Zombieland: Doppelt hält besser

ALLTAGSWITZE ZUR ENDZEIT

6/10

 

zombieland2© 2019 Sony Pictures

 

LAND: USA 2019

REGIE: RUBEN FLEISCHER

CAST: WOODY HARRELSON, JESSE EISENBERG, EMMA STONE, ABIGAIL BRESLIN, ROSARIO DAWSON, LUKE WILSON U. A.

 

Die Welt der Witze. Es gibt Schülerwitze, Beamtenwitze, morbide Witze und Sexwitze. Es gibt für jede Kategorie im Leben ganz spezielle Witze. Es gibt auch für Zombies Witze. Ruben Fleischer, Macher des Venom-Erstlings (Teil 2 soll folgen) hat eine Menge solcher Witze zusammengesammelt, gehortet und einen Film daraus gemacht. Entstanden ist: Zombieland: Doppelt hält besser. Wenn man so will: Band 2 einer Witzeanthologie, dessen Inhalt sich natürlich ausgiebig und herrlich süffisant über das Wesen des Zombieseins mokiert. Und über den Alltag derer, die diese Apokalypse überleben wollen. Dabei hat man in Zombieland, wenn man es richtig anstellt, eigentlich das schönste Leben. Gratis Stromversorgung (dass alle Umspannwerke dieser Welt immer noch in Betrieb sind, ist bemerkenswert), kostenlose und unverderbliche Waren aller Art, und vor allem Munition, denn die ist lebenswichtig. Und natürlich das ganze Weiße Haus für die Familie rund um Tallahassee, seines Zeichens glorreicher Siebter, der Padre unter den versprengten Nerds. Woody Harrelson agiert als väterlicher Sprücheklopfer mit ausreichend kumpelhaftem Sarkasmus und geradezu kindlicher Spielfreude. Endlich mal wieder eine Rolle, die so leicht von der Hand geht, als wäre erlerntes Schauspiel gar nicht gefragt. So geht es Emma Stone, Jesse Eisenberg und Abigail Breslin auch. Zombieland verlangt nämlich nur eines: Sinn für perfiden Humor, Scheißdirnix-Attitüden und die Bereitschaft, jede Albernheit auszuleben.

Dabei ist die teerblutige Witzkiste mehr ein Benutzerhandbuch für das Ausleben postapokalyptischer Freiheiten mit allerlei Regeln und Geboten, die dann in dreidimensionalen Lettern durchs Bild rauschen. Fit bleiben ist eine davon, mit leichtem Gepäck zu reisen eine andere. Rund um diese Spaßfreudigkeit aber bleibt der Plot so trostlos leergeräumt wie die ganze ex-zivilisierte Welt. Die Spannungsschraube ist dem erodierenden Verfall preisgegeben worden, und die gut aufgelegte Baller-Kombo liebäugelt aber eigentlich mit einem ganz anderen Medium: mit dem einer Sitcom. Dafür passt Zombieland so angegossen wie der Schuh von Elvis Presley. Die Alltagskalauer, aufgefädelt und aneinandergereiht wie Perlenketten vor die Untoten, folgen – und der Vergleich ist durchaus krass – dem inhaltlichen Konzept der prähistorischen Abenteuer von Ice Age: ein Road- oder Feetmovie von A nach B, währenddessen lernt man neue Freunde oder Feinde kennen, nimmt sie mit oder lässt sie zurück, und am Ende kommt ein Showdown, der nun mal kommen muss, sonst hätte Zombieland genauso wie Ice Age keinen Höhepunkt, sondern würde nur so vor sich hinplätschern wie zwar zerstreuendes und durchaus angenehmes, aber beiläufiges Kaminfeuer. Keine Frage, Zombieland unterhält. Dem Ensemble zuzusehen macht Spaß, man lacht und wundert sich. Und wendet nicht mal angeekelt den Blick von Blut und Erbrochenem ab, weil all diese Körper- und Magensäfte Teil eines Gesamtcartoons darstellen, der in seiner lustwandlerischen Überhöhung als groteske Sketchparade sein Handwerk versteht.

Hat man Zombieland aber nicht gesehen, ist die Lust nach Zombiewitzen entweder längst gestillt oder Witzetypen sind andere, was durchaus in Ordnung wäre, da ein Versäumnis von Ruben Fleischers Ramba-Zamba-Streifen zwar ein Guilty Pleasure, aber kein Call of Duty ist. Für Zerstreuung und Abstand von einem teils zomboiden realen Alltag ist die spielfilmlange Sitcom durchaus ideal. Cameos und Easter Eggs auf die untote Popkultur sind sowieso immer der Bringer. Sonst aber fühlt sich Zombieland an wie ein launiges Zwischenspiel, eine Etappe – ein Intermezzo von etwas Gewichtigerem, Substanziellerem, was aber nicht da ist, was man aber gerne vermuten würde. So wie ein Ziel in diesem ziellosen Amerika, dass anscheinend nur die Zombies haben.

