Anna

BESSONS NEXT TOP MODEL

7/10

 

ANNA© 2019 Studiocanal GmbH

 

LAND: FRANKREICH 2019

REGIE: LUC BESSON

CAST: SASHA LUSS, HELEN MIRREN, LUKE EVANS, CILLIAN MURPHY U. A.

 

Kultregisseur Luc Besson (wir schätzen Ihn, so denke ich, alle für Im Rausch der Tiefe, Leon der Profi, Nikita und Das fünfte Element) hat eindeutig ein Faible für Frauen eines ganz speziellen Schlages. Diese Damen können kämpfen, sind tough, überaus intelligent, draufgängerisch, bildschön und verführerisch. Haben gelitten, und lassen jene zahlen, die sie misshandelt haben. Die Liste von Bessons Top-Models ist lang – Anne Parillaud, Milla Jovovich, Rie Rasmussen, Scarlett Johansson, Cara Delevingne – und aktuell: Sasha Luss. Bis auf Parillaud und Johansson kamen alle vom Catwalk zum Set, die Brücke vom Model zur Schauspielerin ist in vielen Fällen keine schwer zu überwindende, denn als Model braucht man schon ein gewisses Gespür für Selbstinszenierung. Das hat Besson bemerkt, und sein Stil ist nun mal, atemberaubende Weiblichkeit waffenbewehrt in Szene zu setzen, wenn möglich mit Strumpfband und knappen Kostümen. Das hat schon wieder etwas von Manga, und, was wir auch wissen: Besson ist ein leidenschaftlicher Comic-Fan – so gesehen zum Beispiel in Valerian – Die Stadt der tausend Planeten. Seine ikonischen Ladies sind zu Überwesen stilisiert, zu einsamen Assassininnen oder mythischen Geschöpfen, feuern gerne mit zwei Pistolen in unterschiedliche Richtungen, während sie Gänge entlangspazieren als wären sie am Laufsteg. Sie sind längst nicht mehr das schwache Geschlecht und mindestens so brutal wie das siegesverwöhnte Patriarchat. Die Männer, die sind in diesen kontrastierenden Frauen-Filmen meist schwaches Beiwerk, das den Reizen der göttlichen, schier unverwundbaren Anmut der Weiblichkeit erliegt. Und gar nicht anders kann als ihr hörig zu sein.

Anna ist genauso eine Gestalt – anfangs ein Junkie aus der Gosse, fast schon gebrochen, und dann so tödlich wie das schärfste Wasabi-Messer. Warum diese Wandlung? Ganz einfach: Anna ist eine Russin, und natürlich wird sie vom KGB rekrutiert, denn viele Alternativen bieten sich ihr nicht. Einmal KGB, immer KGB, das soll sich dann später als determinierte Zukunft erweisen, obwohl Anna schon fest damit gerechnet hat, nach 5 Jahren „frei“ zu sein. Frei ist die gertenschlanke Blondine nämlich noch nie gewesen – und umso mehr ist der Drang nach Selbstbestimmung a la longue ein kaum zu unterdrückender. Und nachdem sie auftragskillend und durchaus blutig durch Paris zieht, sind die späteren Leichen, die ihren Weg pflastern, unwillkommene Hindernisse, die ihren Ambitionen im Weg stehen. Und außerdem gibt es da noch Liebhaber sowohl beim amerikanischen als auch russischen Geheimdienst.

