einer Puppe habhaft zu werden, die genauso austeilen kann wie Alita, the Battle Angel. Die Rede ist von M3GAN, mit herzerweichend großen Augen und Knutschmund, weißen Strümpfen und Lolita-Mini, ein Hingucker für ältere Geilspechte, aber auch für junge Mädels, die in der falschen Welt von Social Media Idealmaßen und sonstigen kruden Stereotypen nacheifern. Da wärs doch gut, in Zeiten juveniler Egomanie eine toughe Freundin an der Seite zu haben, die so aussieht, als wäre sie von einer TikTok-KI zusammengeschustert. M3GAN 1.0 hat diese Aufgabe im erfolgreichen Einstand von Blumhouse noch viel zu ernst genommen. Um die neunjährige Cady, die ihre Eltern verloren hat und nun bei ihrer technikaffinen Tante wohnt, zu beschützen, tut Megan alles, und zwar wirklich alles. Auch anderen Lebewesen tut sie einiges an.

Vom Science-Fiction-Horror ist drei Jahre später nichts mehr zu sehen. Was bleibt, ist Science-Fiction, und eine relativ brandaktuelle obendrein. Da uns alle die Geißel der KI global zum Fortschritt drängt, um unser Leben einfacher zu machen als möglich und gesund wäre, kann der Paradigmenwechsel natürlich nicht spurlos am Filmbiz vorbeiziehen. Hier gibt es bereits einiges, das noch weit vor dem KI-Zeitalter pessimistische Vorausbetrachtungen auf Schiene setzen konnte. Das beginnt schon bei Kubricks 2001 – Odyssee im Weltraum, wenn ein menschenmordender Computer doch nur seine Pflicht erfüllen muss und dabei über Leichen geht. M3GAN 2.0 verbindet mit Bord-Intelligenz HAL 2000 zumindest die Denkweise. Genau das kann uns vielleicht irgendwann gefährlich werden. M3GAN allerdings, anfangs als körperlose KI im Elektronikhaushalt von Gemma (Allison Williams, Get Out) herumgeisternd, dürfte aus ihren Fehlern gelernt haben und auf die gute Seite wechseln, ganz so wie Arnold Schwarzenegger in Terminator 2: Tag der Abrechnung, der allerdings nicht sein eigenes Tun reflektierte, um ein besserer Roboter zu werden, sondern mit gänzlich anderen befehlen im Oberstübchen Mr. Flüssigmetall die Hölle heiß macht. Megan muss in filmischen zeiten wie diesen gegen eine metallene Antagonistin antreten, die noch mehr so aussieht wie ein Mensch und so kämpft wie Kristanna Loken in Terminator 3: Rebellion der Maschinen. Ist das Ganze also eine Parodie auf Filmreihen wie diese?

Jein. Gelegentlich wühlt M3GAN 2.0 im Schrottplatz für wiederverwertbare Robotik-Versatzstücke, jedes Mal mit einem „Wow! – Was hab ich da gefunden!“ unterlegt. Nicht hörbar zwar, aber von entsprechender Tonalität. MEGAN rauscht bald wieder, diesmal etwas größer, durch geheime Laboratorien, gelenkig wie immer und scheinbar kurz davor, die Seiten zu wechseln, denn was weiß man: auch KIs sind launisch. Der augenzwinkernde Humor kommt diesmal nicht zu kurz, und ja, es ist eine Komödie, knallbunt, chromglänzend und vor allem eines: äußerst entspannt. Diese launige Lust am Triezen von allem, was glaubt, am Ende der Fortschrittskette zu stehen und es besser zu wissen, wird auf triviale Weise zum Guilty Pleasure – ohne aber wie die Netflix-Serie Black Mirror tief im verstörenden Horror einer möglichen Zukunft zu wühlen. Gerard Johnstones Film, stark eingefärbt mit dem Kolorit der digitalen Zerstreuung, fühlt sich an wie ein Smalltalk zu brisantem Thema, der in anspruchsloser Spiellaune diverse Worts-Case-Szenarien karikiert. Das passiert völlig unangetrengt und entwischt dabei einem Genre, in dem es thematisch nichts mehr zu holen gibt. M3GAN 2.0 steht dazu – und zuckt nur mit den künstlichen Schultern.