Zombieland: Doppelt hält besser

Parasite

MIT BESTEN EMPFEHLUNGEN

7/10

 

parasite© 2019 Koch Films

 

LAND: SÜDKOREA 2019

REGIE: BONG JOON-HO

CAST: SONG KANG HO, LEE SUN KYUN, CHO YEO JEONG, CHOI WOO SHIK, PARK SO DAM, LEE JUNG EUN, CHANG HYAE JIN U. A.

 

„Ich kenn da wen, der kennt da wen…“ – diesen Postenschacher der jovial aushelfenden Art, sträflicherweise sowohl in der Politik als auch gern gesehen im Privatbereich, den kennen wir alle. Nichts geht über gute Beziehungen, und keiner braucht mehr die Gelben Seiten, wenn die Freunderlwirtschaft institutionalisiert werden würde. Die neureiche koreanische Familie Kim kann sich entspannt zurücklehnen – wie durch Zauberhand geben sich engelsgleiche Aushilfen in einem piekfeinen, architektonischen Juwel namens Zuhause die Klinke in die Hand – jeder und jede eine Koryphäe auf ihrem Gebiet. Scheint das verdächtig? Nicht für Familie Kim. Die hat andere Sorgen, ist vielbeschäftigt und merkt nicht mal, dass Englischlehrer, Kunsttherapeutin, Chauffeur und Haushaltshilfe letzten Endes alle eine Familie sind, die sich in den exorbitanten Reichtum ihrer eigenen Lottosieger-Spiegelbilder auf raffinierte Weise einschleicht. Home Invasion der kultivierten Art könnte man das nennen. Die andere, die Schleicherfamilie, die wohnt irgendwo in einer muffigen Kellerwohnung, die bei Starkregen schon mal überflutet wird. Aus der existenziellen Not machen die Vier eine Tugend im Eigeninteresse, erlernen ihren bis ins Detail durchkonzipierten, gesellschaftstauglicheren Avatar und suhlen sich bald wie die Made im Speck inmitten einer unglaublich netten, unglaublich arglosen Oberschicht, die alles hat, und vor allem das, was die anderen nicht haben.

Ob das auf die Dauer gut geht, beobachtet Südkoreas erster Palmengewinner auf seine typisch oszillierende, schwer einzuordnenden Art des – sagen wir mal so – komödiantischen Thrillers, der mit Szenen aufwartet, die in unschlagbar boulevardesker Theatralik griechischer Komödien frönt. Wobei Komödie fast schon ein zu sanftes Wort ist. Parasite ist eine Farce über das vermeintlich unverschämte Glück der Reichen, über das Fallen auf die Butterseite des Lebens und den Neid der kreativen Unterschicht, die lieber improvisiert, um ans Ziel zu kommen. Was ihr gelingt, zumindest temporär, was aber an den Skills liegt, die auch jenseits des kalkulierten Betrugs zu einem besseren Leben führen könnte. Diese Diskrepanz zwischen Arm und Reich, diese Klassengesellschaft in harten Gradationskurven, dieses Pyramidenspiel mit der gönnerhaften Attitüde jener Leute, die das Geld haben, um anschaffen zu können bis zu jenen, die als Plebejer die Infiltration proben, ist im Kino des Bong Joon-Ho kein unbekanntes Terrain, ganz im Gegenteil. Bereits in seiner dystopischen Railway-Parabel Snowpiercer durften sich Chris Evans und Co vom Proletariat bis an die Zugspitze des Establishments vorkämpfen. Krasser lassen sich die Tortenschichten der Gemeinschaft wohl kaum darstellen. Parasite erzählt ungefähr dasselbe, doch hier ist die Machtübernahme eine, die im Geheimen abläuft, wenngleich manche Konfrontation in bizarrem Handgemenge rund um Smartphones die Subtilität erstickt.

Bong Joon-Ho so gut aufgelegtes wie teilweise auch finsteres und zwischendurch sogar melancholisches Drama setzt vor allem in den ersten zwei Dritteln voll auf Zug, ist virtuos geschrieben und skizziert seine Figuren, die er nie wirklich lächerlich macht, mit Liebe zur subversiven Exzentrik. Aus manchen Bildern schwappt der gesellschaftskritische Sarkasmus wie das Abwasser aus der Klomuschel, stets aber ist die überzeichnete Bühnentragik inhärent, die sich aber selbst an gruseliger Absurdität, wenn es hinunter in den Keller geht, nicht die Finger verbrennt. Alles passt auf so typisch koreanische Art zusammen. Das sind Kompositionen, das bekommt das westliche Kino niemals hin. Parasite hängt aber gegen Ende etwas durch, weniger was die atemlose Virtuosität betrifft, sondern vielmehr die Erwartung einer radikalen Konsequenz dieser grotesken Geschichte. In unerwarteter Milde lässt Bong Joon-Ho die Moral obsiegen, kratzt die Kurve zu einem Lehrstück, in dem es keine Sieger gibt, sondern nur verloren werden kann, wenn die Missgunst von allen Seiten Gift und Galle spuckt.

