Dumbo

ALLES WAS OHREN HAT, FLIEGT!

6,5/10

 

DUMBO© 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

 

LAND: USA 2019

REGIE: TIM BURTON

CAST: DANNY DE VITO, COLIN FARRELL, EVA GREEN, MICHAEL KEATON, ALAN ARKIN, LARS EIDINGER U. A.

 

Jetzt mal in Echt. Disneys Dekaden umspannende Filminventur macht vor gar nichts halt. Ein Riesenprojekt, welches die Masterminds dort am Laufen haben. Da werden die ältesten Zeichentrickfilme aus den heiligen Archiven geholt, von allen Seiten gemustert und nebst notwendiger Digitalisierung noch zusätzlich als Live-Act nachgedreht. Warum nur? Nun, weil’s erstens geht. Und zweitens, weil’s neugierig macht. Wie denn wohl zum Beispiel Winnie Puuh als echter Bär aussieht (Gut, das wäre nicht schwierig zu beantworten, da müsste man nur in die New York Public Library). Oder Shir Khan und Baghira. Oder das Biest, das mit der Schönen tanzt. Oder eben Dumbo. Bei Dumbo wäre es ja besonders interessant. Obwohl mich die ersten Vorab-Infos über Disneys Ambition, die traurige Geschichte des missgebildeten Dickhäuters wirklich real neu zu verfilmen, etwas irritiert haben. Braucht es denn das wirklich? Zugegeben, das habe ich mich vor Christopher Robin auch gefragt. Und vor The Jungle Book. Und zugegeben – eigentlich ja. Eigentlich braucht es das wirklich. Denn es sind oft ganz andere Geschichten, ganz andere Sichtweisen, die da ins Drehbuch geschrieben werden. Und ja, Disney macht das, weil’s geht. Und weil es das verdammt gut kann.

Sofern kein Vergleich aus dem reichlich illustrierten Brehms Tierleben vorliegt, kann ich bei Betrachten des Familienevents Dumbo tatsächlich nicht mehr mit Sicherheit sagen, wo die Echtheit von Tieren aufhört und wo die Animation beginnt. Dieser akkurate Realismus ist wirklich verblüffend. Und auch wenn schon damals bei Ang Lees Life of Pi der Tiger im Boot schon so täuschend echt ausgesehen hat – würde man den Stand der Dinge mit damals vergleichen, wäre die Katze ungleich unnatürlicher. Die Elefanten in Dumbo sind es augenscheinlich (noch) nicht. Aber fragt mich in ein paar Jahren wieder, denn da ist immer noch Luft nach oben, auch wenn ich das kaum glauben kann. Beim Elefantenbaby mit den großen Ohren, da weiß ich schon, dass der nicht echt ist. Aber er sieht so verdammt echt aus. Und wie er da unterm Stroh das Licht der Zirkuswelt erblickt und später ein Schaumbad über sich ergehen lässt, da grenzen die simulierten Eigenschaften von Wasser- und sonstigen Molekülen, die auf nicht weniger simulierter Elefantenhaut abfließen, wirklich schon an die Magie einer perfekten Illusion. CGI ist nicht nur mehr CGI – langsam fangen die Wesen aus dem Rechner an, Seele zu besitzen. Das war schon unlängst bei Alita so. Und auch Dumbo hat das gewisse Etwas.

In Anbetracht dieser Kunstfertigkeit hätte Tim Burton ja gar nicht mehr viel zu tun gehabt. Der niedliche Pachyderme ist ein Selbstläufer – oder wohl eher ein Selbstflieger. Drum herum gibt sich der Visionär mit dem Hang zum verspielt-morbiden Gothic-Grusel-Look recht bescheiden und wühlt in seiner eigenen Mottenkiste, die Requisiten aus seinen früheren Werken wie Charlie und die Schokoladenfabrik enthält. Der Vergnügungspark des sinisteren und seltsam frisierten Unternehmers Vandervere scheint ein wenig kreatives Sammelsurium sämtlicher Kulissen zu sein, die alle schon mal irgendwo verwendet wurden. Die permanente lila Abendstimmung und die etwas überstrapazierte Darbo-Werbespotoptik der 20er Jahre ergibt eine gewisse gleichförmige Unaufgeregtheit, bei der Burton sein Licht etwas unter den Scheffel stellt. Aber womöglich passiert das zugunsten einer familientauglichen Story, die sich ohnehin mehr auf Elefant und Mensch konzentriert. Und der Mensch, der hat schon seine kauzigen Vertreter. Vor allem ist es schön, wieder mal Danny deVito vor der Kamera zu sehen, der seit seinem Independent-Auftritt in Wiener Dog lange als vermisst galt. Als impulsiver Zirkusdirektor macht er sowieso eine famose Figur. Und Eva Green, Lieblingsstar von Tim Burton nach Ehefrau Helena Bonham-Carter, glänzt als grazile Trapezkünstlerin, die auf den Elefanten kommt.