Was Luc Besson schon des Öfteren erzählt hat, wärmt er neu auf: die eingangs erwähnte Mär der Femme fatale gegen die tumbe, sinistere Männerwelt. Was Luc Besson aber neu erzählt, ist der Connex zum fast schon autobiographischen Ursprung seiner Hauptfigur – die Welt des Model-Biz. Schon wähnt man sich in einer Ausgabe von Germanys Next Top-Model und rechnet damit, dass Heidi Klum jeden Moment um die Ecke stakst. Die Fotografen sind allesamt die größten Arschlöcher unter dem Blitzlicht, und die Mädels leben alle zusammengepfercht in einer heruntergekommenen WG als wären sie Opfer ruchloser Menschenhändler. Natürlich trägt Luc Besson dick auf, hat nicht die geringste Lust zu differenzieren und kleistert seinen Film mit ordentlich deckenden Fingerfarben zu. Nichtsdestotrotz: Anna ist dennoch gelungen. Ein Thriller auf Zug, der keine Gefangenen macht und mich mehr besticht als David Leitchs Killerthriller Atomic Blonde mit Charlize Theron. Musikalische Ohrwürmer sind bestens platziert und Sasha Luss kann man schauspieltechnisch überhaupt nichts vorwerfen – ganz im Gegenteil. Keine Frage, vieles war bereits in unzähligen anderen Filmen Thema, doch wie gesagt: Der Aspekt des metzelnden Models und die alles andere als chronologische, zersplitterte Erzählweise, die zwischen den Zeiten hin und her pendelt wie die wechselnden Fronten in diesem Projektil-Märchen und dabei einfach nicht erlaubt, dass sich der Plot erraten lässt, lassen Bessons aktuelle Lustwandelei rund um Kreml und Eiffelturm zielgenau punkten.

Anna

RED SPARROW

DEN SPATZ IN DER HAND

5,5/10

 

redsparrow© 2018 Twentieth Century Fox

 

LAND: USA 2018

REGIE: FRANCIS LAWRENCE

MIT JENNIFER LAWRENCE, JOEL EDGERTON, MATTHIAS SCHOENAERTS, JEREMY IRONS, CHARLOTTE RAMPLING U. A.

 

Wenn ich als feierabendlicher TV-Channelsurfer an den SWR denke, dann fällt mir erstmal unweigerlich der Südwestrundfunk ein. Dass mit diesem Kürzel aber auch der russische Auslandsnachrichtendienst gemeint ist, erschließt sich mir erst nach Sichtung des neuen Films von Panem-Macher Francis Lawrence. Red Sparrow heißt sein Agententhriller, und natürlich hat Namensvetterin Jennifer womöglich schon vor Vorlage des Drehbuchs zum Film ihre Rolle als fix in ihrer Agenda gehabt. Francis hätte aber auch Charlize Theron besetzen können – die hat aber bereits für Atomic Blonde zugesagt. Mit seiner ehemaligen Darstellerin der Katniss Everdeen ist Francis Lawrence aber sowieso auf der publikumswirksameren Seite. Lawrence zählt zu den bestverdienenden Stars und hat auch weit über ihr schauspielerisches Können hinaus im weltweiten Celebrity-Pool ihre Hände mit im Spiel. Red Sparrow wird also wohl vor allem wegen Jennifer Lawrence sein Geld einspielen, keine Frage. Noch dazu, wenn bei Erwartung einer im Vorfeld angekündigten ungezügelten Nabelschau Erinnerungen an Sharon Stone wach werden. Dass zumindest zeitweilig die Zugriffe auf die unwillkommenen Nacktfotos der jungen Dame weniger werden, kann auf taktisches Kalkül zurückzuführen sein.

In Red Sparrow, nach dem Roman des Ex-CIA-Agenten Jason Matthews, der sicher mit reichlich Erfahrungen aus der Branche authentisches Gebaren hinter den Kulissen illustriert, führt der SWR also so etwas Ähnliches wie ein Bootcamp für reizorientierte Kampfmätressen, genannt die Spatzenschule, unter der Fuchtel einer steingesichtigen Charlotte Rampling, die einen seltsamen Haufen junger Russinnen und Russen zur Schamlosigkeit erzieht. In dieses zweifelhafte Etablissement wird die Ex-Ballerina Dominika Egorova von ihrem zwielichtigen Onkel Wanja – da war wohl Matthews ein Liebhaber Anton Tschechows – gekarrt. Doch wenn ich Dominika Egorova wäre, würde ich, sofern ich die Wahl hätte, absichtlich aus der Schule fliegen wollen. So elitär und effektiv, wie angekündigt, ist diese knochentrockene Erziehungseinrichtung, die irgendwie an das Internat Romy Schneiders aus Mädchen in Uniform erinnert, längst nicht. Zumindest gelingt es Francis Lawrence kaum, die angebliche Relevanz der Vorgeschichte unseres roten Spatzen zu rechtfertigen. Die sogenannten Geheimnisse der Verführung und Manipulation, die dort weit jenseits des Kamasutras beigebracht werden, scheinen auch als Online-Tutorial auf Youporn seinen Zweck erfüllen zu können. Und die Erkenntnis von Jennifer Lawrence, dass sexuelle Nötigung meist mit Machtgehabe zu tun hat – das ist jetzt nicht so die Aha-Erkenntnis, die sie wohl meint erlangt zu haben.