M3GAN 2.0 (2025)

The Old Guard 2 (2025)

DIE ZEIT HEILT KEINE WUNDEN

3/10


© 2025 Netflix Inc.


LAND / JAHR: USA 2025

REGIE: VICTORIA MAHONEY

DREHBUCH: GREG RUCKA, NACH SEINER GRAPHIC NOVEL

KAMERA: BARRY ACKROYD

CAST: CHARLIZE THERON, KIKI LAYNE, UMA THURMAN, MATTHIAS SCHOENAERTS, HENRY GOLDING, CHIWETEL EJIOFOR, MARWAN KENZARI, VERONICA NGO, LUCA MARINELLI U. A.

LÄNGE: 1 STD 44 MIN


Im Wartezimmer für Dummverkaufte sitze ich hier und kann es kaum glauben, dass The Old Guard 2 mich hier einfach so mir nichts dir nichts aus dem Couch-Auditorium wirft. Nach bescheidenen 104 Minuten ohne Schmackes, sehr viel serientypischem Gerede und einer in die Länge gezogenen Handlung komplettieren Netflix und Skydance einen halbfertigen Film, der nichts anderes zuwege bringt als den Unmut der Betrachter auf sich zu ziehen. Ist das nun die neue Methode zur Kundenbindung? Zur Geldmacherei? Um kreative Defizite zu einem Thema zu übertünchen, indem man ein Abenteuer so dermaßen ausdünnt, dass es für zwei Filme reichen soll? The Old Guard 2 fühlt sich so an, als würde man einen verlängerten Verlängerten bestellen, mehr Wasser als Kaffee, ein Gschloder auf gut wienerisch, weil sonst nichts mehr da ist von dem guten gemahlenen Bohnenzeugs.

Dabei war 2020 noch alles relativ eitel Wonne. The Old Guard lieferte während der Covid-Lockdowns Eventkino für die eigenen Mattscheiben-Quadratmeter, mit einer überzeugend sportlichen und agilen Charlize Theron, die sich in die Rolle der Jahrtausende alten Andromache so gut wiederfand, als wäre sie tatsächlich älter als sie vorgibt zu sein. Sie war eine der Unsterblichen, einer Handvoll Auserwählter, die im Laufe der Menschheitsgeschichte dem Wohl unserer Spezies dienen und als Aufpasser fungieren, natürlich mit dem Benefit, jeden noch so gearteten Todesfall heillos zu überstehen. Die Comics von Greg Rucka, die als Vorlage dienten, sind dabei explizit gewalttätig, intensiv und akkurat konzipiert, Regisseurin Gina Prince-Bythewood (The Woman King) brachte das martialische Ensemble, das gerne auch mit mediävalen Waffen um sich wirft, souverän in den Live Act. Mit von der Partie auch Matthias Schoenaerts und KiKi Layne (If Beale Street Could Talk) sowie Chiwetel Ejiofor – bekannte Gesichter also, die ähnlich den Eternals aus dem MCU so manche Geschicke lenken. The Old Guard handelt von Leben, Tod und dem Geschäft mit der Wunderheilung, es geht um Liebe und Vertrauen und der Unmöglichkeit, das Werte wie diese tatsächlich die Jahrhunderte überdauern können. Im folgenden Aufguss, wofür auch diesmal wieder Greg Rucka das Drehbuch lieferte und keiner weiß, warum auf diese Art, mag der von den USA gerne bediente niedere  Motivator der Rache das Feld dominieren. Uma Thurman, die sich nur zaghaft zurück ins Filmbiz bewegt, darf als erste Unsterbliche nichts aus ihrer langen Lebenszeit gelernt und wiedermal bewiesen haben, dass Erfahrung noch keinen weisen Menschen macht. Ihr Ego-Trip wird für alle zum Verhängnis, einstmalige Verräter werden wieder zu Verbündeten und eine lange verschollene Bekannte von Andromache, unfähig zur Aussprache, kocht ihr eigenes Süppchen. Stereotype Verhaltensweisen also in einem gedehnten Stück Fantasy-Action, in dem lange Rede kurzen Sinn ergibt.