Dumbo als charmantes Live-Act-Abenteuer funktioniert unterm Strich überraschend gut, ist zwischendurch sogar und insbesondere für jüngeres Publikum durchaus spannend, vor allem, wenn man Dumbos Ohren noch nicht trauen kann. Doch keine Sorge, bei Disney endet doch alles gut – oder doch nicht? Schicksalsschläge müssen sein, sonst wäre es nicht Disney, und die gut gemeinte Parabel über Außenseiter, Freaks und das Anderssein ist eine Zirkusnummer, die in Sachen Animationskunst staunen lässt, sonst aber eher recht solide und konventionell Stars in die Manege eskortiert, die ihre Attraktionen jedenfalls brav geübt haben.

Dumbo

Im Zweifel glücklich

WARS DAS?

7/10

 

BradsStatus#2052.ARW© 2018 Weltkino

 

LAND: USA 2017

REGIE: MIKE WHITE

CAST: BEN STILLER, AUSTIN ABRAMS, JENNA FISCHER, MICHAEL SHEEN, LUKE WILSON U. A.

 

Da bedarf es schon eines ausgeprägten Fokus auf die eigene innere Mitte, wenn es darum geht, sich nicht mit anderen zu vergleichen. Wenn dann noch die eigenen Schulkollegen mit deutlich mehr PS auf der Überholspur gen Erfolgshorizont des Lebens davonbrausen, ist der Selbstwert auf Kleinkindgröße dahingeschmolzen. Der Wettbewerb ist allgegenwärtig, vor allem in so selbstverliebten Zeiten wie diesen, wo Fleiß und Idealismus nur noch bedingt zu wünschenswerten Ergebnissen führen. Allerdings übersehen hierbei die gebeugten Häupter der vermeintlichen Loser sehr gerne, dass der vielfach kolportierte Erfolg der Mitmenschen reichlich Fassade ist, und Vergleiche oft mit zweierlei Maß gemessen werden. Die einen, die haben dann meist das Kapitalglück, dass in ausreichender Werbewirksamkeit die Gesellschaft fasziniert. Und die anderen, die haben das Basisiglück, und können sich, wenn alle Stricke reissen, auf wahre Werte zurückbesinnen, auf die es letzten Endes wirklich ankommt. Die Erfolgsformel ist also eine Unbekannte. Sich daran zu reiben wie Ben Stiller es tut, kann zu einem ernüchternden, aber undurchdachten Status Quo führen, der längst nicht alle Indizien, die für ein besseres Leben sprächen, abgeklopft hat.

Im Zweifel gücklich, im Original schlicht und ergreifend als Brad´s Status betitelt, treibt einen innerlich strauchelnden Ben Stiller vor sich her, der überhaupt nichts mehr mit den klamaukigen Peinlichkeiten aus früheren Filme zu tun hat, der geradezu ernüchternd unmöbliert und verkatert auftritt, als würde er tatsächlich in das tiefe Loch einer sinnlos erscheinenden Existenz geworfen worden sein. Diesen Zustand könnte jetzt ein anderer Filmemacher kabarettistisch ausschlachten, sich darüber lustig machen, die Midlife crisis durch den Kakao ziehen. So wie es der Österreicher Harald Sicheritz Anfang der 90er getan hat. Freispiel mit Alfred Dorfer zählt bis heute zu den besten Kabarettfilmen überhaupt, lässt dabei aber seinen Antihelden Robert Brenneis als ausgebrannten Musiklehrer über das eigene Leben und das der anderen sinnieren, bevorzugt über das seines ehemaligen besten Freundes, des Schlagerstars Pokorny, süffisant verkörpert von Wuchtelgranate Lukas Resetarits. Der Neid könnte einen fressen, angesichts dieses Glamours, den manche umgibt, vor allem jene, die das gleiche Startkapital für die Zukunft hatten, und plötzlich hinten anstehen müssen. Sich klarzuwerden, worauf es im Leben wirklich ankommt, dafür braucht Alfred Dorfer einen ganzen Film voller Zynismus und kluger Kommentare. Ben Stiller tut Ähnliches, wenn auch nicht im Bierzelt schunkeln oder in Italien urlauben. Er begleitet seinen Sohn an die Ostküste Amerikas, um Universitäten abzuklappern und den richtigen Studienplatz zu ergattern. Dabei stößt Brad zwangsläufig auf die Karrieren seiner Kommilitonen von damals, um sich selbst ganz klein vorzukommen. Bis er die Dinge vor seinem geistigen Auge wieder in die richtige Ordnung bringt, auf Reboot Prioritäten setzt und seinem Filius den Rücken freihält.