Hat man die zumindest in der Synchronisation im unfreiwillig komischen, russischen Dauerakzent sprechende Meisterin aller Klassen in die freie Wildbahn der Agenten und Spione entlassen, beginnt das Spiel um Information, Täuschung und Taktik überhaupt erst interessant zu werden. Da ist aber schon rund die Hälfte des Filmes um. Sei´s drum, das war bei Atomic Blonde auch so. Da hat das Genre des Agentenfilms generell das Problem, die Gesamtsituation für das Publikum in viel zu langen Erklärungen überhaupt erst erfassbar werden zu lassen. Bei Atomic Blonde und Red Sparrow zeigt das Drehbuch zur ersten Halbzeit deutliche Schwächen – leicht zu dramatisieren ist so eine Romanvorlage sicher nicht. Hut ab, wenn es zumindest halbwegs gelingt. Dann aber wird das Gefühl, schon viel zu viel Zeit in Red Sparrow investiert zu haben, deutlich schwächer. Jennifer „Dominika“ Lawrence, die trotz ihres barbusigen, aber dennoch verhaltenen Teasings wie kaum eine andere junge Filmdiva so sehr ihre Keuschheit an die vorderste Front schickt, hat in Joel Edgerton zumindest einen Filmpartner gefunden, der seine Reize zum Glück nicht vortäuschen muss. Der stets verkniffen dreinblickende, gestandene Charaktermime hat schon Charisma, während Matthias Schoenaerts wie der jüngere Bruder von Vladimir Putin Todesdrohungen wie Tombolapreise verhökert.

Man bemerkt mitleidig, dass der rote Spatz immer noch gerne Ballerina hätte sein wollen. Von Professionalität keine Spur, vielmehr fallen die scheinbar unerwarteten Umstände in der Agentin aufreizenden Schoß. Improvisation ist wohl mehr ihr Ding  – oder ist alles nur Fassade? Spätestens jetzt sollte ich damit das Interesse meiner Leser wecken, denn je näher wir zum Ende kommen, umso mehr schlägt der Thriller seine notwendigen Kaninchenhaken, um als durchaus spannender Geheimtrip – nicht Tipp – zwischen Moskau, Budapest und Wien in Erinnerung zu bleiben. Und der Wiener Michaelaplatz könnte zumindest für Fans, die sich getrost wieder JLa´s Nacktfotos widmen, eine völlig neue Bedeutung erlangen.

RED SPARROW

Attraction

ALIEN NON GRATA

6/10

 

attraction© 2017 Capelight Pictures

 

LAND: RUSSLAND 2017

REGIE: FJODOR BONDARTSCHUK

MIT OLEG MENSHIKOV, ALEXANDER PETROV, IRINA STARSHENBAUM U. A. 

 