Wie hätte man den Film nicht straffen können. Was wäre falsch daran gewesen, das Finale Grande der Storyline nicht auch noch in The Old Guard 2 zu packen? Man sieht, wie konstruiert und bemüht das Fragmentieren eines Filmes wirkt. Heruntergekürzt auf 104 Minuten, wären hier locker zweieinhalb Stunden drin gewesen, eine normale Länge heutzutage für einen hochbudgetierten Blockbuster. Weniger Leerlauf, mehr Spannung und das dramatische Ende obendrauf – fertig eine abgeschlossene Geschichte zur Befriedigung aller. Ein ganzer, kompakter Film, vielleicht nicht ganz perfekt, aber rund – und nicht so, als hätten andere absichtlich getrödelt, um das Zeitfenster zu verpassen. Den Trend der mutwilligen Dehnung sieht man schon bei 28 Years Later, der einem Rausschmiss des Publikums nach der Halbzeit gleichkommt. Erfüllend ist das nicht, und noch weniger, wenn keiner mehr einen Hehl daraus macht, aus keiner Notwendigkeit heraus einen Film zu stückeln, dessen Fortsetzung sowieso, wie bei Netflix üblich, ungewiss scheint. Schlimmstenfalls hätte man ein Fragment, das keiner braucht, eine Unsitte in der Filmbranche. Vom großen Kino ist man da weit entfernt.

The Old Guard 2 (2025)

One to One: John & Yoko (2024)

REVOLUZZER SEHEN FERN

7/10


© 1972 Bob Gruen / http://www.bobgruen.com


LAND / JAHR: VEREINIGTES KÖNIGREICH, USA 2024

REGIE / DREHBUCH: KEVIN MCDONALD, SAM RICE-EDWARDS

MIT ARCHIVAUFNAHMEN VON: JOHN LENNON, YOKO ONO, ANDY WARHOL, STEVIE WONDER, ALLEN GINSBERG, JERRY RUBIN, MAY PANG, GEORGE WALLACE, RICHARD NIXON, SHIRLEY CHISHOLM, CHARLIE CHAPLIN U. A.

LÄNGE: 1 STD 41 MIN


Niemandem braucht man noch erklären, wer die beiden sind: John Lennon und Yoko Ono, weltberühmte Ikonen des Umbruchs und für eine bessere Welt. Allround-Genies, Universaltalente, Massenbegeisterer, wenngleich Yoko Onos experimentelle Musik vielleicht nicht bei allen den Nerv trifft. Des weiteren soll ihr ja bis heute, so vermute ich mal, vorgeworfen werden, Mitschuld am Bruch der Beatles zu haben. Viel mehr waren wohl gesellschaftliche und vor allem persönliche Umbrüche und Differenzen innerhalb der Vier ausschlaggebend dafür, dass dem Pilzkopf-Rock nach zehn Jahren die Kraft ausging. Die Rolling Stones hingegen, die es auch schon gab, als die Halbgötter aus Liverpool Kreischalarm auslösten, setzten damals aufs richtige Pferd – auf den Rock, und auf die nötige Flexibilität, um auf dem Trend der Jahrzehnte mitzureiten. McCartney hatte danach seine Solokarriere, Lennon ebenso. Und um diesen Mann mit der runden bunten Brille und den hippen Koteletten geht es hier, der ein Jahr nach dem Beatles-Aus mit seiner Partnerin Yoko Ono in Greenwich Village, New York, ein Zweizimmer-Apartment bezog, und das für zwei Jahre, um sich ins Bett zu verkriechen und vorrangig fernzusehen, denn dieses Medium, das hatte Anfang der Siebziger noch einen gänzlich anderen Stellenwert und eine ganz andere sinnstiftende Bedeutung als heutzutage.