Dieser Status, den Brad abruft, der könnte der Status von jedem von uns sein, mal mehr mal weniger. Den großen Vogel, den haben die wenigsten abgeschossen, dabei ist die Frage nach einem zweifelhaften Lebensglück gerade bei jenen womöglich ungleich größer als bei den sogenannten Niemanden, die trotz fehlenden Reichtums und Scheinwerfern die Erfüllung in sich selbst und ihrer Familie finden. Regisseur Mark White lässt Ben Stiller tatsächlich immer stiller werden, immer nachdenklicher, und gibt ihm Raum für Gedanken, die aus dem Off auch für das interessierte Publikum zu hören sind. Im Zweifel glücklich ist ein langsames, gedankenverlorenes, aber alltagsrelevantes Drama, leichtfüßig und nicht verkopft. Nachvollziehbar und durchaus bereichernd, wenn mal wieder das eigene Leben unzureichend erscheint.

Im Zweifel glücklich

Peter Hase

WICKEL MIT KARNICKEL

5/10

 

Peter Rabbit (James Corden) in Columbia Pictures' PETER RABBIT.© 2018 Sony Pictures GmbH

 

ORIGINAL: PETER RABBIT

LAND: AUSTRALIEN, GROSSBRITANNIEN, USA 2018

REGIE: WILL GLUCK

MIT DOMNHALL GLEESON, ROSE BYRNE, SAM NEILL, MARGOT ROBBIE (STIMME), DAISY RIDLEY (STIMME), U. A.

 

Mein Name ist Hase, und ich weiß von nichts. – Stimmt, dieser Hase weiß wirklich von nichts. Er weiß nicht mal, dass er gar kein Hase, sondern ein Kaninchen ist. Hasen haben eine ganz andere Physiognomie und sind obendrein Einzelgänger. Kaninchen natürlich nicht. Und an dieser Verwirrung ist womöglich einzig und allein die Übersetzung schuld, denn Peter Rabbit im Original bezieht sich eigentlich auf ein Kaninchen, während Hasen als Bunny bezeichnet werden. Peter Kaninchen klingt aber nicht so gut, schon gar nicht zu Ostern – denn da ist der Film in den Kinos erschienen. Also Hase, obwohl alle lieber ein Kaninchen hätten, weil sie einfach kuscheliger, gesellschaftsfähiger und so herzzerreissend süß herumhopsen. Wenn das dicke, blumenbewährte Hinterteil über die Wiese koffert, will jedes Kind so ein Tierchen haben. Aber was heisst da jedes Kind – ich liebe Nager, hatte sogar ein dreifärbiges Kaninchen, dessen hasenschartiges Konterfei sogar mal in einer Zeitschrift veröffentlicht wurde. Man sieht, ich kann mich für Meister Schlappohr so richtig begeistern. Für den martialischen Gemüsekrieg zwischen Wald, Wiese und Flur, den der Film Peter Hase verspricht,  allerdings weniger.

Dabei ist Peter Hase die Verfilmung eines Kinderbuchklassikers, der von Beatrix Potter kurz nach der Wende zum 20sten Jahrhundert verfasst und illustriert wurde. Letztere kennt womöglich jeder, der sie sieht. Eingekleidete Tiere des Waldes, detailverliebt gezeichnet. War nur eine Frage der Zeit, wann hier die Tricktechnik zuschlagen würde – und den Charme der Vorlage ziemlich aussen vor lässt. Kein Zweifel, die dicken Dinger sind großartig animiert, das ist State of the Art. Am Liebsten ist mir dieser Frosch im Frack, der am Weiher sitzt und angelt – das ist so ein schönes, altes Fabel-Motiv aus der Spätromantik. Was wäre, wenn ein ganzer Film eine solche Fabel wäre – so in richtig nostalgischer Montur, zwischen Hase und Igel, mit Reineke Fuchs, Isegrim und Adebar? Leider ist es das nicht geworden, und Regisseur Will Gluck hat auf Basis der kauzig-idyllischen Anekdote Potters ein Provinzmärchen für die ganze Familie in den Vorgarten gepflanzt, die, auf Spielfilmlänge aufgeblasen, eine völlig uninspirierte Geschichte zum Besten gibt. Die literarische Vorlage reicht gerade bis zum Ableben des griesgrämigen Mr. McGregor (herrlich bis zur Unkenntlichkeit wutverzerrt und backenbärtig: Sam Neill), und danach ist es auch schon vorbei mit der heimeligen Ungemütlichkeit. Irgendwann verschlägt es Neffe McGregor aus London ins britische Outback, der nämlich das Anwesen vor der Nase unserer kleinen Kaninchenfamilie erbt und von allem, was jenseits seines Lattenzaunes kreucht und fleucht, genauso wenig Näheres wissen will als sein verblichener Onkel.