So ein Pech aber auch: Da betreibt man als außerirdische Intelligenz Feldforschung im Geheimen, und tut alles daran, um nicht aufzufallen. Und dann das! Ein Asteroidenschauer, der das fremde Raumschiff von seinem Inkognito-Status befreit und in die Atmosphäre des Planeten Erde schleudert. Für einen stofflichen Körper ist so ein Eintritt nicht gerade angenehm. Das Vehikel wird selbst zum Meteor und glüht dem Erdboden entgegen. Doch damit nicht genug. Zusätzlich zur Arschkarte, die die Aliens gezogen haben, gesellt sich der schwarze Peter in der Gestalt von Abfangjägern dazu, die den Eindringling unterstützend vom Himmel holen. Und aus dem doppelten wird dreifaches Pech – das Ding geht über bewohntem Gebiet nieder. Was an sich schon relativ unwahrscheinlich ist. Da muss man schon richtiges Bad Karma haben, damit sowas passiert. Normalerweise wäre ein Eintauchen in den Ozean oder eine Landung auf unbewohnten Gebieten das plausiblere Szenario. Aber sei´s drum, wie es der Zufall so will, kracht das einem Perpetuum Mobile ähnliche Schiff nach verheerendem Kollateralschaden zwischen die Plattenbauten eines Moskauer Vorortes. 

Wenn man jetzt erwartet, dass der russische ÖAMTC mitsamt Rettung im Schlepptau herangeschneit kommt, hat man sich gehörig geschnitten. Das Raumschiff ist auf der Erde gelandet, nicht auf irgendeinem anderen Planeten! Also wird das Gebiet abgesperrt und das UFO erstmal nicht willkommen geheißen. Alles, was fremd ist, ist mal potenziell gefährlich. Vor allem, wenn es von anderen Planeten kommt. Da haben die Amerikaner ja schon ganz andere Erfahrungen gemacht. Verheerende, um genau zu sein. Wie kann dann dieses Ding da in Frieden kommen? Am besten ist es, abzuwarten und die Sache auf sich beruhen zu lassen. Vielleicht repariert sich das Ding von selbst und verschwindet wieder. Doch so viel Selbstbeherrschung ist Homo sapiens nicht zuzutrauen. Da braucht es nicht lange, und aggressive Xenophobie zieht eine weitere Schneise der Verwüstung bis hin zum Objekt ihres Hasses. 

Dabei ist es nur ein Schiff. Das war es bei Neil Bloomkamp´s Alien-Parabel District 9 genauso. Nur um einiges größer. Und mit viel mehr Besatzung. Wohin damit? Nun, in ein Township, wie in den Zeiten der Apartheid die schwarze Bevölkerung Südafrikas. In Attraction sind es nur eine Handvoll Aliens. Und als Alien ist man unter Menschen Persona non grata. Haben die alle zu viel Roland Emmerich-Filme gesehen? Mitnichten. Der Mensch ist laut Regisseur Fjodor Bondartschuk weit davon entfernt, für so eine weltbewegende Begegnung bereit zu sein. Vielmehr ist sein Erdenbürger noch ein Kind, das auf das Unerklärliche und Unverstandene mit Wut und Angst reagiert, egal, welchen Grund das Eindringen des Fremden in die vermeintlich heile Welt des russischen Alltags hat. Solange wir Menschen nationale Grenzen ziehen, Flüchtlingsrouten schließen und Asylantenheime anzünden, ist hier auf Erden für einen Besuch von ganz weit Außen lange noch nicht aufgeräumt. Der Streit der Ethnien um Grund und Boden und die Religionen der Rechthaberei, Kräftemessen mit Nuklearwaffen und das Töten Ungläubiger gibt dem Universum wieder mal ein gutes Gefühl, seine benachbarten Sonnensysteme und Galaxien in Lichtjahren Entfernung zu platzieren, denn die Erde, die ist für Fremde kein einladender Ort. Doch manch ein Terraner oder eine Terranerin fühlt sich zu den humanoiden Astrobiologen dann aber doch irgendwie hingezogen – daher auch der Titel des Filmes. Was aber die Situation auch nicht viel besser macht.

Die russische, tricktechnisch beeindruckende Großproduktion ist bei Weitem besser gelungen als der Superhelden-Actioner Guardians, war in den Kinos im IMAX-3D-Format zu sehen und wartet mit leinwandfüllenden, opulenten UFO-Bildern auf. Die zwar etwas zu lang geratene, weniger unheimliche Begegnung der dritten Art ist ein teils derbes, teils augenzwinkerndes Gleichnis von der Xenophobie und der Entwertung des Ungleichen mit Darstellern, die mal mehr mal weniger ihren emotionalen Anforderungen gerecht werden. Doch unterm Strich ist der Mix zwischen Independence Day, District 9 und Der Mann der vom Himmel fiel ein durchaus solides Stück osteuropäisches Science-Fiction-Kino.