Parasite

The Laundromat

OH WIE SCHÖN IST PANAMA!

6/10

 

laundromat© 2019 Netflix

 

LAND: USA 2019

REGIE: STEVEN SODERBERGH

CAST: GARY OLDMAN, ANTONIO BANDERAS, MERYL STREEP, JAMES CROMWELL, ROBERT PATRICK, DAVID SCHWIMMER, MELISSA RAUCH, SHARON STONE U. A.

 

Das da was war, wissen die meisten. Dass das Ganze mit Panama zu tun hatte auch. Warum damals alle so entrüstet waren, das lag womöglich an dem zum geächteten Modewort deklarierten Begriff Briefkastenfirma. Ein No-Go in der Wirtschaftswelt – oder doch ein Kavaliersdelikt? Wie genau es dazu kommen konnte, das wissen auch nur jene, die dieses bizarre Phänomen wirklich interessiert hat. All jene, die es zwar interessiert hat, die aber nicht die Zeit gefunden hatten, sich ausgiebig in die Materie einzulesen, die können jetzt Methode B wählen – Steven Soderberghs How-done-it-Dramödie The Laundromat. Wir wissen, wie das mit komplexen Themen so ist, und dass wir diese relativ simpel erklärt haben wollen. Ebenfalls Plan B: wir suchen auf YouTube danach. Alles lässt sich dort finden, von der Anleitung, wie man Kettenhemden knüpft bis hin zu wirklich komplizierten Themen wie der String-Theorie. YouTube ist dafür da, einem die Dinge zu erklären, als wäre man sechs Jahre alt. Das ist erhellend, besteht vielleicht nicht zwingend einer Prüfung erfahrener Spezialisten, erläutert aber zumindest in groben Zügen Ursache und Wirkung verästelter Gebilde, wie zum Beispiel jenes zur unlauteren Vermehrung des eigenen Kapitals. Ich bin froh, dass mir Leute erklären, in wenigen Worten und womöglich mit naiven Cartoons illustriert, wie das alles funktioniert, denn wirtschaftsmathematisch fühle ich mich tatsächlich wie ein Grundschüler. Es kann aber auch gut sein, dass Grundschüler locker mehr davon überzuckern als ich es tue.

Soderbergh also, einer, der gerne neues ausprobiert und zuletzt den im Smartphone-Videoformat gedrehten Psychothriller Unsane – Ausgeliefert als Fingerübung mit anderen Medien in die Kinos gebracht hat, bleibt auch mit The Laundromat einem gewissen schnelllebigen Instant-Stil treu, vor allem eines solchen, der ganz unweigerlich an YouTube erinnert. Sein Versuch, die Affäre rund um die Panama Papers in Form eines abendfüllenden Spielfilms aufzuziehen, kanalisiert sich in der teils wüst zusammenmontierten Collage eines Erklärvideos, das sowohl den Opfern als auch den Tätern Stimme verleiht. Die Täter selbst – Jürgen Mossack & Ramón Fonseca, die sich klarerweise schon über Soderberghs Film beschwert hatten – werden als zwei narzisstische Hosts im Glamour- und Glitterlook karikiert, Cocktails schlürfend und die Regeln der Betrugskunst süffisant erörternd. Das beginnt in einer absichtlich künstlich anmutenden Szenerie aus der Frühgeschichte des Menschen und endet mit dem radikalen Durchbrechen der sogenannten Vierten Wand. Dieses Stilmittel allerdings zaubert Soderbergh den ganzen Film hindurch aus dem Hut – Gary Oldman und Antonio Banderas, beide mit Spaß an der Sache, sind eigentlich nur dazu da, um mit den Zuschauern zu kokettieren. Meryl Streep hingegen als nach Strich und Faden betrogene Witwe, die dem eigentümlichen Schweigen ihrer Versicherungsgesellschaft auf den Grund kommen will, gesellt sich erst am Ende dazu. The Laundromat ist aber kein Werk, das ihr heißes Eisen mit Schutzhandschuhen anpackt oder die Krux mit der Geldwäscherei behutsam aufrollt. Angepackt wird das Ganze mit nackten Fingern, und dementsprechend flott und fahrig über Spielfilmlänge jongliert.