Die Ursache für den ausgelebten Hass des versnobten Rotschopfs gegenüber befellten Vierbeinern bleibt ein Rätsel, auch das ausartende Hin und Her verkommt zur Mäusejagd, die wir in nämlichen Film aus den 90ern bereits schon kennengelernt haben. Irgendwann, und so ziemlich bald, verlieren Geschosstomaten, Stromzäune und Dynamit seinen ohnehin geringen Reiz, die Autorin der kecken Kurzgeschichte über den Nager im blauen Hemd würde sich ziemlich wundern, was aus ihren Ideen geworden ist. Mit Ausnahme der liebevoll animierten Tiere bleibt ausser einer herumeiernden Romanze und den brachialen Krieg Mensch gegen Tier nicht viel über. Da hat der Trailer deutlich mehr versprochen, mehr Witz und eben auch Charme, den man mit dem Potenzial von sprechenden Tieren locker ausbauen kann. Domnhall Gleeson ist völlig nebenbesetzt, dafür ehrt Rose Byrne Künstlerin Beatrix Potter mit einer kleinen Hommage und den Illustrationen von einst.

Peter Hase hätte richtiges gutes Familienkino werden können. Liebevoll, aufrichtig und mit augenzwinkerndem Witz. Leider nur in wenigen hellen Momenten, doch wer sich an pummeligem Streichelzoo erfreuen kann, ohne sonst viel nebenher einzufordern, hat womögich die Glückseligkeit eines Hasens, der von nichts etwas weiß.

Peter Hase

Die Nile Hilton Affäre

DA KOMMEN DIE TAGE DES ZORNS

8/10

 

nilehilton© 2017 Port au Prince Pictures GmbH

 

LAND: SCHWEDEN, DEUTSCHLAND, DÄNEMARK 2017

REGIE: TARIK SALEH

MIT FARES FARES, MOHAMED YOURSI, HICHEM YACOUBI U. A. 

 

So vieles hätte sich ändern können. So sehr standen die Zeichen auf Neuanfang. Im Januar des Jahres 2011 war das Land der Pharaonen dem Beispiel Tunesiens gefolgt und hat als Volk im Schulterschluss Reformen gefordert, ganz oben an der Spitze aller Forderungen den Rücktritt Hosni Mubaraks. Ende Januar dann bürgerkriegsähnliche Zustände am Tahrir-Platz von Kairo. Die Revolution hat ihren Höhepunkt erreicht. Die Folge: ein Machtwechsel. Auf zu neuen Ufern also. Doch da hat wer die Rechnung ohne das Militär gemacht. Alles weitere ist Geschichte, wenngleich eine von diesen Ereignissen, die man nachträglich gerne noch umgeschrieben hätte, zugunsten der Bürger, der sozial Benachteiligten, der Freiheit des Glaubens und natürlich der Stellung der Frau. Was ich aber fast vergessen hätte: zugunsten der Abschaffung einer eingefleischten Korruptionspolitik, die den exekutiven Staatsapparat schon so weit durchdrungen hat wie Mörtel in einer Hausfassade.

In dieser Corruption Airways, wie sie die EAV in ihrem Song-Klassiker Küss die Hand Herr Kerkermeister so formschön besingen, sitzt auch der Polizist Noredin, trauernder Witwer und autoagressiver Kettenraucher – keine Szene ohne Anheizen eines Tschicks, dementsprechend verraucht sind die Settings, und dementsprechen fahrig und verzweifelt das Suchen nach dem Päckchen. Dem Zuschauer bleibt ein fahler Geschmack im Mund, ein Film also zum Passivrauchen. Dieser Rauch, der sich durch Die Nile Hilton Affäre zieht, bleibt nicht ohne Feuer. Tarik Saleh´s packender, auf tatsächlichen Ereignissen beruhender Politthriller ist höchst brisant, politisch äußerst unbequem und interessanterweise eine Produktion aus schwedisch-dänisch-deutschen Landen, obwohl es sich anfühlt, als wäre der urban-düstere, verputzbraune Straßen- und Hotelkrimi ein Film von Ägypten für Ägypten, fühlbar authentisch und mit einem Lokalkolorit von oriententzaubernder Sogwirkung.