Heutzutage ist Fernsehen wohl eher Berieselung und Dokusoap-Eskapismus mit Schwerpunkt Kochen, damals war es, da es kein Internet gab, Informationsquelle Nummer eins. John und Yoko waren auf diese Weise wohl immer im Bilde, was gerade geschah in diesen Vereinigten Staaten unter Präsident Nixon, der kurz davor stand, zur zweiten Amtszeit gewählt zu werden. Unter Nixon lag vieles im Argen, der Vietnamkrieg tobte, Rassendiskriminierungen waren en vogue, Watergate bahnte sich an, Reporter pflügten mit ihrem revolutionär anmutenden Drang zur Investigation durch die finsteren Winkel einer westlichen Welt, von denen es viele gab – darunter Willowbrook, eine Anstalt für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, denen man aber aufgrund akuten Personalmangels alles andere als besondere Pflege zukommen ließ. Diese skandalösen, unmenschlichen und verstörenden Bedingungen führten dazu, dass Lennon und Ono ein Benefizkonzert gaben, dass wie Live Aid in die Musikgeschichte eingehen sollte. One to One hieß das damals, 1972 im Madison Square Garden abgehalten. Kevin McDonald, der als dokumentarischer Archivfilmer schon einige tüchtige Arbeiten vorzuweisen hat, darunter die Chronik des Olympiaterrors in München oder den Überlebenskampf eines Bergsteigers (fesselnd: Sturz ins Leere), widmet sich nun, gemeinsam mit Cutter Sam Rice-Edwards, nicht nur der Musik, sondern überhaupt einer ganzen Portion amerikanischer Zeitgeschichte zwischen Politik, Gesellschaft und Kultur. Das alles bewegt sich in Archivaufnahmen rund um die Persönlichkeiten von Lennon und Yoko herum, ohne sie bedeutend hervorzuheben. Er lässt die beiden lediglich interagieren, reagieren, die Initiative ergreifen dank idealistischer Visionen, die eine bessere Welt verheißen könnten als jene, die sich damals gebärdete.

Wie Sam Rice-Edwards (und weniger McDonald) es zusammenbringt, diese vielen kleinteiligen und oft nur sekundenlangen Sequenzen aneinanderzureihen, ohne sich notgedrungen in einer assoziativen, gar kontemplativen Collage zu verlieren – diese Fertigkeit verleiht dem dokumentarischen Essay ordentlich Kraft und auf gewisse Weise auch Strenge. Das akkurat gelegte Mosaik aus Unmengen an Archivmaterial bringt beruhigende Ordnung in ein beunruhigendes Zeitbild. Von vielen Dingen, von denen McDonald berichtet, war ich bislang nicht im Bilde – Willowbrook zum Beispiel sagte mir gar nichts. Ich wusste auch nichts von dem (nicht umgesetzten) Vorhaben Lennons, im Rahmen einer Tournee Kautionsgelder für womöglich unschuldig Inhaftierte zu zahlen, die sich ihre Freiheit niemals leisten konnten. Innovativ dabei, wie McDonald telefonisch geführte Interviews und Künstlergespräche rein als typografische Arrangements in sein geordnetes Kaleidoskop integriert. Die zurückhaltende Anordnung und die kommentarlose Betrachtung einer denkwürdigen Phase aus kreativen Synergien, eingebettet in den Programmpool amerikanischen Retro-Fernsehens, lassen One to One: John & Yoko, inspirierend und faszinierend zugleich, zu einem aufschlussreichen Realtraum eines abhandengekommenen Damals werden, in dem die Weltordnung genauso an der Kippe stand wie sie es heute tut.

One to One: John & Yoko (2024)

Final Destination 6: Bloodlines (2025)

DETERMINISMUS MIT SIPPENHAFTUNG

6/10


© 2024 Warner Bros. Pictures, Inc. All Rights Reserved.


LAND / JAHR: USA 2025

REGIE: ZACH LIPOVSKY, ADAM B. STEIN

DREHBUCH: GUY BUSICK, LORI EVANS TAYLOR, JON WATTS

KAMERA: CHRISTIAN SEBALDT

CAST: KAITLYN SANTA JUANA, TEO BRIONES, RICHARD HARMON, OWEN JOYNER, RYA KIHLSTEDT, ANNA LORE, BREC BASSINGER, TONY TODD, GABRIELLE ROSE, APRIL TELEK, ALEX ZAHARA U. A. 

LÄNGE: 1 STD 50 MIN


Grüß Gott, ich bin der Tod: Wenn Gevatter dich auf dem Kieker hat, reicht es womöglich nicht, wenn man ihm, ganz so wie die legendäre EAV es besingt, einen Jagatee kredenzt. Doch der Sensenmann macht sich in Wahrheit gar nichts aus Hochprozentigem, dafür aber will er, dass die ganzen hundert Prozent derer, die auf seiner Liste stehen, auch über die Klinge springen. In der Horrorfilm-Reihe Final Destination hat der Tod auch nie ein Gesicht. Das, was die ganze Zeit so aussieht, als wären es unglückliche Zufälle, scheint eine höhere Macht, die das Leben und Ableben steuert. Der freie Wille ist nur Illusion. Diesem Determinismus zu entgehen, der uns alle gefangen hält, mag ein Ding der Unmöglichkeit sein. Das geht nur dann, wenn man Gevatter austrickst. Wie die alte Frau in ihrem Häuschen – wir alle kennen den Witz – die, auf die Tränendrüse drückend, einen Deal mit ihrem Schicksal eingeht und den Tod auch schwören lässt, er soll sie doch erst am nächsten Tag nochmal holen. Zur Erinnerung heftet sie den Vertrag an die Tür – und lebt womöglich heute noch.