Da die intellektuelle Riege Hollywoods ohnehin trotz eigenem exorbitanten materiellen Wohlstand dem asozialen Kapitalismus relativ ablehnend gegenübersteht, ist es auch nicht verwunderlich, dass im Falle des Panama Paper-Betrugs die Stars sozusagen Schlange stehen, um in Soderberghs Filmchen mitzumischen. Sharon Stone, Big Bang-„Bernadette“ Melissa Rauch, James Cromwell oder Friends-Star David Schwimmer geben sich in bescheidenen Nebenrollen die Türklinken der Anwaltsbüros in die Hand, alle zusammen scheinen fast in karitativem Idealismus hier mitzuwirken, wie eine Art Fridays for Future, eine kleine Demonstration gegen unlautere Machenschaften, die vor den Augen einer nichtsahnenden Weltbevölkerung so frech und frivol ihre Nutzen ziehen. Die besagte Geldwäscherei also, der Laundromat, der wäscht seine Wäsche allerdings nicht bis zum Schleudergang. Die gut gemeinte Intonation des Filmes, der Ansatz des satirischen Dramas und der bitterkomischen Aufklärung, der kämpft sich durch eine Vielzahl guter Stilideen, die sich nur durch Mühe straff formieren und sich in einer gewissen Resignation verlieren, die besagt, dass Skandale wie diese schwer zu erkennen sind, und nur der präventive Appell an das Gewissen für weiße Westen sorgt. Ja, das ist gut gemeint, hat auch seine Relevanz, nur der Wille zur bunten Revue der Unartigkeit hat längst nicht den hierfür notwendigen Biss, wie ihn Filme wie Adam McCays Vice oder The Big Short haben. The Laundromat ist da wie ein Musical, das mit den Fakten Trittbrett fährt. Aber immerhin – nachher ist man immer klüger 😉 Danke YouTube.

The Laundromat

Gegen den Strom

AND THE BAND PLAYED ON

6/10

 

gegendenstrom© 2018 Pandora Filmverleih

 

LAND: ISLAND, FRANKREICH, UKRAINE 2018

REGIE: BENEDIKT ERLINGSSON

CAST: HALLDORA GEIRHARDSDOTTIR, JÓHANN SIGURÐARSON, JUAN CAMILLO ROMAN ESTRADA U. A.

 

Solange die Musik spielt, ist nicht alles verloren. Das hat man sich auf der Titanic auch gedacht. Also fidelten die Streicher bis zum bitteren Ende, und zwar immer noch, als alles bereits in den Fluten versank. Wer das sonst nirgendwo nachgelesen hat, weiß das seit James Camerons Filmwunder von 1997. Wenn also die Stille nach wohlkomponierten Klängen folgt, wird wohl schon alles so richtig im Argen sein. In der isländischen Tragikomödie, die ich eigentlich gar nicht in das Genre einer Tragikomödie einsortieren will, ist das Schlimmste noch nicht eingetreten. Obwohl die Lage schlimm genug ist. Denn die Combo, die spielt den ganzen Film hindurch. Was nun, das wird sich so mancher Leser denken, in den meisten Filmen sowieso der Fall ist, denn in gefühlt jeder Produktion bis auf die Filme von Michael Haneke oder dem Dogma 95 gibt es einen eigenen Score. In Gegen den Strom zwar auch, nur musizieren die Artisten live im Film, sind also Teil der Kulisse und begleiten unsere Protagonistin Halla im Grunde auf Schritt und Tritt. Auf offenem Felde, in der unwirtlichen Einöde Islands oder in ihren eigenen vier Wänden. Das ist ein interessantes Stilmittel, das habe ich ehrlich so noch nicht gesehen. Die Musik ist also ein weitaus wichtigerer Teil in Hallas Geschichte, um nur als Score eingespielt zu werden. Solange also die Musik läuft, kann Halla noch einiges riskieren. Und das tut sie.

Wenn sie nicht gerade ihre Chorgruppe leitet, rüstet sie „gegen den Strom“. Da haben wir ihn wieder, den doppelten Wortsinn. Denn Halla gelingt es mehrere Male, ohne entdeckt zu werden, mittels Pfeil und Bogen die Spannungsleitungen für die lokale Aluminiumfabrik zu kappen. Denn die ist schlecht für die Umwelt. Durch ihr Tun schreckt sie jede Menge Investoren ab, die da vielleicht mehr im Sinn haben als nur die Fabrik zu übernehmen. Eine Aktivistin also, durch und durch. Gleichzeitig aber auch bereit, ein Flüchtlingskind zu adoptieren, falls sie denn an die Reihe kommt. Da ist also einiges am Köcheln, und klingt nach stressigem Alltag. Den Idealismus, den Mut und die Überzeugung für eine Sache, den hat Regisseur Benedikt Erlingsson in seinem Frauenportrait so richtig groß geschrieben. Die Welt, die will er mit seiner Figur Halla besser machen, es scheint, als würde er sich wünschen, dass mehr Menschen so denken und handeln wie sie, gegen alle Konformität und eigentlich gegen jede Vernunft. Denn die, die kommt später. Wenn das verursachte Chaos Früchte trägt. Wenn der Plan aufgeht.