Fares Fares, der Mike Krüger des Nahen Ostens, ist natürlich ein Gesicht, dass sich schwer vergessen lässt und sich tatsächlich sogar im Star Wars-Ableger Rogue One, im Kreise der Rebellen auf Yavin (Randbemerkung für Insider) wiederfindet. Als Herumstocherer im Kairoer Korruptionssumpf lässt er sich auf Liaisonen ein, die auf die Dauer ungesund sein müssen. Und deckt Verbindungen auf, die, wie kann es anders sein, in den Olymp der Macht führen. Die Fakten dahinter sind nicht wirklich überraschend, faszinierend sind an diesem Film vielmehr die stilistischen Referenzen an Filme der schwarzen Serie, die ihre lasterhaften Helden einem unüberschaubaren großen Ganzen gegenüberstellen und ihrer rechtschaffenen Wahrnehmung von Gerechtigkeit das Steuer entreißen. Die Nile Hilton Affäre ist nicht nur ein Krimi, der die Lösung eines Falles anstrebt. Stetig wechselnd zwischen luxuriösen Appartements und peripheren Ghettos, zwischen Szenen des Aufstandes und verrauchten Hinterzimmern gerät Saleh´s Film in einen vielschichtigen Strudel aus ohnmachtsanfälligem Wettern gegen die Mechanismen einer arabischen Politik, die sich windet wie eine Hydra, und Kritik an einer Gesellschaft, die sich dem Eigennutz verschrieben hat. Dazwischen der Polizist Noredin, dessen unautorisierte Ermittlung zu einer Herkulesaufgabe mutiert. Fares steht da für einen Typ Mensch, der zwar nicht mehr an sich selbst, aber an eine bessere, höhere Ordnung glaubt, die anstrebbar bleibt. Bis auch dieses Weltbild bröckelt.

Die Nile Hilton Affäre ist großes politisches Kino im Gewand eines so rauhen wie eleganten Thrillers, voller Substanz und ganz vielen Seitenhieben, wüstenstaubverkrustet und abgasschwer. Ein Film aus den Straßen einer Millionenstadt und darüber hinaus, aus einem Land im dunklen Schatten der Pyramiden.

Die Nile Hilton Affäre

Love, Simon

IMMER NOCH DER SELBE BLEIBEN

7/10

 

lovesimon© 2018 Twentieth Century Fox GmbH

 

LAND: USA 2018

REGIE: GREG BERLANTI

MIT NICK ROBINSON, KATHERINE LANGFORD, ALEXANDRA SHIP, JENNIFER GARNER, JOSH DUHAMEL U. A.

 

Erstaunlich, und eigentlich unerwartet, dass in Zeiten von Life Ball und Regenbogenparade das Thema eines Coming Out einen ganzen Film zu tragen vermag. Wie es aussieht, ist es längst noch nicht selbstverständlich, homosexuell zu sein. Dabei dacht ich, die gleichgeschlechtliche Liebe ist zum Glück nicht mehr etwas, das geheim gehalten werden muss. Angesichts der gegenwärtigen Situation können Defizite aber noch locker aufgeholt werden, und zwar insbesondere an den Schulen. Dort, wo alles, was nicht einer gewissen Norm entspricht, Gefahr läuft, entweder in geschäftiger Übertriebenheit verstanden oder abgelehnt zu werden. Schlimmstenfalls wird gemobbt, das ist dann die schädliche wie schändliche Lösung all jener, die mit dem Anderssein gar nicht umgehen können. Vielleicht, weil sie es auch selbst sind – nämlich anders. Und diesen Umstand niemals zugeben würden.

Simon ist also anders. Aber nur sexuell. Das wird ihm irgendwann bewusst, und irgendwann nimmt er seine Veranlagung auch als gegeben hin. Dass Homosexualität unbedingt abnorm sein muss, sei dahingestellt. Es gibt sie jedenfalls, und das nicht zu gering. Es muss in der Natur einen Grund dafür geben, den wir bislang aber noch nicht kennen. Damit steht das Phänomen nicht alleine da – die Evolution an sich ist ein ganzes Buch voller sauschwerer Sudoku-Rätsel, die keiner lösen kann. Lösen lässt sich nur der soziale Aspekt dieser Andersartigkeit – am Besten mit einem Outing. Erst noch anonym, aber auch nur, weil ein gewisser Blue sich getraut hat, seine Veranlagung publik zu machen. Simon tut das Gleiche, outet sich als Unbekannt – und findet in Boy X, soweit es online möglich ist, einen Vertrauten. Das wäre ja mal nur der halbe Film, gäbe es an amerikanischen Schulen wie dieser hier im Film nicht Kollegen, die Mr. Anonymus entlarven und Stillschweigen gegen Hilfeleistung in Sachen Liebe fordern. Das kann nicht gut gehen, das ist von vornherein schon klar. Irgendwann kommt es ans Licht – warum also nicht dem Erpresser den Wind aus den Segeln nehmen. Und warum nicht den innigsten Freundeskreis einweihen? Gut, da sollte Simon mal mit der eigenen Familie beginnen.