Damals, 25 Jahre ist es her, sorgte der Horrorthriller Final Destination für schweißnasse Hände – der vorausgeahnte Flugzeugcrash ist mir in Erinnerung geblieben. Diese Katastrophe, vom Schicksal so vorausgeplant, bildete im Jahr 2000 den Auftakt für allerlei bizarre Ideen, wie ein Mensch auf die noch so absurdeste Art und Weise das Zeitliche segnen kann. Dabei zeichnete sich bereits ab: Hat man wohl einen Teil dieser Filmreihe gesehen, kennt man alle. Somit haben wir es hier mit reinstem Effektkino zu tun, das aber auch dazu steht, nichts anderes zu wollen außer den Effekt, den Kick, die blutige Schadenfreude, die Sensation, wenn junge Menschen abnippeln und dabei nicht selten den Kopf, das Rückgrat oder alle Extremitäten verlieren. Zumindest beim Original war die Idee eines vorbestimmten Plans einer alles steuernden Entität ein prickelndes, auch unbequemes Gedankenspiel. Doch was anfangs schon durch war, dient wohl des Weiteren kaum als inhaltliches Füllmaterial. Macht aber nichts. Filme, in denen der Zweck des garstigen Entertainments die Mittel heiligt, und wenn sie auch immer ähnlich sind, taugen zumindest so viel wie eine Achterbahnfahrt am Rummel. Auch die will man immer und immer wieder genießen, sofern schwindelfrei.

Nicht ganz so schwindelfrei mag wohl der eine oder andere Besucher eines dem Donauturm ähnlichen, schicken Luxus-Restaurants sein, genannt Skyview Tower. In den Sechzigern lässt sich Iris von ihrem Freund Paul zur Eröffnung dieser sensationellen Lokalität liebend gerne einladen, mulmiges Gefühl beim Einsteigen in den Fahrstuhl hin oder her. Und natürlich hat die junge Dame sogleich die Vision einer verheerenden Katastrophe, ausgelöst durch eine Münze, die in den Lüftungsschacht gerät. Wie Zach Lipovsky und Adam B. Stein die Materialschlacht mit zahlreichen Todesopfern inszenieren, kann sich sehen lassen. Das beste dabei: Wenn man glaubt, spektakulärer wird es wohl nicht, braucht man sich nur vorstellen, was passiert, wenn ein MRT-Gerät im nächstgelegenen Krankenhaus verrückt spielt. Das tut weh, höllisch weh. Abermals durften sämtliche kreative Köpfe im Ideenpool plantschen, damit es auch diesmal wieder Unfälle gibt, die man so noch nicht gesehen hat. Es verhält sich wie mit den Filmen der Saw-Reihe: Selbes Prinzip, selbes Muster, auch hier sollte sich bestenfalls keine der Foltermethoden wiederholen.

Final Destination 6: Bloodlines meldet sich also nach Jahren wieder zurück aus dem Scheintod und will diesmal auch mehr Story liefern. Mit Bloodlines ist sowieso schon alles gesagt: Folglich trifft es diesmal die Erben der dem Tode Entwischten. Auf kuriose Weise ist das nur logisch und auch durchdacht, wenngleich die Stringenz dabei im Laufe der Handlung verlorengeht und der Tod bald selbst seine eigenen Regeln nicht mehr befolgt. Anyway, bei Filmen wie diesen ist das egal. Blut muss fließen, Schädel müssen brechen, und Baumstämme sind schwer. Dass das ganze mehr zum körpersaftigen Hoppala-Overkill mutiert als zum unheilvollen Horror ausartet, ist auch kein Geheimnis. Wer’s mag, ist hier nicht fehl am Platz. Gesehen, schadenfroh grinsend geekelt und vielleicht vergessen. Es sei denn, man muss bald zum MRT.

Final Destination 6: Bloodlines (2025)