Vom isländischen Kino bin ich schon einiges gewohnt. Vor allem lakonisches, schwarzhumoriges. Sehr schräges aber auch wuchtiges. Gegen den Strom kann sich da nirgendwo wirklich einordnen. Das kaum bis gar nicht humorvolle Drama ist trotz seiner außergewöhnlichen Heldin ernüchternd normal, immer auf der Spur, selten versponnen. Halldóra Geirharðsdóttir verkörpert die Rolle der Kämpferin mit nüchterner Verbissenheit, die vollends überzeugt ist von ihrem Tun. Eine Hardlinerin, die all die Risiken, die sie beschwört, womöglich nicht abschätzen kann. Das ist nicht wirklich isländisch gefärbt, auch wenn so manche Szene ansatzweise skurril wirkt. Im Endeffekt ist es das aber nicht. Gegen den Strom ist trotz all seiner Aufregung ein unaufgeregter Film, vor allem durch das kontrollierte Spiel der Hauptdarstellerin. Die Welt zu verändern, so die Prämisse des Filmes, ist nichts, was per Multitasking erfüllt werden kann, bei all der Liebe zu den Ambitionen, die das Drama hat. Das mag klarsichtig sein, aufrichtig sein, aber letzten Endes ein Kampf gegen Windmühlen, der vielleicht erwirkt, dass sich die Windmühle weiterdreht, aber kein Monster mehr ist. Weil das eigene Leben immer noch oberste Priorität haben soll. Der Storytwist am Ende macht dann das Unmögliche möglich, erwartbar war er nicht. Ein bisschen bemüht zusammenkonstruiert, aber warum nicht, wenn es doch der guten Sache dient, und sich die Rettung der Welt auf die eines einzelnen herunterbrechen lässt.

Gegen den Strom

Trollhunter

MYTHEN, DIE WÜTEN

7/10

 

trollhunter1© 2011 Universal Pictures Germany

 

LAND: NORWEGEN 2011

REGIE: ANDRÉ ØVREDAL

CAST: OTTO JESPERSEN, GLENN ERLAND TOSTERUD, JOHANNA MØRCK, TOMAS ALF LARSEN U. A.

 

Was war das nicht für ein Hype rund um den Hexenhorror The Blair Witch Project? Viral Marketing par excellence, und so mancher dachte dabei wirklich, dass das gefilmte Rohmaterial authentisch ist. Ein neuer Stil war da plötzlich mehr als nur amatuerhafter Spuk, es waren diese Fake-Arrangements, die von da an das relativ zügig ausreizbare Found-Footage-Genre in die Welt des Kinos gesetzt hatten. Das mit der Wackelkamera, den gehetzten Kameraschwenks und dem permanenten Vergessen, auf der Flucht vor dem Grauen die Aufnahme zu unterbrechen, das hat sich mittlerweile schon des Öfteren in einer gewissen Redundanz verbissen. Noch mehr Laufmeter dahinziehenden Waldbodens mit Gekeuche und Gekreische aus dem Off waren danach wirklich kaum noch nötig. Irrtum – Cloverfield hat´s dem Publikum nochmal ordentlich gegeben. In Sachen Monsterhorror ein gewitzter Knüller. Und was die Amerikaner können, können die Europäer allerdings auch. Mit einer Mockumentary aus dem hohen Norden, in dessen Vorspann steif und fest behauptet wird, dieses Filmmaterial begutachtet und für echt befunden zu haben. So kann man sich in die Irre führen lassen, aber so kann man sich auch hingeben in eine alternative Realität, die so gerne möchte, dass es so mythische Wesen wie Trolle oder Zwerge tatsächlich gibt.

Gehen wir mal davon aus, es gibt sie. Oder gehen wir einmal davon aus, wir hätten nie geglaubt, dass es sie gibt, wären aber offen für stichhaltige Widersprüche – vorliegende, brisante Doku würde uns eines Besseren belehren, indem sie sich an die  Fersen eines Sonderlings heftet, irgendwo in der Unwirtlichkeit Norwegens, wo der Wald alles ist und teilweise auch so verlassen und wild wie in den entlegensten Gegenden Kanadas. Gut möglich, dass dieses Dickicht manch krypotozoologische Sensation verbirgt. Irgendwas ist da im Argen jedenfalls, so finden das drei Hobbyfilmer, die einfach so aus Neugier dem seltsamen Eremiten folgen, bis der trotz anfänglichem Widerstand klein beigibt – und geradezu bereitwillig über sein außergewöhnliches Tun als Trolljäger aus dem Nähkästchen plaudert – inklusive Feldforschung und handfesten Beispielen, wie denn so eine Trolljagd tatsächlich vonstatten geht.