Homosexuell zu sein hat für einen Erwachsenen weniger weit reichende Konsequenzen als für einen Schuljungen. Dawsons Creek-Autor Greg Berlanti hat sich dieser Problematik mit sehr viel Fingerspitzengefühl angenommen und erreicht mit Love, Simon ein Level, dass in den Achtzigern John Hughes mit seinem Breakfast Club geschafft hat. Solche sozialpädagogisch enorm wertvollen Filme stehen und fallen mit der Auswahl seiner Schauspieler, welche die Rollen, die sie verkörpern müssen, auch ausreichend ernst nehmen. Das gelingt nicht, wenn das Star-Ego allem voran steht. Das gelingt, wenn die Figur nur für die Momente der Dreharbeiten wichtiger wird als die reale Person dahinter. Es geht darum, die Ängste, Sorgen und Bedürfnisse nachvollziehen zu können – nicht einfach nur darzustellen. Dazu braucht es einen Regisseur, der teamfähig ist, für eine gute Stimmung am Set sorgt und innerhalb dieser inszenatorischen Geborgenheit viel, wenn nicht alles, aus seinem Ensemble herausholt. Das ist Berlanti gelungen. Nick Robinson als Simon ist ein hin- und hergerissener, tougher und bildhübscher Zweifler, den nicht nur seine Freunde, sondern auch das Publikum schätzt und mag – genauso läuft es mit den anderen Jungdarstellern, die so spielen, als wären sie in ihrem echten Leben. Love, Simon ist aus einem Guss, eine fehlerlos runde Geschichte, jede Rolle respektiert die andere, jedes Outing und jeder Konflikt zu seiner Zeit, die noch dazu, wie es scheint, souverän gemanaged ist. Die einfühlsame Highschool-Tragikomödie überlässt nichts platten Attitüden, wirkt niemals lächerlich oder beschämend, ist aufrichtig, witzig und klug. In Zeiten wie diesen wäre der Breakkfast Club um einen Nachsitzenden reicher, eben vielleicht um Simon, der sich an diesem Samstagvormittag geoutet hätte.

Vielleicht ist Love, Simon in seiner stringenten Lösungsfindung zu glatt geraten. Dass sich im echten Leben all die gesellschaftlichen Knackpunkte längst nicht so vorhersehbar entwickeln, muss natürlich klar sein. Love, Simon ist da schon ein idealisierter Zustand, manchmal zu naiv im berechenbaren Verhalten der Schüler. Doch der Mensch ist im Geiste kein Naturgesetz. Etwas, was Love, Simon nicht weiß oder gar nicht wissen will – umso schöner daher, wenn das Erwachen sexueller Identität so schnörkellos lehrplanmäßig mit einem Selbstbewusstsein einhergeht, an welchem sich alle ein Beispiel nehmen können. Genau dafür ist Love, Simon schließlich da – Als Mutmach-Kino für die Generation Z.

Love, Simon

Die Verlegerin

KEIN BLATT VOR DEM MUND

6/10

 

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© 2017 Universal Pictures

 

LAND: USA, GROSSBRITANNIEN 2017

REGIE: STEVEN SPIELBERG

MIT MERYL STREEP, TOM HANKS, BOB ODENKIRK, ALISON BRIE, SARAH PAULSON U. A.

 

Im Jahre 1976 machte der US-Regisseur Alan J. Pakula mit seiner Verfilmung des Buches Die Watergate-Affäre nicht nur das in dieser Dekade umbruchgeneigte Kinopublikum, sondern auch die Academy auf sich aufmerksam. Die Unbestechlichen schildert die Aufdeckung des Nixon-Skandals unter Carl Bernstein und Bob Woodward, zwei investigativen Journalisten bei der Washington Post. Der Film kann als vorweggenommene Fortsetzung des eben in den Kinos angelaufenen Tatsachendramas Die Verlegerin – im Original The Post – verstanden werden. Der Titel The Post ist klarerweise treffender, da nicht explizit die Rolle Meryl Streeps im Vordergrund steht. Man kann Steven Spielbergs neuesten Film, der selbstverständlich auch als Oscarnominee gehandelt wird, aber auch als Sequel von Pakula´s berühmtem Streifen ansehen. Wie auch immer.