Attraction

Guardians

DER VERGLEICH MACHT UNS SICHER

1/10

 

guardians© 2017 capelight pictures / Quelle: comicbox.com

 

LAND: RUSSLAND 2017

REGIE: Sarik Andreasyan

MIT Alina Lanina, Sanzhar Madiyev, Sebastien Sisak

 

Eines muss gesagt sein – ich bin wirklich sehr froh, diesen Film gesehen zu haben. Denn um zu wissen, was gut ist, haben Filmfans auch mal die Pflicht, sich das hinterste Ende der filmischen Nahrungskette zu vergegenwärtigen. Erst in der Relation ist klar zu erkennen, was einen qualitativen Film eigentlich ausmacht. Und was es heißt, wenn das Soll für Anspruch so gar nicht erfüllt wird. Denn das Kinopublikum hierzulande ist ein verwöhntes. Eines, das aufgrund unserer und anderer Rezensionen bereits problemlos die Spreu vom Weizen trennen kann und eigentlich nur noch, wenn es jammert, auf hohem Niveau kritisiert. Der Kinogeher bewegt sich meist im High End-Bereich, innerhalb des Sahnehäubchens zum Medium Film. Und auch dort gibt es Unterschiede, keine Frage. Doch was dem gesättigten Auge selbstverständlich vorkommt, ist es längst nicht. Filmtechnische, schauspielerische wie dramaturgische Leistung kommt nicht von irgendwo. Das ist harte Arbeit. Und die meisten Filme, die wir sehen, haben mit Sicherheit in einem dieser spezialisierten Bereiche ihre Stärken. Es ist fast unmöglich, dass ein Film gar kein Soll erfüllt. 

Wie gesagt, nur fast unmöglich. Guardians erfüllt die geringsten Erwartungen. Und zeigt, was schlechtes Kino ist. Da haben die Killertomaten oder Bela Lugosi in Ed Wood´s Filmen noch einen gewissen skurrilen Charme: Guardians, die russische Antwort auf Marvel, versemmelt so gut wie alles. Und ist in seiner erschütternden Niederlage eben aus vorhin genannten Gründen ein grandioses Anti-Beispiel, um Qualität im Kino neu zu bemessen. In Guardians passt einfach nichts zusammen. Da gibt es das stramme Botox-Häschen als Geheimagentin. Ein Mutant, halb Mensch halb Bär, in grottenschlechtem CGI, mit immer wieder neuen Hosen und gerade mal recht ansehnlich sprießendem Rückenfell. Ein rasend schneller Schwertkämpfer, der aussieht wie der Zwillingsbruder des Winter Soldiers. Die Unsichtbare, klar abgekupfert von den fantastischen Vier. Und ein Telekinetiker – noch der Beste unter all den Möchtegern-Helden, die so charismatisch und in ihrer psychologische Tiefe ungefähr so dick auftragen wie ein polymerer Heckscheibenkleber. Doch das Allerbeste – oder Schlechteste an dieser Gurke ist der Widersacher. Was bitte ist hier passiert? Unglaublich, wie misslungen und lächerlich ein Six-Pack-Suit aussehen kann. Die bizarre Mischung aus Batman-Nemesis Bane und Iron Man-Peitschenknabe Whiplash ist an unfreiwilliger Komik kaum zu überbieten. 

Guardians hat keinerlei eigene Ideen. Superheldenkino ist eben nicht gleich Superheldenkino. Auch oder gerade wenn all die künstlich erzwungenen Nörgler gegen den so genannten Blockbuster-Einheitsbrei im wohlfinanzierten Genre des Comic-Kinos wettern – der Vergleich mit der plagiatsnahen Tundra-Action lässt sowohl das Marvel- als auch das DC-Kino wieder um Einiges heller erstrahlen. 

Guardians