Der norwegische Autorenfilmer André Øvredal hat sich da einen riesengroßen Spaß erlaubt, einen köstlichen Nerdfilm und Fantasy-Irrsinn sondergleichen, den Taika Waititi wohl nicht besser hinbekommen hätte. Sein 5 Zimmer Küche Sarg – eine Mockumentary über Alltagsvampire – ist so dermaßen überzeichnet, dass diese nur noch wenig dokumentarische Attitüden aufweist. Trollhunter zehrt ziemlich lange an der Reality-Gier des Zusehers, und setzt die Geduld der reichlich naiven Jungfilmer gehörig auf die Probe. Sie machen womöglich all die gleichen Fehler wie seinerzeit die Hexenjäger von Blair, aber diesmal haben sie wenigstens einen harten Kerl an der Seite, der mit Blitzlicht und Betonhammer auf die Pirsch geht. Dabei tut mir als eingefleischten Troll-Fan (nur echte Trolle, nichts au dem Internet) das Herz richtig weh, wenn es darum geht, diese Urviecher, die ihr Revier verlassen, allesamt erlegen zu müssen. Das muss doch nicht sein – oder doch? Zumindest darf die Menschheit niemals erfahren, dass es Trolle wirklich gibt, daher ist auch das Bildmaterial heiß begehrtes Ziel staatlicher Geheimdienste, die den Pionieren in Sachen realer Mythen und Monster ebenfalls auf den Fersen sind. Das ist spannend und kauzig, und die Ideen, die all die Spuren erklären, die diese mal befellten, mal dreiköpfigen, mal riesenhaften Knilche nun mal zwangsläufig hinterlassen, wirklich gut ausgedacht. Da sieht man Schutthaufen am Waldesrand oder Felsstürze gleich mit anderen Augen. Logisch, manches könnte ja auch ein Bär sein – aber was, wenn nicht? Øvredals Drehbuch hat da tatsächlich Hand und Fuß, und es passt verblüffenderweise wirklich vieles zusammen. Haarsträubend ist natürlich das Handeln der kleinen Menschleins angesichts dieser latenten Gefahr, die von den Riesen ausgeht, aber das ist eher wieder dem Subgenre des Slasher-Horrors entlehnt, deren Jumpscare-Benefits wohl bei aller Vernunft mager ausfallen würden. Trollhunter ist aber kein Horrorfilm; nichts, was Grauen erregt, sich aber an entdeckerfreudigem Suspense die Hände schmutzig macht, der seine Giganten gut getimt ins Bild rückt und wieder verschwinden lässt. Der weiß, wie Spannungsaufbau funktioniert, und sich das Beste und Größte bis zum Schluss aufhebt.

Es gibt ihn also vielleicht, diesen feuchten Traum aller Kryptozoologen, die sich an Nessie oder Bigfoot bereits jahrzehntelang die Zähne ausgebissen haben und vielleicht Lust auf Anderes bekommen, vielleicht mehr den Spuren frühmittelalterlicher Epen folgend, wie Beowulf und Grendel, wobei letzterer den Trollen in Øvredals Film sicherlich Pate gestanden hat. Kurzum: Trollhunter ist ein spinnertes Vergnügen zwischen Monstermuff und rettendem Sonnenlicht, trotz all der wirren Optik.

Trollhunter

Tel Aviv on Fire

NAHOST IM SERIENWAHN

6/10

 

telavivonfire© 2019 MFA

 

LAND: ISRAEL, BELGIEN, FRANKREICH, LUXEMBURG 2018

REGIE: SAMEH ZOABI

CAST: KAIS NASHEF, LUBNA AZABAL, YANIV BITON, MAISA ABD ELHADI, NADIM SAWALHA U. A.

 

Wir wissen alle, dass es sie gibt, und zugegeben, manche davon haben wir sogar gesehen: Soap Operas. Vom Haus am Eaton Place über Die Sklavin Isaura bis zur Lindenstraße und Reich und Schön. Dauerbrenner und Guilty Pleasures fürs nachmittägliche Homesitting, tägliche Fixpunkte in Phasen ereignislosen Alltags, die aber für den nötigen Thrill sorgen, und ist es nur der, nicht zu wissen, wer jetzt mit wem liiert ist und wer vom Cast nun doch etwas im Schilde führt. Auch der Nahe Osten hat so seinen Straßenfeger – in der israelisch-französischen Gesellschaftssatire Tel Aviv on Fire ist das die erste Staffel eines aufregenden Schmachtfetzens selbigen Namens, mit einer international renommierten französischen Schauspielerin als Leading Actress. Gedreht wird in Ramallah im Westjordanland, und manch ein Crewmitglied tingelt täglich von Jerusalem nach Palästina, bewaffnete Grenzkontrollen inklusive. Das ist ganz schön mühsam, aber wohl das geringste Übel, wenn man betrachtet, welchen Fehden dieser Fleck auf Erden gefühlten Äonen schon ausgesetzt war. Ob das jemals zu einem Konsens führen wird, und ob irgendwann diese unsägliche und menschenverachtende Grenzmauer ganz im Stile von Deutschland 89 abgerissen wird, ist fraglich. Zu wünschen wäre es beiden Volksgruppen, die, jeder für sich, fest davon überzeugt sind, im Recht zu sein.