Die Pentagon Papers zählen wohl zu den größten Lügengespinsten, die jemals von einer Regierung über eine medienorientierte Bevölkerung niedergegangen ist. Nach deren Veröffentlichung entpuppte sich der Vietnamkrieg als blutige Farce. Wofür die ganze Qual, das wusste damals niemand. Bis heute gilt das Image-Gemetzel der USA gemeinsam mit dem Irak-Einmarsch unter George W. Bush als Ressourcen- und Existenzen verzehrende Sinnlosigkeit in Sachen Weltpolitik. Dass es zum Vietnam-Einsatz eine langjährige Studie gegeben hat, die belegen konnte, dass der Krieg nicht zu „gewinnen“ war – was für eine sträfliche Verharmlosung, dieses Verb! – davon hat zuerst mal die New York Times etwas spitzgekriegt. Um sich nach ersten Artikeln zu diesem unerhörten Fall eine einstweilige Verfügung einzuhandeln. Was wiederum Die Washington Post zum Handeln zwang. Wie es dazu kam, und wer wem welche Geheimnisse anvertraut hat, und warum die Washington Post-Erbin Katharine „Kay“ Graham den Mut aufbringen konnte, die Freiheit der Presse mit einem Exempel zu manifestieren und den Weg zu ebnen in eine Zukunft der Presse, die nicht für die Regierenden, sondern für die Regierten eintritt – davon erzählt Regielegende Steven Spielberg in einem wortgewaltigen Dialogdrama in fast schon zitierender Tradition des unbequemen Siebzigerjahre-Kinos. Kann sein, dass Spielberg den Watergate-Skandal damals selber gerne verfilmt hätte. Doch er darf sich trösten – die Pentagon-Papiere sind nicht minder unfassbar unerhört wie der Spitzelskandal eines Richard Nixon. Wer da nicht an die Öffentlichkeit geht, hat im Journalismus eigentlich nichts mehr verloren. Und wer diesen Präzedenzfall nicht insofern ausnutzt, um sich den Knebelversuchen einer kaputt-korrupten Regierung hinwegzusetzen, ist wie eine Kassandra, die die Wahrheit kennt, sie aber niemanden mitteilt. Nur im Gegenzug zur mythologischen Figur findet die Leserschaft zu Recht Vertrauen in ihre Presse. Was Nixons Schergen zur Weißglut bringt.

Wer Spielberg kennt, identifiziert Die Verlegerin nur sehr schwer als sein Machwerk. Gut, einzig Janusz Kaminski liefert abermals virtuose Kamerafahrten, aber auch statische Totale, die wie aus einer anderen Zeit wirken. Kultverdächtig schon jetzt die Szene mit den davonwehenden Zeitungsseiten am Kiosk. Sachlich, bürozimmergrau, Neonlicht dort, wo schweißgebadet rund 400 Seiten enthüllendes Material gesichtet werden. Oder das Wählscheibentelefon rot blinkt. Attraktiv ist das nicht, fast schon etwas beklemmend. Doch da gibt es Tom Hanks und Meryl Streep, die in souverän abgestimmtem Timing ihren Rollen Respekt zollen. Dass „die Streep“, wie man sie nennt, tatsächlich wieder für den Oscar nominiert sein darf, gehört fast schon zum guten Ton der Academy – verdient hat sie die Auszeichnung aber diesmal nur bedingt. Auffallendes Schauspiel ist es keines, ein Leinwandliebling in gewohnter Spielfreude. Hingegen ist Tom Hanks erneut eine Ausnahmeerscheinung. Als Chefredakteur Ben Bradley zieht er komplett neue Seiten auf, wirkt geradezu etwas unsympathisch, getrieben, wie ein Workaholic, der nur für die Zeitung lebt. Selbstbewusst, improvisierend, mit graumelierten Haaren. Ich habe den ehemaligen Forrest Gump schon in vielen Rollen bewundert – die Rolle eines Journalisten ist neu. Und auch dieser Rolle gewinnt er ganz eigene Manierismen ab, die wiedermal bestätigen, dass Hanks im Gegensatz zu vielen anderen Schauspielern niemals nur sich selbst spielt. Was mich eine Nominierung auch für ihn vermissen lässt. Aber was soll´s, aus der Academy wird man sowieso nicht schlau.

Kann sein, dass Die Verlegerin die Konzentration des Publikums ein bisschen über Gebühr strapaziert. Vieles wird nur ein oder zweimal wörtlich erwähnt, trägt aber immens zum Verständnis der Geschichte bei. Wer also einmal abschweift, muss zwingend seinen Sitznachbarn quälen. Ist man wieder am Laufenden, wird die zweite Hälfte des Filmes gefälliger und packender. Sofern man sich für das ewige Duell Politik gegen Presse interessiert. Was sich in Zeiten wie diesen, wo Regierungsparteien den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verklagen und umgekehrt, umso brisanter verhält – und tatsächlich mehr Zuseher ins Kino locken wird als zu anderen Zeiten. Als bewegt-bewegendes Drama mit Nachhall bleibt Die Verlegerin aber nicht in Erinnerung. Spielberg hat seinen speziellsten Film ins Kino gebracht und einen Stoff dramatisch aufbereitet, der sich besser liest als gesehen zu werden. Seine Hommage an Alan J. Pakula hat er handwerklich gut gemacht, als bester Film des Jahres 2018 kommt er für mich von allen Kandidaten aber am wenigsten in Frage, auch wenn Die Unbestechlichen das Kunststück 1976 hinbekommen haben. Wohl aber auch nur deswegen, weil die Siebziger ganz andere Zeiten waren, die erzählten Fakten damals unmittelbar zurücklagen und die Art des New Cinema erst so richtig salonfähig wurde. Das ist in den 2000ern allerdings Business as usual. So wie Spielberg´s Film.