Natürlich handelt diese kostengünstig produzierte Dramaserie, die drehscheibe des Films, von einem ganz anderen einschneidenden Konflikt in den 60ern – nämlich vom Sechstagekrieg. Am Vorabend dieser Auseinandersetzung spielen da ganz im Sinne des amerikanischen Spionagefilms Mata Hari-ähnliche Schönheiten eine Rolle, die israelische Generäle bezirzen, um irgendwann zuzuschlagen, am Besten im Zuge eines Attentats. Und die Serie, die wird gedreht, aber keiner weiß, wohin sie führen soll. Bis Regieassistent Salam einem Grenzbeamten in die Hände fällt, der dramaturgisch durchaus was am Kasten  und eine ganz eigene Vorstellung davon hat, wie die erste Staffel enden muss.

Der Israeli Sameh Zoabi nähert sich der religions- und volkspolitisch offenen Wunde von der Maschekseite, nämlich durch die Hintertür eines Filmstudios. Das Fernsehen, das hat eine ganz andere Politik als die der Straße. Das Fernsehen, das verbindet Feinde wie Freunde, mediales Interesse macht weder vor Muslimen noch vor Juden halt, da sind alle anderen Befindlichkeiten zweitrangig. Allerdings – auch bei einer Serie, die genau das thematisiert? Der Serienwahn steckt in Tel Aviv on Fire alle an, doch lassen sich in den Kulissen eines Studios die Konflikte einfacher beiseitelegen als im echten Leben? Und lässt sich der Friede zwischen Palästinensern und Israelis auf völlig naive Weise einfach so inszenieren? Dem Israeli Assi wäre das am Liebsten, das Ideal eines Zugeständnisses von der anderen Seite des Grenzzaunes. Der „Hans im Glück“ Salam, der, plötzlich Drehbuchautor, wie die Jungfrau zum Kind kommt (um hier auch noch die Christen zu bemühen), sieht alle Türen geöffnet, um Geschichte zu schreiben. Die Geschichte einer Vereinigung, die doch so undenkbar scheint.

In Zoabis Film ist vieles möglich, ist vieles auch absichtlich auf klischeehafte Weise karikiert, und mit Hummus geht sowieso alles besser. Doch so richtig bissfest will die augenzwinkernde Komödie dann doch auch nicht sein, will nirgendwo anecken noch kompromittieren. Will in erster Linie natürlich unterhalten, und die Diskrepanz zwischen den beiden Parteien auf versöhnliche Weise durch den Kakao ziehen. Versöhnlich ist ja schon mal gut, auch der Anspruch ein lobenswerter, doch wenn vielleicht Hauptdarsteller Kais Nashef nicht ganz so den Phlegmatiker herauskehren würde, wäre das Feuer in Tel Aviv wohl mehr der Burner, wohl mehr leidenschaftlicher und auch mehr bei der Sache. Es ist also wie mit den Soaps, die zwar immer irgendwelche Hiobsbotschaften heraufbeschwören, aber in ihrer weitgefächerten Zielgruppenorientierung in routinierter Gleichförmigkeit vor sich hinplätschern. Das tut vorliegender Film auch, und er regt nicht auf oder sorgt für Kontroversen, weil es doch nur ein Boulevardstück ist, das in sich sowieso nochmal ein massentaugliches Sprachrohr nutzt, um einen Konsens für alle zu suchen. Weil das Unmögliche nicht mal im inszenierten Traum möglich sein kann. Da hört laut Regisseur Zoabi dann der Spaß auf, so optimistisch will er dann doch nicht in die Zukunft blicken, eher resignierend, oder nur einen kleinen Schritt tun, nämlich den aus der momentan geschilderten Affäre. Ein geflissentliches Zugeständnis also, das man ihm nicht übelnehmen kann. Und noch etwas stellt sich ein, nachdem der Abspann so abläuft wie das kitschige Intro einer dieser eingangs erwähnten Langzeitshows: ein unglaublicher Heißhunger auf Hummus, obwohl man Hummus eigentlich gar nicht so mag.

Tel Aviv on Fire

Iron Sky: The Coming Race

DER MENSCHEN HOHLE NUSS

4/10

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA© 2019 Einhorn Film

 

LAND: FINNLAND, DEUTSCHLAND, BELGIEN 2019

REGIE: TIMO VUORENSOLA

CAST: LARA ROSSI, VLADIMIR BURLAKOW, UDO KIER, KIT DALE, TOM GREEN, JULIA DIETZE U. A.