Die Verlegerin

Tulpenfieber

TULP FICTION

6/10

 

tulpenfieber© 2017 Prokino / Quelle: imdb.com

 

LAND: USA, Grossbritannien 2017

REGIE: Justin Chadwick

MIT ALICIA VIKANDER, CHRISTOPH WALTZ, DANE DEHAAN, HOLLIDAY GRAINGER U. A.

 

Das hätte sich der legendäre Maler Rembrandt nicht mal im Traum ausmalen können: Da gibt es eine Pflanze aus der Familie der Liliengewächse, die zu seine Lebzeiten gehandelt wurde wie Gold. Die Tulpe – mittlerweile eine Allerweltsblume, die in jedem Garten wächst und selbst an der Kassa unserer Supermärkte bündelweise zum Nachschmeißpreis angeboten wird. Schön sind sie ja, diese Tulpen. Doch damals, in den 30er Jahren des 17. Jahrhunderts, waren sie noch dazu so rar wie sakrale Reliquien und so sehr ein Objekt für Gier wie für plötzlichen Reichtum. Hatte jemand auch nur eine Zwiebel von vielleicht einer gebrochenen Unterart – also eine weiße Tulpe mit rosarotem Linienmuster – könnte er ausgesorgt haben. Sofern er über das gewisse finanztechnische Know-How verfügt und zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen wäre. Bis die erste Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte platzen musste – der Handel verboten und viele Niederländer an den Rand des Ruins getrieben wurden.

Diese historischen Begebenheiten hat Regisseur Justin Chadwick, seinesgleichen verantwortlich für das virtuose Monarchenspektakel Die Schwester der Königin, als Hintergrund für sein aktuelles Werk herangezogen – ein opulent ausgestatteten Liebes- und Gesellschaftsdrama. Schön anzusehen ist Tulpenfieber erstmal auf alle Fälle. Belustigend die Pizzateller-großen Halskrausen der neureichen Handelsherren. Edel die dunkel getäfelten Kemenaten wohlhabender Häuser. Umtriebig, detailreich und wie gemalt der Amsterdamer Hafen. Gemälden gleich sind auch die Profilbilder der zarten Schönheit Alicia Vikander, welche im sündteuren blauen Meisterstück barocker Nähkunst am Fenster lehnt. Erinnerungen an das Œuvre Vermeers werden wach. Und an den ähnlich gearteten Film Das Mädchen mit dem Perlenohrring von Peter Webber. Allerdings war der Film mit Scarlett Johansson als scheue Muse weniger konstruiert wie das gegenwärtige Holland-Drama. Die zarten Bande zwischen Colin Firth und der blondblassen Schönheit vom Lande erreichten am Stimmungs- und Gefühlsbarometer des Kinos annähernde Werte wie bei James Ivory´s Sittenbilder aus früheren Zeiten. Tulpenfieber erreicht das nicht. Die Drei- oder gar Vierecksgeschichte in illustrer Besetzung gerät so vorhersehbar wie der historische Liebesroman einer verlagsabhängigen Vielschreiberin. Und siehe da – die literarische Vorlage zu Tulpenfieber ist genau das. Ein leidenschaftlicher Roman mit Herzschmerz, vermengt mit historischen Tatsachen, die gefällig genug erscheinen, um das Niveau zu heben. Autorin Deborah Moggach schreibt thematisch quer durchs Tulpenbeet. Aus ihrer Feder stammt ebenso die Vorlage für das Rentner-Lebensphilosophikum Best Exotic Marigold Hotel. Es sind Stoffe, die eine Leserschaft garantieren. Warum auch nicht. Eintauchen in eine Welt, die längst vergangen ist. Wenn es gut geschrieben ist, haben Bestseller wie diese ihre absolute Berechtigung. Im Kino tritt der konstruierte rote Faden leider nur zu deutlich zutage. Nichts in Tulpenfieber passiert überraschend. Vieles weiß man, lange bevor die Tulpen zum Symbol verlorener Liebesmüh heranblühen.

Doch zum Glück haben wir Schauspieler wie Christoph Waltz oder Judi Dench, die dem schicksalsbeladenen Stoff mehr als gerecht werden und sich dort zurücknehmen, wo der Film dick aufträgt. „Valerian“ Dane DeHaan ist nach wie vor ein blasser Junge, der seine Leistung aus Life kaum mehr wiederholen kann. Und Alicia Vikander, die sich in ihrem zerbrechlichen Lügengebilde glaubhaft verheddert, dominiert zurecht einen Film, der das Zeitalter Rembrandts und der nordischen Maler pittoresk bebildert, jedoch ein gefälliges Beziehungsdrama erzählt, dass zu viele Wendungen will und auch noch die Geschichte Europas zum Leidwesen eines gehandicapten und dadurch oberflächlich gewordenen Kostümschinkens bemüht.

Tulpenfieber