 

Der Mann ist sich für nichts zu schade. Seine Motivation, auch dem größten Müll auf der Leinwand seine hypnotisch stierende Aura zu verleihen , mittlerweile legendäre Methode. Die Rede ist von Udo Kier, der in fast allen Filmen von Lars von Trier zu finden ist, bei Gus van Sant, Wim Wenders oder in den Fernsehserien von David Schalko. Der aber auch für ärgsten Trash wie Hexen bis aufs Blut gequält, Spermula, Dracula 3000 oder Far Cry seine Gage kassiert hat. Und ja, natürlich auch für Filme wie Iron Sky. Und da gibt es 7 Jahre später den zweiten Aufguss. Warum erst so spät? Nun, selbst C-Movies wie dieser wollen was kosten, das glaubt man gar nicht, wie viele Millionen hier verschlungen wurden, nämlich satte 20, und selbst das ist noch gering, wenn man Iron Sky: The Coming Race mit Blockbustern des selben Genres vergleicht. 20 Millionen also, für einen Unsinn wie diesen? Immerhin ein Unsinn, der seine Fangemeinde hat. Der aber sein Budget auch nicht aus dem Ärmel schüttelt. Daher Crowdfunding, der salonfähige Spenden-Call unter Liebhabern und Freunden. Und das braucht seine Zeit, soll doch der Look des Sequels dem des Originals um nichts nachstehen. Was er dann auch nicht tut. Denn Iron Sky: The Coming Race ist, trotz seiner Etikette als Low Budget Produktion, visuell ansprechender als so mancher Sharknado- und Jurassic-Galaxy-Quark. Da hat das Team rund um den Finnen Timo Vuorensola eigentlich alles richtig gemacht – mitunter das Hakenkreuz am Mond und sämtliche Versuche, die Steampunk-Dystopie weniger wie Mondbasis Alpha erscheinen zu lassen, sondern eher wie die rostigen Grunge-Eingeweide unter ausgedienten Industrieanlagen.

Dabei kommt die Idee zu diesem Iron Sky-Irrsinn nicht von irgendwoher. Die gab’s schon viel früher, natürlich nicht genauso, natürlich schon ganz anders, aber diese verzerrten Visionen einer Vril-Gesellschaft hatte schon der Engländer Edward Bulwer-Lytton in seiner tatsächlich auch so betitelten Romanausgabe The Coming Race, die von unterirdisch agierenden Übermenschen mit paranormalen Fähigkeiten, den Vril-Kräften, handelt. Diese Vision war dann bald ein Selbstläufer, und tatsächlich auch hellhörigen Medien nach für den Aufstieg der Nazis verantwortlich. Vuorensola kombiniert diese krude Paranoia mit einer anderen esoterischen Richtung – nämlich der Unterwanderung unserer Zivilisation durch Echsenmenschen, die ja tatsächlich auch von den Dogon Malis feierlich in Empfang genommen wurden. Jedenfalls ist beides sehr an den aufgestellten Nackenhaaren herangezogen, bietet aber Stoff für ein Szenario, dass nur als Groteske funktioniert und sich um nichts wirklich zu scheren braucht, weder um Logik noch um die wüste Verzerrung weltbekannter VIPs und die Verkasperung eines totalitären Horrors aus dem letzten Jahrhundert. Iron Sky: The Coming Race erlaubt sich vieles, lässt Steve Jobs Menschen fressen und Sarah Palin als Nachtisch für die schuppigen Ausgaben von Kim Jong-un, Margarete Thatcher oder Adolf Hitler herhalten. Wie der Film holzfällerartig über Ikonen der Neuzeit herfällt, ist so derb und grobmotorisch über den Kamm geschoren wie Hinterhofcatchen auf einer Boulevardbühne. Satire ist das keine mehr. Parodie? Auch nicht, stattdessen streckenweise von vielleicht unfreiwillig aufrichtiger Geschäftigkeit, wie in all den alten und mittlerweile lächerlich wirkenden Science-Fiction-Abenteuern aus den 50er Jahren mit ihren sperrigen Alien-Kostümen und mittlerweile wieder als Retrocharme gerechtfertigten Pappmaché-Planeten. Iron Sky: The Coming Race hat keine Pappmaché-Planeten, mehr schlecht als recht gelungene Alien-Masken, und lässt seine Pro- und Antagonisten eher handzahm und fast zu wenig selbstironisch agieren. Wiederum aber sind sie von einer laienhaften Orientierungslosigkeit übermannt, wie das bei Filmen dieser Art vielleicht so üblich sein mag.

Man kann von Iron Sky: The Coming Race halten, was man will – ein gewisses Konzept ist dahinter, und dieses Konzept löst einen gewissen autoagressiven Reiz aus, der im Dino-Wagenrennen inmitten einer terrestrischen Hohlwelt oder überhaupt im von Udo Kier berittenen T-Rex namens Blondie sein längst schon überdruckbelastetes Ventil findet.

Iron Sky: The Coming Race